Andrij Melnyk, ukrainischer Botschafter in Deutschland - Foto: Imago

Ukraine-Botschafter Melnyk: Schmeißt ihn endlich raus!

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Herr Andrij Melnyk, fällt durch Respektlosigkeit und Doppelmoral auf. Zeit, ihn den Nazis zurückzuschicken, die ihn nach Deutschland entsandt hatten.

von Max Erdinger

Ukrainischer Botschafter Melnyk unterstützt ultrarechtes Asow-Regiment„, schreibt die „Frankfurter Rundschau„. Zum Glück kann sie ihre Behauptung belegen, weil ich der „Frankfurter Rundschau“ normalerweise kein Wort glaube. Der ukrainische Botschafter unterstützt die Asow-Barbaren, die sich seit acht Jahren an einem Völkermord im Donbass beteiligen, tatsächlich. Und den Nazi-Kollaborateur Stepan Bandera, der während der Besetzung der Ukraine durch die deutsche Wehrmacht mit den Nazis kooperierte und sich an der Verfolgung von Polen, Juden und Zigeunern in der Ukraine beteiligte, – den verehrt Melnyk auch.

Ich weiß gar nicht, wieso der ukrainische Botschafter bei Nancy Faesers unerbittlichem „Kampf gegen rechts“ in Deutschland Narrenfreiheit genießt. Die einzige Erklärung dafür ist wohl die, daß es die Innenministerin mit ihrem „Kampf gegen rechts“ nicht ernstmeinen kann. Sollte das der Fall sein, wäre ihr „Kampf gegen rechts“ etwas, das sich nicht aus prinzipiellen Überlegungen speist, sondern dazu gedacht ist, nationalkonservative Politik in Deutschland – die mit „Nazi“ nicht das geringste zu tun hat – zu verhindern. Und wenn das zuträfe, dann wüsste ich auch, auf wessen Geheiß hin das passiert. Das wären dann jene One-World-Ideologen, denen ganz egal ist, wie jemand tickt, so lange sie ihn gebrauchen können. In der Ukraine können sie Nazis gebrauchen gegen „Putins Großmachtphantasien“, welche ihren eigenen Großmachtsphantasien im Wege stehen – und in Deutschland eben nicht, weswegen Nationalkonservative und Libertäre eben unter dem Label „rechts“ bekämpft werden. Selbst Politiker wie Höcke, Poggenburg oder Kalbitz gälten in der Ukraine vermutlich als unerträgliche „Softies“.

Ukraine und NPD

In Deutschland trifft sich die NPD gern mit Leuten der ukrainischen Ultrarechten – und der ukrainische Botschafter in Deutschland unterstützt diese mordlüsterne Bande. In der Demokratie muß zwar auch ultrarechtes (braunlinkes) Gedankengut geäußert werden dürfen – die viehischen Untaten von Nazis sind allerdings vollkommen indiskutabel. Und ihre Taten sind es, mit welchen sich ukrainische Ultrarechte aus jeder Debatte selbst herausgeschossen haben. Es gibt Leute, die so verroht sind, daß sich jede Diskussion mit ihnen erübrigt. Im Donbass haben die Asow-Brigaden seit 2014 wahre Massaker an der Zivilbevölkerung verübt, und in Sommercamps der ukrainischen Ultrarechten werden 8-12-Jährige an der Waffe ausgebildet. O-Ton eines „Ausbilders“ dort: „Wir schießen niemals auf Menschen. Aber Russen und Separatisten sind keine Menschen. Die erschießen wir jederzeit.“ Das sollen die Kinder dort „lernen“. Da gibt es absolut keinen Grund mehr für irgendeine Kommunikation. Deswegen braucht Deutschland auch diesen Botschafter nicht im Land.

Die Werchowna Rada

Das Pseudo-Argument, die ukrainischen Ultrarechten seien bei der Wahl 2019 nur auf 2,1 Prozent der Stimmen gekommen, zieht nicht. Auch interessierte Kreise in den USA sind lernfähig und haben bemerkt, wie sehr ihnen die Ultrarechten in der ukrainischen Rada propagandistisch global im Wege stehen. Deswegen mussten sie aus der Rada verschwinden. Das ist natürlich kein Problem in einem der „korruptesten Länder Welt“ (Donald Trump). In Luft aufgelöst haben sie sich deswegen nicht, sondern sie wurden lediglich aus der Sichtlinie genommen, indem sie eben beim Militär und in der Wirtschaft untergebracht wurden. Ihre Fäden ziehen sie nun von dort aus. Die USA sind die eigentliche Regierung der Ukraine und können sogar über die Besetzung von Stellen bei der ukrainischen Justiz bestimmen, wie der Fall des ermittelnden Staatsanwalts gegen Hunter Biden im Zusammenhang mit dessen Geschäften bei „Burisma“ beweist. Binnen sechs Stunden nach der entsprechenden Aufforderung des damaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden war er entlassen. Den amerikanischen Steuerzahler hat das eine Milliarde Dollar gekostet, deren Gewährung von Joe Biden an die Entlassung dieses Staatsanwalts geknüpft worden war. Biden selbst prahlte zuhause damit. Es gibt ein entsprechendes Video davon.

Andrij Melnyk ist nach dem Maidan-Putsch von 2014 Botschafter geworden. Die „Frankfurter Rundschau“: „So erregte er 2015 den Unmut der Bundestags, als er seinen Besuch am Grab des Partisanenführers und NS-Kollaborateurs Stepan Bandera in München auf Twitter publik machte. Bandera, den Melnyk als „unseren Helden“ bezeichnete, war Politiker der ukrainischen Nationalisten OUN, arbeitete im Zweiten Weltkrieg mit der Wehrmacht zusammen und gilt überwiegend als Kriegsverbrecher. Der Grab-Besuch war auch Thema im Bundestag, weshalb SPD-Außenstaatssekretär Michael Roth gemäß Sitzungsprotokoll die Aktion wie folgt einordnete: „Der Bundesregierung ist ein Tweet des ukrainischen Botschafters bekannt, in dem er über seinen Besuch am Grab Banderas berichtet. Dem ukrainischen Botschafter ist unsere Position hierzu hinlänglich bekannt. Die Bundesregierung verurteilt die von der Organisation Ukrainischer Nationalisten, OUN, teilweise unter Leitung Banderas begangenen Verbrechen an polnischen, jüdischen und ukrainischen Zivilisten und Amtsträgern. Dabei ist sie sich bewusst, dass ein erheblicher Anteil an diesen Verbrechen in Kollaboration mit deutschen Besatzungstruppen begangen wurde.

Der Arrogante

Der anmaßende Tonfall Melnyks spricht Bände. Im Januar 2022 – also noch vor Kriegsbeginn in der Ukraine – fiel bekanntlich der ehemalige Inspekteur der Marine, Kay-Achim Schönbach, in Ungnade. Er hatte in einer auf Twitter verbreiteten Besprechung zum damals noch nicht sicher bevorstehenden Ukraine-Krieg für Empörung gesorgt, als er über Wladimir Putin äußerte, dieser wolle nichts weiter, als respektiert zu werden. Schönbach im Januar: „Er will Respekt. Und – mein Gott – jemandem Respekt entgegenzubringen, kostet wenig, kostet nichts.“ Außerdem sagte Schönbach, daß die Krim unwiderruflich russisch sei und daß sich das auch nicht mehr ändern werde. Es war dann der impertinente ukrainische Botschafter Melnyk, der sich in deutsche Angelegenheiten einmischte und sagte, Schöbachs angebotener Rücktritt sei keinesfalls ausreichend. Schönbachs Einlassungen seien ein „Schock“ für die ukrainische Öffentlichkeit. Dann zog ausgerechnet Melnyk, der Bandera-Verehrer, einen sehr merkwürdigen Vergleich zur Zeit des Nationalsozialismus. Schönbachs „herablassende Attitüde“ erinnere die Ukrainer unbewusst auch an die Schrecken der Nazi-Besatzung, als sie wie Untermenschen behandelt worden seien. Dem Inspekteur der deutschen Marine attestierte Melnyk „deutsche Arroganz und Größenwahn“. Das war schon deswegen sachlich falsch, weil Schönbach kein Parteimitglied der Grünen ist. Dort sind nämlich deutsche Arroganz und Größenwahn zuhause.

Andrij Melnyk denkt offensichtlich, er könne auf der Klaviatur des deutschen Schuldkults jeden schrägen Ton anschlagen, der ihm gerade einfällt. Vor wenigen Tagen dann ein Melnyk-Tweet, der ausreichen sollte, um ihn des Landes zu verweisen. Melnyk bei Twitter: „Leute, liebe @tagesschau, lassen Sie doch endlich das Asow-Regiment in Ruhe. Bitte. Wie lange wollen Sie dieses russische Fake-Narrativ – jetzt mitten im russischen Vernichtungskrieg gegen Zivilisten, gegen Frauen und Kinder in Mariupol – bedienen?„, schrieb er am 19. März. Die ARD-Tagesschau hatte zuvor über die rechtsextreme Unterstützung der Truppe innerhalb Deutschlands berichtet. Melnyks Tweet ist erstens gelogen und zweitens auch sehr grundsätzlich verlogen. Als das Asow-Regiment Zivilisten, Frauen und Kinder im Donbass abschlachtete, twitterte er schließlich auch nicht, die ARD-Tagesschau möge bitteschön darüber berichten. Die meisten deutschen ÖR-Konsumenten dürften von der Existenz der „Allee der Engel“ in Donezk keine Ahnung haben. Zweitens ist lediglich richtig, daß es beim Krieg in der Ukraine auch zu Opfern unter Zivilisten kommt, daß die Russen aber sehr bemüht sind, zivile Opfer möglichst zu vermeiden und daß sie sich auf militärische Ziele konzentrieren. Flüchtlinge aus Mariupol berichteten, daß es die Asow-Brigaden und die ukrainische Armee gewesen seien, die sie am Verlassen der Stadt gehindert hätten, um sie als lebende Schutzschilde gegen die Angriffe der russischen Verbände zu benutzen – und den Russen hernach die Schuld an den getöteten Zivilisten zu geben. Das kann man glauben oder nicht, weil es bei der Belagerung von Städten sowohl bei den Angreifern als auch bei den Verteidigern Motive gibt, die Zivilbevölkerung in der Stadt zu halten. Aus Sicht der Angreifer: Je mehr Menschen in der Stadt, desto schneller sind die Vorräte zu Ende und die Stadt muß aufgegeben werden. Aus Sicht der Verteidiger: Je mehr Menschen in der Stadt, desto größer die Schuld des Angreifers an der Zahl der Opfer. Das läßt sich kriegspropagandistisch ausschlachten. Die Leidtragenden sind in jedem der beiden Fälle die Zivilisten. Auf die Wirksamkeit ihrer Propaganda im Westen ist die ukrainische Seite aber evident deutlicher angewiesen, als die russische. Die ist ohnehin unten durch.

Auf alle Fälle steht fest, daß es Andrij Melnyk nicht ehrlich meint mit den Deutschen – und daß er deswegen auch kein „Freund“ der Deutschen sein kann. Ob man von dieser ukrainischen Regierung überhaupt erwarten kann, daß sie einen „Ehrenmann“ zur Vertretung der Interessen von Ukrainern – nicht der Ukraine – finden würde, darf stark bezweifelt werden. Vorgestern wurde die Ehefrau des ukainischen Ex(!)-Abgeordneten Ihor Kotvytskyy am ungarischen Grenzübergang Zakarpattia mit sechs Koffern erwischt: Der Inhalt bestand aus US-Banknoten im Wert von knapp 30 Mio. Dollar. Die schweizerische „Weltwoche“ gestern über Melnyks Chef Selenskyi unter der Überschrift „Vom Kleptokraten zum Helden“: „Der «Heldenpräsident», der tapfer und edel westliche Werte verteidigt. Leider ist die Erinnerung kurz. Denn die Ukraine und ihr Präsident sind weit von diesen Werten entfernt. Als vor fünf Monaten die «Pandora Papers» Kleptokraten in aller Welt demaskierten, stand die Ukraine auf dem ersten Platz bei der Zahl korrupter Amtsträger. Einer war Selenskyj mit Konten in Belize, Zypern und auf den Britischen Jungferninseln. 41 Millionen Dollar soll er bekommen haben, überwiesen von dem dubiosen Oligarchen Ihor Kolomojskyj. Kleingeld für ihn, schliesslich hatte er sich um 5,5 Milliarden Dollar bereichert und dann das Land fluchtartig verlassen. Erst nach Selenskyjs Wahl, die er finanziert hatte, traute er sich zurück. Sollte Selenskyj sein Amt verlieren, muss er sich nicht sorgen. Ukrainische Kleptokraten-Konten wurden nicht gesperrt, und in London kann er unter mehreren Luxus-Immobilien wählen, die ihm gehören.

Abschließend ist zu wünschen, daß dem ukrainischen Kleptokraten-Regime, welches erst kürzlich mehrere Parteien und Fernsehsender verboten hat; zudem als erstes Land Europas den „Great Reset“ des WEF implementiert, bewußt wird, welchen Heuchlern und welchen falschen Versprechen sie aus Gründen ihrer eigenen Gier bereitwillig auf den Leim gegangen sind – und wer sie jetzt mehr oder weniger hängen läßt. Wer diese gegenwärtige US-Administration zum Freund hat, der braucht keinen weiteren Feind mehr. Selenskyis „Amtsvorgänger“ Poroschenko wusste, weshalb er sich 2016 nach Trumps Wahlsieg die allergrößten Sorgen machte. Hillary Clintons „Russian Collusion“-Hoax war schließlich in „seiner Ukraine“ wesentlich mitfabriziert worden.

Diese Einsicht zum „treuen amerikanischen Freund und Verbündeten“ gilt ebenso für die deutsche Bundesregierung und andere europäische Regierungen samt ihren Medienbütteln. Schön blöd, wenn man jetzt die Russen zum eigenen „Freund“ obendrein noch als Feind hat. Idiotie als Ursache wäre dabei aber noch die günstigste Unterstellung.

Gott schütze die Ukrainer – vor ihrer eigenen Regierung, uns vor der unsrigen und dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk. Schmeißt ihn endlich raus!

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