Mehr als 100.000 Ungeimpfte im Gesundheitswesen gemeldet – Kliniken jammern weiterhin auf hohem Niveau

Berlin – Die verfassungswidrige und menschenfeindliche Impfpflicht im Gesundheitswesen kommt auch nicht so gut voran, wie gehofft:

In elf Bundesländern sind mindestens 109.854 Mitarbeiter im Gesundheitswesen voraussichtlich immer noch nicht gegen das Coronavirus geimpft. Dies ergab eine Umfrage der „Welt am Sonntag“ bei den Gesundheitsministerien der Länder. Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Hessen, Thüringen und das Saarland konnten keine Angaben machen.

Hintergrund ist die am 15. März in Kraft getretene einrichtungsbezogene Impfpflicht, die etwa Krankenhäuser sowie Alten- und Pflegeheime dazu verpflichtet, nicht geimpfte oder genesene Mitarbeiter zu melden. Hinzu kommen diejenigen, bei denen Zweifel an der Richtigkeit ihres Nachweises oder des medizinischen Attestes besteht. Die höchste Zahl an Ungeimpften verzeichnen erwartungsgemäß auch die beiden bevölkerungsreichen Bundesländer Baden-Württemberg (31.938) und Bayern (30.726).

Danach folgt Niedersachsen (12.813), Sachsen-Anhalt (8.139), Rheinland-Pfalz (7.529) und Mecklenburg-Vorpommern (6.036), Hamburg (3.543), Brandenburg (3.303), Berlin (2.300), Bremen (1.851) und Schleswig-Holstein (1.676).

All diese Impfunwilligen sollen ja freigestellt, wenn nicht sogar entlassen werden, um die Patienten nicht zu gefährden. Da kann es dann schon mal zu Personal-Engpässen kommen, die dann natürlich ganz anders begründet werden – um noch mehr Kohle abzuziehen:

Ein Großteil von Deutschlands Kliniken ist wegen massiver „coronabedingter Personalausfälle“ (was immer das auch heißen mag) und vieler Covid-Patienten (was immer das auch heißen mag) noch immer über dem Limit. „In 60 Prozent der Häuser müssen planbare Eingriffe verschoben werden, in sechs von zehn Kliniken werden die Pflegepersonaluntergrenzen unterschritten“, sagte Michael Weber, Präsident des Verbandes leitender Krankenhausärzte (VLK), der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „In drei von zehn Kliniken müssen Patienten in andere Kliniken verlegt werden, und das auch aus großen Kliniken.“

Der VLK befragte deutschlandweit seine Mitglieder. In der Umfrage gaben 20 Prozent der leitenden Krankenhausärzte überdies an, dass die Notfallversorgung gefährdet sei. Gut zehn Prozent der Betten auf Allgemein- und Intensivstationen sind demnach weiter von Patienten mit einer Corona-Infektion belegt.

Angesichts der „angespannten Situation“ kritisierte der VLK die Corona-Politik von Bund und Ländern scharf. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und der zunehmende politische Streit gefährdet die Versorgungslage“, sagte Weber der „NOZ“. Aus Sicht der Kliniken seien an vielen Stellen die Hotspot-Kriterien erfüllt, sodass Eindämmungsmaßnahmen verhängt werden müssten.

Die Corona-Lage führe aber auch zu finanziellen Einbußen der Häuser: „In dieser Situation können die Kliniken weiter deutlich weniger Patienten behandeln. Die dadurch entstehenden Einnahmeverluste müssen durch eine Verlängerung des Rettungsschirms ausgeglichen werden“, forderte er an die Adresse von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Auf den Intensivstationen allerdings geht es weiter „bergab“. Aktuell sind gerade mal nur noch 1980 Betten mit Coronapatienten belegt – also Bürgern, die positiv getestet wurden, aber wohl auf Grund anderer Probleme eingewiesen wurden. (Mit Material von dts)

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