Affentheater: Leipzig verbietet seinem Zoo Afrika-Musicals

Schon seit einigen Jahren diskutieren „aufgewachte“ linke Kreise, ob der Leipziger Zoo weiterhin seine Folklore-Shows aufführen darf. Nun kam das Aus für Veranstaltungen wie „Hakuna Matata“, „Asiatische Sommernacht“ und „El Dorado“. Vorwurf: Verbreitung rassistischer Stereotype. Was Freude macht, entscheidet die Partei. Punkt.

„Durch die verwendete Form der Rhetorik, Bildsprache und Darstellung dieser Abende werden Klischees über Afrika, Asien sowie Süd- und Mittelamerika reproduziert und ganze Kontinente auf essentielle Merkmale reduziert“, so die Begründung. Der Argumentation schlossen sich 36 – meist rot-rot-grüne – Mitglieder des Leipziger Stadtrates an, 22 stimmten gegen ein Verbot, SPD-Oberbürgermeister Burkhard Jung wollte es sich mit keinem verderben und enthielt sich offenbar der Stimme. Damit ist es beschlossene Sache, Veranstaltungen wie „Hakuna Matata – Afrika live erleben“ wird es in Zukunft nicht mehr geben.

Eingebracht hatte den Vorschlag der Migrantenbeirat. Die Mehrheit der „woken“ Politikgesellschaft folgte brav dem Antrag mit zum Teil absurden Argumenten. So erklärte FDP-Stadtrat Sven Morlok, bei seinem kürzlich 14-tägigen Kenia-Besuch keinen einzigen Mann im (Bast)-Röckchen gesichtet zu haben. Für ihn steht der Kontinent auch für technologischen Fortschritt und werde für „unseren Wohlstand“ ausgebeutet.

Die Lokalpolitiker sind sich einig. Veranstaltungen wie „Hakuna Matata“ bedienen rassistische Stereotype und verbreiten ein bestimmtes Bild. „Aber Afrika ist ein Kontinent mit 50 Ländern“, belehren die Verbieter ihre Bürger.

Nun muss der Zoo seine Folklore-Shows bis zum Jahresende absetzen und zusammen mit dem Migrantenbeirat, der Uni, dem Museum für Völkerkunde und dem Verein Leipzig Postkolonial neue Formate entwickeln. Von oben angeordnetes Ziel: Der Zoo solle sensibel mit seinen Angeboten und mit seiner Geschichte umgehen, seine koloniale Vergangenheit aufarbeiten und die Ergebnisse dazu für alle sichtbar auf dem Gelände ausstellen.

SPD-Stadtrat Prof. Abraham Getu, der aus Äthiopien stammt, warb laut Leipziger Zeitung vor der Abstimmung noch für einen Dialog zwischen Zoo und Kritikern, statt für ein Verbot, doch seine mahnenden Worte gingen in die rot-rot-grünen Ohren ohne Zwischenlandung im Gehirn rein und gleich wieder raus. Immerhin stellt Leipzigs SPD-Oberbürgermeister klar, „dem Zoo und seinen Mitarbeitern keinen Rassismus zu unterstellen.“

CDU-Stadträtin Andrea Niermann unterstellte den „Erwachten“ frech, ein politisches Zeichen setzen zu wollen. Sie selbst habe die Veranstaltungen besucht und dort „keinen Rassismus feststellen können“.

Es kam wie gewünscht: Mit der Unterstützung von Linken, Grünen sowie Teilen von SPD und Freibeutern erhielt der Antrag des Migrantenbeirates letztlich eine deutliche Mehrheit. Ab Jahresende ist es mit dem politisch inkorrekten Treiben im Leipziger Zoo ein für alle mal vorbei. (MS)

 

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