Wir sinken für das Klima (Bild: shutterstock.com/Krakenimages.com)
Wir sinken für das Klima (Bild: shutterstock.com/Krakenimages.com)

Nach „Stinken gegen Putin“ jetzt „Dreckige Wäsche fürs Klima“

Nachdem die grüne Gesellschaft mit dem Minimalduschen zum „Stinken gegen Putin“ aufgerufen haben, folgt jetzt im Winter „dreckige Wäsche gegen Putin und fürs Klima“. Im Stechschritt wird, ohne diesen Irrsinn zu hinterfragen, in die grüne Zukunft marschiert. Abzusehen: Wegen kalter Waschtemperaturen werden sich Krankheiten verbreiten, wird demnächst jedem Haushalt ein steuerfinanzierter CO2-Wächter zugestellt, der überprüft, wie geduscht, gekocht und gewaschen wird, wie viel Zahnpasta und Klopapier verbraucht wird und der die Wassermenge zuteilt und die Heizung steuert und – wegen Blackouts – auf dem Dorfplatz die Staatsnachrichten vorliest.

Jetzt ist es heraus: Die Deutschen duschen nicht nur zu lang. Haben nicht nur ihre Buden zu kuschelig, essen zu viel Fleisch und fahren zu schnell und zu viel mit dem Auto. Die verdammte deutsche Bande waschen auch ihre dreckige Wäsche viel zu heiß. 43,18 Grad beträgt hierzulande die durchschnittliche Waschtemperatur, zeigt eine aktuelle Erhebung des Collaborating Center on Sustainable Consumption and Production (CSCP) aus Wuppertal. Das sind einige Grad mehr als in anderen europäischen Ländern oder auch in den USA und China.

Die vermeidliche Umweltschutzorganisation, der mächtige Grünen-Lobbyistenverein WWF und

Kampagne (Screenshot)

der Ariel-Hersteller Procter&Gamble (P&G) setzen sich laut ihrer Kampagne#Wirdrehenrunter  seit Juni nun dafür ein, dass die Haushalte in Deutschland endlich kälter waschen. Unter dem schmissigen Motto „Jedes Grad zählt“ will man – woke wie die Gesellschafterzieher natürlich sind – „Verbraucher:innen sensibilisieren“ und Verhaltungsänderungen bewirken. „Ziel ist es, die durchschnittliche Waschtemperatur, um ein Grad pro Jahr zu senken“, sagt Christoph Heinrich, der Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland.

 

Was bei „ich-wasche-nur-bei-30-Grad“-Klimaschützern eintritt: Stinkende Wäsche aufgrund von stinkenden, müffelnden Waschmaschinen. Denn: Bei bei Dauerbetrieb bei solch geringer Temperatur setzt sich ein Biofilm im Gerät ab. Tipps, die bislang noch im Netz zu finden sind und dazu raten,  mindestens einmal im Monat eine Wäsche bei mindestens 70 Grad mit einem festen Vollwaschmittel, wie Pulver, Granulat oder Tabs durchzuführen, dürften demnächst verschwinden. Auch Untersuchungen, die belegen, dass Kaltwasch- und Ökoprogramme von Waschmaschinen krankmachend sind, da bei Waschprogrammen unter 60 Grad  Bakterien aus der Kleidung den Waschvorgang überleben und sich in der Waschmaschine ansiedeln können – Keime wie E. coli, Salmonellen oder Klebsiella, die sich in der Waschmaschine niederlassen, können ernstzunehmende Probleme wie Lungenentzündungen, Hautentzündungen, Magenkrämpfe, Übelkeit und Durchfall verursachen –  werden in Zukunft gekonnt ignoriert oder einfach als falsch geframte.

Unbeirrt schreiten nun jedoch WWF, P&G oder Unilever in ihrem grünen Engagement voran.  So wirbt Unilever am Kapitalmarkt damit, dass der S&P Dow Jones Sustainability Index den Konzern als Nachhaltigkeitsführer in seiner Branche benannt hat. Persil-Hersteller Henkel wiederum hat 2021 erstmals Grüne Anleihen mit einem Volumen von 700 Millionen Euro begeben, deren Zinssatz von der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen abhängt. Unilever indes macht beim „Dreckige-Wäsche-fürs-Klima“-Programm nicht mit, da dort die Überzeugung überwiegt, dass die Waschgewohnheiten der doofen Konsumenten nichts schnell zu ändern seien. Indes  werde man dort daher verstärkt Lobbyarbeit für die Umstellung auf erneuerbare Energie machen, heißt es in einem Papier. Im Gegenzug würden die Verbraucherprogramme auf solche Bereiche beschränkt, in denen sie mehr Ergebnisse versprächen. Unilever sieht in den Themenfelder Lebensmittelverschwendung und vegetarische Speisen Umerziehungspotential.

Vielleicht wird auch langsam klar, warum neue Geräte über WLAN verfügen. Verstöße gehen die grünen Vorgaben wirken sich in Zukunft dann direkt aufs Social-Credit-Punktekonto aus.  (SB)

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