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Das Imperium schlägt zurück: Nun klagt Musk gegen Twitter

Im Streit um eine Übernahme von Twitter hat High-Tech-Milliardär Elon Musk, nachdem ihn der Kurznachrichtendienst verklagte, mit einer Gegenklage reagiert. 

Im Streit um eine Übernahme von Twitter hat Elon Musk – von Deutschlands peinlichstem Staatskomödiant Jan Böhmermann als „reichen Wichser“ beschimpft – mit einer Gegenklage reagiert. Musk reichte die Klage als „vertraulich“ bei dem Gericht im US-Bundesstaat Delaware ein, vor dem Twitter den Gründer des Elektroautobauers Tesla verklagt hat, wie das Gericht mitteilte. Die Klage kann deswegen nicht eingesehen werden. Kurz zuvor hatte die zuständige Richterin den Prozessbeginn auf den 17. Oktober festgelegt.

Die von Musk geplante Übernahme von Twitter für einen Preis von 44 Milliarden US-Dollar (rund 43 Milliarden Euro) war Anfang Juli wegen  „falscher und irreführender“ Angaben des Kurzbotschaftendienstes geplatzt. Musk warf Twitter insbesondere vor, eine zu niedrige Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf der Plattform ausgewiesen zu haben. Twitter wiederum bezeichnete diese Begründung als „Heuchelei“ und will Musk gerichtlich zum Vollzug des vertraglich vereinbarten Kaufs – gegen den sich Twitter anfänglich weigerte – zwingen.

Die Ankündigung des reichsten Mannes der Welt, insbesondere die Redefreiheit auf Twitter zurückholen und die Zensur-Praxis dort zu beenden und dafür den Algorithmus transparent zu machen, löste im links-grünen Gutmenschen-Universum regelrechte Schockwellen aus. Musk schrieb: „Ich hoffe, dass selbst meine schlimmsten Kritiker auf Twitter bleiben, denn das bedeutet Meinungsfreiheit“. Freie Rede sei der „Grundstein für eine funktionierende Demokratie“. Er wolle Twitter besser als jemals zuvor machen. Auch der frühere US-Präsident Donald Trump soll wieder twittern können, hieß es zum Entsetzen der linken Twittermeinungsdiktatoren.

Dann jedoch, Mitte Mai – bei genauerer Durchsicht kamen Musk offenbar Zweifel. Je mehr Fragen er bei Twitter stelle, desto größer würden seine Bedenken, wie wertvoll das Unternehmen tatsächlich sei, so der Twitter-Einkäufer. Es ging in erster Linie um die Frage, wie viele Kunden Twitter tatsächlich hat und wie viele Accounts reine Fake-Accounts sind. Anfang Juni dann die Absage an Twitter aus dem Hause Musk.  Der Tech-Milliardär hatte seine Vereinbarung zum Kauf von Twitter für aufgelöst erklärt. Zur Begründung verwiesen seine Anwälte auf angeblich unzureichende Angaben zur Zahl von Fake-Accounts. Twitter kündigte umgehend an, den Ausstieg aus dem Übernahmedeal nicht akzeptieren zu wollen. Man wolle den Verkauf zum dem mit Musk vereinbarten Preis durchsetzen und dafür auch vor Gericht ziehen, wetterte Twitter-Verwaltungsratschef Bret Taylor. Dies konterte Musk nun mit einer Gegenklage.

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage anberaumt.

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