Linke Sprechverbote (Foto: Voyagerix/fotolia)

Linksgrüne Sprachpolizei: Wenn man Tatsachen nicht mehr benennen darf

In Deutschland bestimmen Linke und Grüne zunehmend darüber, was noch gesagt werden darf und welche Worte überhaupt noch Verwendung finden sollen. Die totalitäre „Neusprech“ intoxikiert völlig harmlose und unverfängliche Ausdrücke als angeblich „rechtes“ oder „menschenverachtendes“ Vokabular. Der einst von Franz-Josef Strauß beschworene Kampf um Sprache als Wesen der geistigen Selbstbehauptung scheint final verloren an die Linken, die Begriffe eigenmächtig mit anderen Inhalten füllen und sie, wiederum Strauß prophetisch, „als Wurfgeschosse“ gegen den politischen Gegner verwenden.

Vor allem in der Flüchtlingspolitik läuft die rotgrüne Sprachpolizei zu Hochtouren auf. Während der Asyldebatte im Bundestag am Freitag, lieferten Grüne und SPD abermals einen Einblick in das katastrophale Ausmaß an Realitätsverleugnung und Arroganz, in dem sie sich bewegen. Der Grünen-Abgeordnete und „Seenotretter“ Julian Pahlke, der in sechs Jahren seiner Rettertätigkeit – gemeinsam mit Gleichgesinnten – nach eigenen Angaben 14.000 Migranten aus dem Mittelmeer gefischt hat (und auf diesen Beitrag zur Aufrechterhaltung der boomenden Schlepperindustrie noch stolz ist), bestritt vehement, dass es in Deutschland so etwas wie die von Friedrich Merz thematisierten „Sozialtourismus“ gebe.

Grüne Realitätsverleugner und ihre Denktabus

Denn, so Pahlke: „keiner verlässt sein Land wegen ein bisschen Sozialhilfe“. Nein, natürlich nicht – auch nicht, wenn dieses „bisschen Sozialhilfe“ deutlich oder teilweise vielfach über dem Durchschnittseinkommen der Herkunftsländer liegt! Im Fall der Ukraine-Flüchtlinge ist es zudem ja gerade kein dauerhaftes „Verlassen“ (deshalb ja auch „Tourismus“!), sondern eben ein Pendeln: Einmal im Monat nach Deutschland reisen, abkassieren und per Flixbus zurück. Zahllose Wohnheime ukrainische Flüchtlinge, die die meiste Zeit im Monat leerstehen, und ständig ausgebuchte Flixbusse Richtung Ukraine sprechen eine klare Sprache – doch grüne Realitätsverleugner wollen davon nichts wissen.

Weil die hierzulande mittlerweile in Millionenzahl erfassten Ukrainer natürlich ausnahmslos notleidende Kriegsflüchtlinge sind (die ukrainischen Luxuskarossen in allen deutschen Städten sind sicher nur rechte Fake-Inszenierungen!) und es aus grüner Sicht zudem natürlich auch ausschließlich humanitär alternativlose Fluchtbewegungen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan gibt, kann so etwas wie parasitäre Migrantion oder „illegale Einwanderung” gar nicht existieren. Und schließlich gibt es – Pahlke zufolge – dann natürlich auch keinen „Pull-Faktor“. Dieser sei lediglich „Teil der Hetze gegen Flüchtlinge“.

Faktenwidriges Geschwätz zur Migration

Man merkt diesem abgehobenen und faktenwidrigen Geschwätz an, dass Pahlke einmal wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Claudia Roth war. Auch sein SPD-Kollege Hakan Demir behauptete rundheraus, es sei „wissenschaftlich falsch“, von „Pull-Faktoren“ zu reden. Wenn es so wäre, „dann wären alle Ukrainer sofort nach Deutschland gekommen“, meinte er in seiner verqueren Logik.

Die weit über eine Million alleine ukrainischer Flüchtlinge, die alleine bis August nach Deutschland kamen, sind ihm offenbar noch viel zu wenig.  Auch von der Unqualifiziertheit der meisten Flüchtlinge und daraus resultierenden Nichteignung zur Behebung des Fachkräftemangels scheint er noch nichts gehört zu haben. Für die Union sei „ein Geduldeter ein Pull-Faktor, für uns eine Chance auf dem Arbeitsmarkt“, schwadronierte er weiter.

Lindh als Gipfel der Dummdreistigkeit

Der SPD-Abgeordnete Helge Lindh schoss den Vogel an Dummdreistigkeit ab, als er die Union dafür kritisierte, der Ampel-Regierung einen „Sonderweg“ in der Migrationspolitik zu haben, weil diese, anders als alle anderen Länder in Europa, die Grenzen nicht nur nicht schließen, sondern weiter öffnen wolle. „Sonderweg“ sei, so Lindh, die Sprache der Nationalsozialisten. Adolf Hitler habe jenen „Sonderweg“ der Deutschen angestrebt, der dann in den Abgrund führte.

Für diese unerträglich dumme Entgegnung berief er sich auf den Bielefelder Sozialhistoriker Hans-Ulrich Wehler. Zudem erklärte Lindh, es sei unredlich zu behaupten, dass abgelehnte Asylbewerber „Schmarotzer sind“. Dass dies niemand behauptet hatte, störte ihn in seinem Furor nicht. Auch die Linken-Abgeordnete Gökay Akbulut wollte nicht nachstehen und erklärte: „Niemand verlässt sein Land, um hier wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt zu werden.“

„Fischen in braunen Gewässern“ und andere Hetze

Die Union fische „in braunen Gewässern“, und: „Wer Rassisten nach dem Mund redet, macht sie nur noch stärker“. Die grüne Katrin Göring-Eckard ritt dann das derzeit liebste Steckenpferd ihrer Partei, indem sie behauptete, wer wie Merz von „Sozialtourismus“ rede, betreibe die Sache Wladimir Putins. Dieser ist seit langem der bevorzugte Generalsündenbock der Grünen, um ihm von der Energiekrise bis zur Massenmigration alles anzuhängen, was vor allem die Grünen an politischen Katastrophen verursacht haben. „Push und Pull“, seien „eingebildete Faktoren“, wie eine „eingebildete Krankheit“ und „Quatsch“.

So versuchte die Linke wieder mit vereinten Kräften, die verheerenden kulturellen und sozialen Folgen der ungezügelten Massenmigration zu leugnen, indem sie sie ganz und gar abstritt, ins Gegenteil verkehrte und alle, die anderer Meinung sind, mit unsäglich dummen Nazi-Vergleichen verunglimpfte. Dass sie damit seit Jahren zur völligen Banalisierung dieses Begriffes beiträgt, zeigt einen weiteren Aspekt ihrer absoluten Verantwortungslosigkeit. (DM)

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