Foto: Lufthansa Technik AG – Fotograf: Jan Brandes

Während Bürger weder ein noch aus wissen: Lufthansa übergibt neues Regierungsflugzeug mit Sonderausstattung

Die Lufthansa hat am Mittwoch den Berliner Deutschlandvernichter ein funkelnagelneues Langstrecken-Flugzeug für ihre ach so wichtigen Dienstreisen übergeben. Während die Bürger demnächst nicht mehr wissen, wie sie ihr Leben bestreiten sollen, ist der neue Airbus A350 nur ein kleiner Teil einer Milliarden-Bestellung bei Lufthansa.

Am Mittwoch übergab die Lufthansa ein neues Regierungsflugzeug des Typs Airbus A350 an die Flugbereitschaft der Bundeswehr. Es soll künftig Deutschlandvernichter wie Bundeskanzler Olaf Scholz, seine Minister oder auch Bundestagsabgeordnete durch die Welt jonglieren. Das Flugzeug mit dem taktischen Kennzeichen 10+01 wird in Kürze die „weiße Flotte“ der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) für den politisch-parlamentarischen Flugbetrieb auf der Langstrecke verstärken, teilt Lufthansa stolz wie Bolle in einer Pressemitteilung mit.

Der A350 ist eines der modernsten Verkehrsflugzeuge. Der zweistrahlige Jet hat eine durchschnittliche Reichweite von 15.000 Kilometern. Bei der Ausstattung des neunen Regierungsfliegers wurde ebenfalls nicht gekleckert, sondern so richtig hingeklotzt: Der Innenraum des neuen Regierungs-Airbus verfügt laut Lufthansa über einen baulich abgetrennten Teil für den „politisch-parlamentarischen Flugbetrieb“. Die Damen und Herren der Regierung können dabei erstmals eine neuartige Sonderausstattung nutzen, welche die Lufthansa als „vollwertige Regierungskabine“ bezeichnet. Dort stehen Kanzler, Ministerinnen und anderen Amtsträgern etwa Konferenzräume zur Verfügung. Der Rest des Flugzeugs ist für die mitreisende Delegation gedacht

Die Regierungsluftkutsche ist eines von drei  Regierungsmaschinen, das sich die Bundesregierung mit 1,2 Milliarden Euro Steuergeld gönnt. Ein erster A350 wurde bereits 2020 ausgeliefert, er verfügt aber nicht über die topchic, neuartige Regierungskabine. Getauft wurde der Regierungsbomber laut Lufthansa auf den Namen Konrad Adenauer.

Die Neuanschaffungen seinen laut Medienberichten dringend notwendig gewesen, da die Flotte der Regierungsflieger seit Jahren durch Pannen von sich reden macht. Zuletzt musste der bedauernswerte Finanzminister Christian Lindner Mitte Oktober wegen eines Defekts seine Rückreise aus Washington mit einem popligen Linienflug antreten. Und auch das Söhnchen von Bundesverteidigungsministerin Lambrecht kann beim nächsten Flug mit Mama Fotos aus dem nigelnagelneuen Regierungsflieger posten.

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