Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)

Krise auf den Intensivstationen – dank Lauterbach

Auf einem Treffen von 5.800 Notfall- und Intensivmedizinern der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) in Hamburg wurde die katastrophale Politik von Karl Lauterbach gleich mehrfach entlarvt. Zum einen wurde festgestellt, dass derzeit weniger als 1000 Corona-Patienten auf den Intensivstationen lägen. Vor einem Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 5.500. Die überwältigende Mehrheit der meist älteren Corona-Intensivpatienten komme zudem nicht wegen Corona, sondern mit dem Virus auf die Stationen, wo sie wegen anderer Krankheiten, wie etwa Krebs behandelt.

Schwerkranke Covid-Patienten sind eher eine Seltenheit“, berichtete der Stefan Kluge, der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Kluge führt zwar ausgerechnet die Impfungen als „Game-Changer“ an, daneben aber auch die wesentlich milderen Krankheitsverläufe der Omikron-Variante. Zudem sei derzeit keine „keine Virusform in Sicht, die schwerer krank macht“. Für die von Karl Lauterbach für den Winter (wie zuvor für jede andere Jahreszeit) herbeigefaselte Corona-Welle gibt es wieder einmal nicht die geringsten Anzeichen.

Schreckensregiment Lauterbachs

Kluge kündigte an, dass die Divi ihre Zahlen fortan separiert nach „mit“ und „wegen“ Corona auf den Intensivstationen liegenden Patienten angeben werde. Man fragt sich, wieso dies nicht schon längst geschehen ist. Mit den entsprechenden Zahlen wäre es Lauterbach schon das ganze Jahr über wesentlich schwerer gewesen, sein Schreckensregiment aufrechtzuerhalten.

Das Hauptproblem sei, so der Direktor der Unfallchirurgie an der Universitätsklinik Magdeburg, Felix Walcher, sei nicht Corona, sondern der Personalmangel an den Kliniken. Die Belegschaften seien in den vergangenen Jahren „über die Maßen hinaus“ belastet gewesen. Deshalb würden viele ihre Arbeitszeiten reduzieren oder ihren Beruf sogar ganz aufgeben. Obwohl sich die Corona-Situation immer mehr entspannt, sind die Kliniken völlig überlastet. Laut Divi sei der Anteil der freien Betten auf den Intensivstationen vielerorts auf unter zehn Prozent gefallen.

Personalmangel katastrophal

Ein Grund dafür sei, dass wegen des Personalmangels derzeit ca. 2.000 Intensivbetten weniger betreut werden könnten als vor einem Jahr. Die Situation sei „deutlich angespannt“ warnte Divi-Präsident Gernot Marx. Noch extremer ist die Lage an den Kindekliniken. Diese werden derzeit von Patienten überrannt, die an dem RV-Virus leiden, das die Atemwege angreift. Eine Divi-Umfrage hatte kürzlich ergeben, war in 43 von 110 Kinderkrankenhäusern kein einziges Bett mehr auf der Normalstation frei war. Rechnerisch gebe es nur noch 0,75 freie Betten pro Klinik, also weniger als eines pro Standort, alarmierte der Verband.

Jede zweite Klinik habe in den letzten 24 Stunden mindestens ein Kind ablehnen müssen. Dies sei eine „katastrophale Situation“, sagte Divi-Generalsekretär und Kinder-Intensivmediziner Florian Hoffmann. Michael Sasse, der Leitende Oberarzt der Kinderintensivmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erklärte sogar: „Kinder sterben, weil wir sie nicht mehr versorgen können“.

Kinder sind die Leidtragenden

Auch diese Situation geht auf das Konto Lauterbachs. Weil er in seinem Corona-Wahn gegen den ausdrücklichen Rat fast sämtlicher Fachleute seine absurde Impfpflicht in Pflegeeinrichtungen durchsetzte, die er dann letzte Woche mit der lapidaren Bemerkung abräumte, dass die Impfung nicht mehr vor Ansteckung schützen würde (was sie noch nie getan hat), konnte sich der ohnehin schon extreme Personalnotstand in der Pflege überhaupt derart verschärfen.

So müssen diesen nun die durch das Corona-Regime ohnehin schon am schlimmsten bestraften Kinder nun abermals ausbaden, weil sie nicht ausreichend betreut werden können. Auch das muss der verheerenden Bilanz also hinzugefügt werden, die Lauterbach in dem knappen Jahr seiner Amtszeit zu verantworten hat. (DM)

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