Elon Musk (Bild: shutterstock.com/Rokas Tenys)
Elon Musk und Twitter: Im Fadenkreuz der Globalisten (Bild: shutterstock.com/Rokas Tenys)

„Twitter-Files“: Die selbsternannten Qualitätsmedien glänzen mit Arbeitsverweigerung

Vor der Übernahme durch Elon Musk war der mutmaßlich weltgrößte Messengerdienst „Twitter“ zu einem einzigen, gigantischen linken Schweinestall degeneriert. Das steht am heutigen Tage unwiderlegbar fest. Die selbsternannten Qualitätsmedien ignorieren es dennoch so gut sie können. Das ist kein Wunder.

von Max Erdinger

Die von Matt Taibbi im Auftrag von Elon Musk veröffentlichten „Twitter-Files“ über die (nunmehr beendeten) Zensurpraktiken dort, werfen ein grelles Schlaglicht auf die „Schönheit“ des linken Geistes. Hadmut Danisch hat es trefflich so formuliert:

Twitter war komplett von Linken durchseucht, die da nach dem Willkür- und Korruptionsprinzip auf dem kleinen Dienstweg zensiert haben, was links nicht in den Kram passt. Twitter war zu einer riesigen Zensurmaschine geworden, die von den Linken kontrolliert und gesteuert wurde, damit auf Twitter alles in den Plan der Linken passte und die Wahlkämpfe so liefen, wie sie sollten.

Man hat die öffentliche Wahrnehmung systematisch zugunsten der Demokraten-Partei/Joe Biden (Demokraten kann man sie nicht nennen, denn das sind sie ja nicht) verbogen und zensiert.

Und hier erzählen uns die – ebenso links kontrollierten – Medien, es sei völliger Quatsch, nur krude Verschwörungstheorie, von manipulierten Wahlen in den USA zu sprechen.

Und eben dieses Prinzip, dass der Laden von korrupten Linken unterwandert und übernommen wird, die poltisch agieren und die Geschäftsführung faktisch entmachten, das ist auch in Deutschland zu beobachten, bei Presse und Rundfunk.

Exakt so ist das. Wenn man bei Google als Suchphrase „Twitter-Files“ eingibt, bekommt man lediglich ein paar Resultate angezeigt, darunter kaum deutsche. Wenn man von Danisch einmal absieht, stößt man als erstes auf die „Berliner Zeitung„. Doch auch dort wird versucht, die Sache tiefer zu hängen. Dabei kann man sie gar nicht hoch genug hängen. Die „Twitter-Files“ offenbaren nämlich nicht nur, wie bei Twitter – und auch bei Facebook – die Weiterverbreitung der im Oktober 2020 von der New York Post veröffentlichte Story um den Laptop von Hunter Biden systematisch verhindert wurde (inklusive Sanktionen gegen ihre verhinderten Multiplikatoren), sondern da geht es um sehr viel mehr, anders, als die „Berliner Zeitung“ glauben machen will. Es geht nicht nur um die dubiosen Ukraine-Deals von Hunter Biden und seine Porno- & Drogenfotos, sondern um die systematische Unterdrückung eines demokratischen Meinungsaustauschs. An dieser Unterdrückung waren nicht nur Linke bei Twitter beteiligt, sondern auch staatliche Stellen in den USA. Die NSA zum Beispiel, aber auch das Weiße Haus und die Parteizentrale der US-Demokraten. Über spezielle „Regierungs-IDs“ konnten die sich einen erweiterten Zugang zu Twitter verschaffen, um in der Folge die Löschung von Tweets oder ganzer Twitter-Accounts zu fordern. Bei Twitter kam man diesen Forderungen – wenn sie von dort kamen –  jedesmal nach. Meta-Chef und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte vor einiger Zeit bei Joe Rogan schon erzählt, weshalb die Weiterverbreitung der tatsächlich wahren Reportage über Hunter Bidens Laptop in der „New York Post“ auch bei Facebook verhindert worden war. Weil das FBI Facebook kontaktiert hatte und gegen besseres Wissen davor warnte, bei der Geschichte handle es sich um „russische Desinformation“.

Aber selbst dann, wenn die nunmehr veröffentlichten „Twitter-Files“ nicht mehr hergegeben hätten als Erkenntnisse über den Umgang mit Hunter Bidens Ukraine-, Sex- & Drogengeschichten, wäre es immer noch so, daß ihre Bekanntwerdung den jetzigen US-Präsidenten Joe Biden verhindert hätte. Man erinnere sich an den Bohei um die Praktikantenstory von Bill Clinton und Monica Lewinsky vor mehr als 20 Jahren. Ganz Amerika war in Aufruhr. Clinton sollte sogar „impeached“ werden deswegen.

Das Hauptproblem ist aber gar nicht die Unterdrückung dieser Hunter-Biden-Story der New York Post in den sozialen Netzwerken kurz vor der US-Wahl 2020, sondern das systematische Eingreifen von Behörden in die Kommunikation freier Bürger im ach-so-werthaltigen Wertewesten. Es handelt sich um einen Anschlag auf das, was die demokratische westliche Wertewelt als ihren Unterschied zu autokratischen und totalitären Regimen weltweit beschreibt: Die Redefreiheit, in den USA das 1st Amendment, also den ersten Zusatzartikel der Verfassung. Der ist Bestandteil des amerikanischen Grundrechtekatalogs. Dieser Anschlag lief bei Twitter unter der Bezeichnung „Partner-Program“. Die dazugehörigen „Backdoor-Logins“ mit einer Regierungs-ID gibt es am heutigen Tasge noch, wie Elon Musk in einem kurzen Telefongespräch mit Clayton Morris einräumte. Musk erklärte, da er erst seit etwa einem Monat Besitzer von Twitter sei, habe er sich mit diesem Problem noch nicht ausführlich genug befasst, um sich abschließende Gewissheit über dessen Rechtmäßigkeit zu verschaffen. Allerdings habe er Twitter weitgehend von sogenannten Bots gesäubert, virtuellen Existenzen also, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt, obwohl ihre „Ansichten“ weiterverbreitet werden.

Fox Carlson James Woods
James Woods bei Tucker Carlson – Screenshot YouTube

Der US-Schauspieler James Woods, dessen Twitter-Account ebenso wie der des 45sten Präsidenten der USA von Twitter verbannt worden war, sprach in einem Telefon- Interview mit Tucker Carlson eben wegen der Wichtigkeit des ersten Zusatzartikels in der US-Verfassung – als dem Stoff, der das amerikanische Selbstverständnis definiert -, davon, daß Elon Musk mit der Veröffentlichung der Twitter-Files womöglich „Amerika gerettet“ habe. Ihrer Idee nach hat Musk die „Neue Welt“ mit der Veröffentlichung der Files tatsächlich noch einmal gerettet. Woods schwor außerdem, daß er sich diejenigen gerichtlich zur Brust nehmen würde, die ihn seines Grundrechts auf Redefreiheit beraubt hätten. Und Woods wird nicht der einzige bleiben.

Die „Twitter-Files“ zwingen schon jetzt dazu, ein Impeachment gegen Joe Biden anzustrengen. Im Vergleich zu dem, was da gelaufen ist, war Richard Nixons Watergate-Affäre in den frühen Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts ein Kindergeburtstag. Und oh Wunder: Damals wurden auch jene zwei Journalisten noch weltberühmt, die den Watergate-Skandal aufgedeckt hatten: Bob Woodward und Carl Bernstein. Deren Geschichte hinter der damaligen Reportage in der „Washington Post“ wurde sogar verfilmt und ein Bestseller. Der Film kam 1976 heraus und trug in Deutschland den Titel „Die Unbestechlichen“. Bei den Oscars 1977 wurde er in gleich vier Kategorien als bester Film des Jahres prämiert. Die Hauptrollen spielten keine Geringeren als Robert Redford und Dustin Hoffman.

Mediale Arbeitsverweigerung in Deutschland

In den USA findet die Veröffentlichung der „Twitter-Files“ erheblich mehr mediale Resonanz als etwa in den deutschen „Qualitätsmedien“. Und das, obwohl das Thema in Deutschland und der EU nicht mindergroße Relevanz hat. Die selbsternannten „Qualitätsmedien“ – ARD & ZDF ausdrücklich eingeschlossen – erwecken den Eindruck, als verstünden sie sich in dieser Angelegenheit wie querschnittsgelähmte Dackel, die zur Jagd getragen werden wollen. Das ist allerdings nur zu verständlich. Schließlich konnte man sich schon seit 2017, als das unselige NetzDG beschlossen worden war, des Eindrucks nicht erwehren, daß man bei den selbsternannten Qualitätsmedien ganz froh darüber gewesen ist, per NetzDG vor einer Störung bei der Verbreitung der eigenen Wunschnarrative einigermaßen geschützt worden zu sein. Und diesen Schutz per „uabhängiger“, tatsächlich aber meist „schwerstabhängiger Faktencheckerei“ würden die selbsternannten Qualitätsmedien natürlich ungern verlieren. Deshalb diese seltsame Stille im Blätterwald, wenn es um die „Twitter-Files“ geht.

Das ändert aber nichts an der Notwendigkeit, im Interesse von Informationsfreiheit, Redefreiheit und der generellen Pflege jener vielbeschworenen „westlichen Werte“, die der Original Oberukrainer angeblich verteidigt, endlich auszumisten in jenem linksmedialen Augiastall, der sich im Lauf der Zeit durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Regierung mit einer fast komplett entklöteten und servilen „vierten Gewalt“ herausgebildet hat. Womöglich ist dieses Stall-Phänomen in Deutschland sogar noch ausgeprägter als in den USA. Die sozialen Netzwerke sind schließlich die modernen Marktplätze und Waschhäuser von anno dazumal. Es gibt nicht den geringsten Grund, der Regierung und ihren Hofberichterstattern zu gestatten, das Gerede auf den Marktplätzen und den Waschhäusern unter ihre Kontrolle zu bringen. Der ach-so-demokratische Souverän kommuniziert wie und mit wem er will, ohne daß er einen Vormund braucht.

Trotz der überaus verdienstvollen Veröffentlichung der „Twitter-Files“ im Auftrag Elon Musks und der Reetablierung von Redefreiheit im Rahmen der bestehenden Gesetze bildet sich der EU-Kommissar Thierry Breton ein, er dürfe Musk mit einer EU-weiten Abschaltung von Twitter oder mit Strafzahlungen drohen, wenn der z.B. den Account von Donald Trump wieder freischalte. Besser läßt sich kaum illustrieren, wie weit die „westlichen Werte“ gediehen sind und wofür sich eine EU-Funktionärsschranze wie Breton hält, obwohl diese ganze Eurokratie nichts weiter mehr ist als das eitrige Furunkel am Allerwertesten der europäischen Nachkriegsgeschichte.

Also was ist jetzt, ihr selbsternannten Qualitätsmedien? Geht jetzt endlich mal was, oder wollt ihr euch bis ganz zum Schluß nach dem Prinzip „Duck & Cover“ unter euren Schreibtischen verstecken, auf daß euch die Wahrheit möglichst nicht auf den Kopf falle? – Meine Verachtung für diese „Qualitäts“-Schreibsen, wie sie arttypisch beim Relotiusblättchen versammelt sind, kennt allmählich keine Grenzen mehr. Und wer die GEZ für jene degoutante Veranstaltung noch entrichtet, die hierzulande als ARD & ZDF daherkommt, macht sich inzwischen schon fast der Komplizenschaft schuldig.

 

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