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Als der Pfizer-Chef kalt erwischt wurde

Der mächtige Chief Executive Officer des US-Pharmakonzerns Pfizer, Albertos „Albert“ Bourla, hat wahrscheinlich in seinem ganzen Leben noch nie ein ungeplantes Medieninterview gegeben. Bis vorgestern, als er in Davos von dem kanadischen Moderator und Aktivisten Ezra Levant und seinem Kollegen Avi Yemini auf offener Straße kalt erwischt wurde. Die beiden Journalisten stellten ihm insgesamt 29 Fragen zu seinem „Corona-Impfstoff“. Die stummen „Antworten“ des Pfizer-Chefs gehen im Internet gerade viral.

Anders als die vasallentreuen Medien in Deutschland, berichten ausländische durchaus kritisch über das Reiche-und-Mächtige-Stelldichein in Davos. So die kanadischen Moderatoren und Aktivisten Ezra Levant und sein Kollegen Avi Yemini von Rebel News, die sich im Moment in Davos tummeln und unbequeme Fragen stellen.

Ihnen lief einer der mutmaßlich „meistgehassten Männer der Welt“ ins offene Mikrofon. Seit drei Jahren wähnen sich Bourla und Co unter „Freunden“, denn seit Beginn der Pandemie hat ihnen noch kein Journalist wirklich auf den Zahn gefühlt. Doch bei seinem gemütlichen Spaziergang durch das winterliche Davos ging es ihm unverhofft an den Kragen.

Auf der Internetseite von Rebel News beschreibt Ezra Levant das „Interview“ wie folgt: „Ich ging direkt auf ihn zu und fing an, ihm die Fragen zu stellen, die sich sicherlich Millionen von Menschen seit Jahren stellen. Und einen Moment später gesellte sich Avi hinzu, was es zu einer Art wandelnder Pressekonferenz machte. Und Bourla konnte keine einzige Frage beantworten.

Alles, was wir den Pfizer-CEO seit drei Jahren fragen wollten – angefangen mit – wie sehr er persönlich von der Pandemie profitiert hat, wie viel er andere bezahlt hat, um für seine Impfstoffe zu werben, bis hin zu wichtigen Fragen darüber, wann er wusste, dass seine Impfstoffe die Übertragung nicht stoppen konnte, und warum er es geheim hielt, wurde in 29 Fragen an Bourla herangetragen. Allein: keine der 29 Fragen wollte oder konnte der Pfizer-Chef beantworten.“

Levant klärt auf: „Wissen Sie, hier beim Weltwirtschaftsforum gibt es Hunderte von „akkreditierten“ Journalisten – die größten Namen der Nachrichtenbranche, von CNN bis zur New York Times. Aber Sie müssen verstehen: Sie sind alle als WEF-Mitglieder hier, nicht um das WEF zur Rechenschaft zu ziehen. Sie sind im Team von Pfizer. Sie würden Pfizer niemals eine schwierige Frage stellen. Ich glaube wirklich nicht, dass ihr CEO wusste, was ihn heute getroffen hat.“

 

(SB)

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