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„Brüder, Brüder, wir müssen ziehen in den Krieg!“

Es fällt zunehmend schwer zu glauben, dass sich Deutschland noch nicht im offenen Krieg mit Russland befindet. Dass die deutsche Außenministerin und Kobold-Expertin behauptet, dass sich Deutschland im Krieg mit Russland befindet, könnte man wohlwollender Weise mit ihrer sprichwörtlichen Naivität erklären, einen Ausrutscher feministischer Außenpolitik. Vermutlich liegt ja Russland auch „hunderttausende von Kilometern“ entfernt.

Von CONNY AXEL MEIER für P.I.NEWS

Dass jetzt deutsche Kampfpanzer zur Unterstützung des hybriden Krieges in der Ukraine geschickt werden sollen, ändert nichts am Ausgang des Krieges, kostet aber zusätzlich unzähligen Menschen das Leben. Daher ist die regierungsamtliche Erklärung, Panzer würden Leben retten, derart absurd, dass es keines weiteren Kommentars bedarf.

Es stellt sich indes die Frage, was die NATO macht, wenn ihnen die Ukrainer ausgehen. In der Ukraine wird derzeit alles, was ein Gewehr in der Hand halten kann und sich nicht mit viel Bestechungsgeld freikaufen kann, als Kanonenfutter an die Front geschickt. Vor allem die ethnischen Minderheiten sind davon betroffen. Im verlorenen Kampf um Soledar fielen viele ethnische Ungarn aus Transkarpatien im Kampf.

Nachdem die Neufassung des Volksverhetzungsparagrafen §130 StGB unlängst so umgestaltet wurde, dass praktisch nur noch Äußerungen zu regierungskonformen Völkermorden straflos bleiben, zitiere ich lieber den russischen Botschafters in Deutschland, Sergej Netschajew, auf Telegram:

„Die Entscheidung Berlins zur Lieferung von schweren Kampfpanzern ist äußerst gefährlich, sie bedeutet, dass die Bundesrepublik ihr Bekenntnis zur historischen Verantwortung für gräuelhafte Verbrechen endgültig aufgibt, die vom Nationalsozialismus im Großen Vaterländischen Krieg an unserem Volk begangen wurden und keine Verjährung kennen… Diese Entscheidung macht das restliche gegenseitige Vertrauen zunichte, fügt den deutsch-russischen Beziehungen, deren Zustand ohnehin bedauernswürdig ist, einen irreparablen Schaden zu und lässt auf unabsehbare Zeit an ihrer Normalisierung zweifeln.“

Nun macht es in der Tat keinen Unterschied, ob in den zu liefernden Leopard-Panzern, die gen Moskau rollen, ukrainische Soldaten, Söldner oder Bundeswehrangehörige sitzen. Die militärischen Auswirkungen wären dieselben, die politischen aber keinesfalls. Ein Verhandlungsfrieden, den die grünen Deutschland-Zerstörer so vehement ablehnen, rückt in noch weitere Ferne als je zuvor. Die „Ostfront“ rückt näher. Die Bundesregierung sollte ernst nehmen, was der Botschafter sagt. Der Russland-Feldzug Deutschlands im Zweiten Weltkrieg ist noch nicht solange her, als dass die russische Bevölkerung das emotionslos hinnehmen würde.

Bei der anhaltenden Kriegstreiberei steht Deutschland beileibe nicht alleine da. Der NATO-Partner Polen geht noch einen Schritt weiter. Obwohl die Polen von der Bundesregierung die abenteuerliche Summe von eintausendreihundert Milliarden Euro als Schadenersatz (Wofür? Für die annektierten schlesischen, pommerschen und preußischen Gebiete?) fordern, drohten sie schon, Leopard-Panzer ohne die Genehmigung aus Deutschland an die Ukraine zu liefern. Lech Walesa, der ehemalige polnische Präsident, rief sogar dazu auf, Russland „fertigzumachen“. Er betonte, dass „die Polen und die Deutschen der jetzigen Generation, die einzigartige Chance hätten, Russland und China „zu erledigen“. Wörtlich fügte er hinzu:

„Den Deutschen muss erklärt werden, dass es mit Moskau immer Probleme gab. Die Polen wissen da besonders gut Bescheid!“

Von Atomwaffen scheint der gute Walesa anscheinend noch nie gehört haben und einen Atomkrieg, der zur Vernichtung Europas führen würde, kann er sich nicht vorstellen. Eine furchtbare Vorstellung!

Der vernünftige Beobachter wünscht sich Frieden in Europa! Die derzeitige von Regierung und auch der CDU/CSU-Opposition geschürte Kriegshysterie erinnert an die Vorkriegszeit 1914. Diese führte ins Verderben!

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein württembergisches Volkslied gesungen, das in der heutigen Zeit an Aktualität gewinnt. Der Autor hofft, dass es nicht so kommt. Es soll zur Warnung dienen. Hier die ersten beiden Strophen:

Brüder, Brüder, wir müssen ziehen in den Krieg.
Wer weß, wann wir ziehen in den Krieg?
Wer wird den Tag erforschen,
Wer wird den Tag erforschen,
Wann wir ziehen in den Krieg?

Brüder, Brüder, jetzt gehts in den Krieg
Wer kann sagen was da geschieht?
Wer kann den Tag erforschen
Wer kann den Tag erforschen
wenn wir kommen aus dem Krieg?

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