Foto: Maren Winter/Shutterstock

Will die “Erpresser-Gewerkschaft” Verdi uns aushungern?

Die eine Versorgungskrise geht, die andere Versorgungskrise kommt: Wegen des von Verdi und EVG geplanten Streiks im Verkehrssektor am kommenden Montag warnt der Bundesverband Güterverkehr und Logistik (BGL) vor einem Versorgungschaos und fordert die Aufhebung des Lkw-Fahrverbots am Sonntag. “Verdi streikt gegen den Willen von Millionen Bundesbürgern”, sagte Verbandspräsident Dirk Engelhardt der “Bild” (Freitagausgabe). Der Streik werde auch viele Lkw-Fahrer und -Fahrten massiv treffen.

“Es droht Versorgungschaos und ein Schaden von zig Millionen, wenn Waren nicht rechtzeitig geliefert werden können.” Engelhardt sagte, Verdi nötige Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) zum Handeln. “Es wäre daher sinnvoll, wenn Verkehrsminister Wissing das Fahrverbot für Lkw an diesem Sonntag aufheben würde. Das könnte viel von dem Chaos und dem Schaden für die Wirtschaft abmildern, den Verdi anrichten will”, sagte Engelhardt.

Und es sieht wirklich übel aus:

Die Deutsche Bahn hat für Montag, den 27. März, die Einstellung des gesamten Fernverkehrs angekündigt. Auch bei DB Regio soll “größtenteils” kein Zug fahren. Anlass dafür ist der ganztägige und flächendeckende Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).

Bereits am Sonntagabend sollen laut Aussagen der Gewerkschaft erste Auswirkungen durch streikende Mitarbeitende möglich sein. Am Dienstag sollen zudem noch zahlreiche Züge ausfallen. Die Deutsche Bahn bittet die Fahrgäste, wenn möglich ihre für den 27. März geplanten Fahrten im Fern- und Nahverkehr vorzuziehen oder die Reise später anzutreten.

Alle Fahrgäste, die ihre für den Zeitraum vom 27. bis zum 28. März geplante Reise aufgrund des Streiks der EVG verschieben möchten, können ihr bis einschließlich Donnerstag, den 23. März gebuchtes Ticket für den Fernverkehr “ab sofort” bis einschließlich Dienstag, den 4. April, flexibel nutzen. Sitzplatzreservierungen könnten kostenfrei storniert werden, teilte die Bahn mit. Man werde “so schnell wie möglich über die Auswirkungen des EVG-Streiks informieren” und eine Streikhotline einrichten.

Der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Michael Theurer (FDP), hat derweil vor dem Bahnstreik am Montag an die Tarifparteien appelliert, ein Verkehrschaos am kommenden Montag möglichst zu vermeiden. “Infrastruktur ist zentral für die Funktionsfähigkeit unseres Landes”, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium der “Rheinischen Post” (Freitagausgabe). “Alle Beteiligten haben jetzt die Aufgabe, bei dem Tarifkonflikt Maß zu halten und sich entsprechend ihrer Verantwortung zu verhalten. Ich appelliere an die Tarifparteien, ein komplettes Verkehrschaos zu vermeiden”, sagte Theurer. “Die Verkehrsbetriebe müssen jetzt Vorkehrungen treffen, damit der Streik nicht vollends zu Lasten der Bevölkerung geht”, so der FDP-Politiker. Verdi und die Bahn-Gewerkschaften haben für kommenden Montag zum generellen Bahnstreik aufgerufen, auch Busse und Flughäfen werden bestreikt.

Wer dermaßen die Infrastruktur und damit die Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln riskiert, der könnte auch als Erpresser Karriere machen. Zumal sich die Lohnerhöhungen dann logischerweise auf die Preise auswirken. Der Dumme ist also wie immer der Bürger. (Mit Material von dts)

0e1aeb216b22431883780d9593565004

Entdecke mehr von Journalistenwatch

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen