Katastrophale ökologische Folgen: Offshore-Windkraftanlagen (Foto:Imago)

Schöne grüne Welt: Nord- und Ostsee werden durch Windkraft großflächig ruiniert

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In ihrem Wahn, die Nordsee zum „größten Freiluft-Kraftwerk der Welt“ auszubauen, nehmen nicht nur die Bundesregierung, sondern auch andere Anrainerstaaten die Zerstörung eines ganzen Ökosystems achselzuckend in Kauf. Dass man mit der Nordsee angeblich das „Energie-Powerhouse quasi vor der Haustür“, wie Bundeskanzler Olaf Scholz faselte, ist ihnen Grund genug dafür. Im Namen vermeintlich „klimafreundlicher“ Energien, die nicht ansatzweise ausreichen, um den Energiebedarf zu decken, werden die Umwelt und der Lebensraum von Tieren skrupellos vernichtet.  Mehrere Zehntauend Pfeiler mit einer Höhe von 150 Metern werden in den Boden gerammt, künstliche Inseln als Verteilerstationen angelegt. Auf der deutschen Nordsee soll es bis 2045 mehr als achtmal so viel Windkraft geben wie heute. Am Mittwoch versteigerte die Bundesnetzagentur für 12,6 Milliarden Euro vier Flächen für Windparks vor der deutschen Küste. Der Öffentlichkeit wurde verkauft, dass damit massive Strompreissenkungen einhergehen werden. Tastsächlich müssen jedoch erst einmal über 100 Milliarden Euro in den Netzausbau investiert werden, sodass Verbraucher am Ende froh sein können, wenn keine Preiserhöhung dabei herauskommt.

Dass Windräder zum massenhaften Tod von Vögeln  und Fledermäusen führen, ist längst erwiesen. Und die Tiere, die die Windparks umfliegen, flüchten in andere Gegenden, wo sie dann in Konflikt mit anderen geraten, was ihre Fortpflanzungschancen reduziert. Dies gilt besonders für die ohnehin bereits bedrohte Art der Seetaucher.  Doch es gibt nicht gravierendere Auswirkungen: Corinna Schrum, die Leiterin des Instituts für Küstensysteme am Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht bei Hamburg, weist zudem darauf hin, dass die Windkraftanlagen der Atmosphäre massenhaft Energie entziehen.

Ökologische Katastrophe

Hier werde, „ganz großes Geoengineering“, also massive Eingriffe in die Erdkreisläufe praktiziert. Hinter den Windrädern entstehen nämlich Zonen, in denen die Atmosphäre und das Wasser völlig durcheinandergewirbelt werden. Der Wind wird um bis zu 20 Prozent reduziert, die Meeresströmungen verringern sich um bis zehn Prozent in den Kernzonen, an den Rändern schneller. Sauerstoff und Nährstoffe sinken an einer Stelle und steigen an anderen. Diese Effekte, seien, so Schrum, bis zu hundert Kilometer hinter den Turbinen zu spüren. Wärme, Salz-und Sauerstoffgehalt im Wasser wirken sich wiederum auf die darin liegenden Organismen aus. Dadurch gerät die gesamte Nahrungskette durcheinander. Dass die Windparks sich auch noch gegenseitig den Wind wegnehmen, hatte das Helmholtz-Zentrum Hereon schon vor zwei Jahren nachgewiesen. Das Fazit lautete damals, dass Wind in der Nordsee eine „limitierte Ressource“ sei. Die ohnehin unzuverlässige Energiequelle wird also auch noch mehr verknappt, je mehr Windparks errichtet werden, weil diese sich gegenseitig neutralisieren.

Solchen Erkenntnisse verweigert sich die Bundesregierung, die unbedingt die Erde retten und bedrohte Arten schützen will, jedoch beharrlich. Hier zeichnet sich ein weiteres Desaster einer rein ideologiegetriebenen Politik ab, die einen unermesslichen, nicht mehr korrigierbaren Schaden anrichtet.  Am Ende ergibt sich das düstere Bild einer grünen Dystopie: Kein Regen erreicht mehr das Land, Seevögel werden millionenfach geschreddert, bald gibt es keine Fische mehr, weil sie in die Fahrrinnen getrieben werden. Und Naherholung und Tourismus, entsprannter Nord- und Ostseeurlaube werden ebenso kaputt gemacht. Willkommen in der menschgemachten Hölle! (DM)

 

 

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