Foto: Manfred Weber (über dts Nachrichtenagentur)

Weber will “seine” EU gegen die AfD verteidigen

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Wenn jemand an den heiligen Gral der Union, die EU “pinkelt”, geht hier die Post ab:

EVP-Chef Manfred Weber (CSU) hat für den Europawahlkampf eine klare Kante gegen die AfD angekündigt. “CDU und CSU werden das Erbe von Adenauer, Strauß, Kohl und Merkel verteidigen”, sagte der CSU-Vize dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Dienstagausgaben). “Wir sind die Parteien Europas. Die AfD stellt für Deutschland und ganz Europa alles infrage, was Frieden und Wohlstand gebracht hat und spielt die Menschen gegeneinander aus. Wir müssen und werden weiter die harte Abgrenzung suchen.” Weber bezeichnete die AfD als den Feind der Union.

“Wer an den Grundwerten unseres Staates rüttelt und die EU zerstören will, der ist unser politischer Feind.” Weiter wies der CSU-Politiker die Kritik der AfD an der EU zurück. “Die Europäische Union muss immer wieder besser gemacht werden. Das ist unser Ziel”, sagte er. “Aber die Menschen leben heute in Frieden, Freiheit und Wohlstand im besten Europa, das es je gab. Frühere Generationen würden gerne mit uns heute tauschen.”

Wir durcheinander im Kopf muss man eigentlich sein, um zu behaupten, die Menschen in Europa leben heute alle in Frieden, Freiheit und Wohlstand? Weber kriegt von der Realität wohl wie viele seiner “Artgenossen” in Brüssel nichts mehr mit.

Frieden, Freiheit und Wohlstand hatten wir, bevor die EU all das zerstört hat. Bevor dieses bürokratische Monster, dass nur eine Elite durchfüttern und uns das Leben schwer machen soll, uns alles kaputt gemacht hat.

Aber auch in Thüringen ist man sauer, dass die AfD bei ihrem Europawahl-Parteitag auf Angriff geschaltet hat:

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat nach der Europawahlversammlung der AfD gefordert, die Partei stärker inhaltlich zu stellen. “Die AfD hat sich in Magdeburg teilweise in einen Rausch geredet und Anleihen bei nationalsozialistischer Sprache genommen”, sagte er dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Dienstagsausgabe). “Das ist entlarvend und muss einen mit Sorge erfüllen.”

Maier fügte hinzu: “Wir sollten allerdings ein stärkeres Gewicht auf die inhaltlichen Fragen legen als bisher. Wenn der EU-Binnenmarkt abgeschafft würde und es wieder Zölle gäbe, dann wäre das Teufelszeug für die Thüringer Wirtschaft.” Denn diese sei international tätig: “Ohne die EU wäre Thüringen nicht das, was es heute ist. Außerdem findet ein massiver Wettbewerb um ausländische Fachkräfte statt. Auch an der Stelle verbauen wir uns die Zukunft, wenn wir der AfD folgen.” Es gebe folglich genug Ansatzpunkte, um der AfD inhaltlich zu begegnen, so Maier.

Ein gefährliches Unterfangen, was schnell nach hinten losgehen könnte. Denn inhaltlich kann man der AfD nur ganz schwer an den Karren fahren. Da ist man mit “alles Nazis” doch eher auf der sicheren Seite. (Mit Material von dts)