Windkraft (Bild: shutterstock.com/Von juerginho)
Windkraft (Bild: shutterstock.com/Von juerginho)

Alarmzeichen? Siemens Energy will Wachstumstempo im Windgeschäft drosseln

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München – Klingt irgendwie ein wenig nach Ausrede: Siemens Energy will seine Wachstums- und Investitionspläne im Geschäft mit den erneuerbaren Energien zusammenstreichen. “Wachstumsfantasien sind nicht angesagt”, sagte CEO Christian Bruch dem “Handelsblatt” (Mittwochausgabe). Stabilität und Profitabilität hätten jetzt Priorität.

Siemens Energy hatte einen Quartalsverlust von knapp drei Milliarden Euro verkündet. Hauptursache sind Qualitätsprobleme bei Siemens Gamesa. Die Windkrafttochter habe eine neue Turbinengeneration sehr schnell auf den Markt gebracht, sagte Bruch.

“Wettbewerber haben sich da mehr Zeit gelassen und haben ihre Turbinen evolutionärer entwickelt.” Eine Windturbine könne man nicht mal eben entwickeln. “So etwas braucht Jahre.”

Bruch erklärte, dass er an der Windkraft festhalten wolle. Doch habe die Sparte einen massiven Investitionsplan gehabt. “Vielleicht investiere ich da jetzt erst mal nicht in drei zusätzliche neue Fabriken, sondern versuche erst mal, die bestehenden hinzubekommen.”

Der Dax-Konzern kann die Belastungen nach Einschätzung Bruchs finanziell und bilanziell verkraften. “Wir sind kein Sanierungsfall”, sagte er. Die Bilanz des Unternehmens sei gut und man könne aus eigener Kraft wieder profitabel werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt brauche Siemens Energy kein frisches Kapital, so Bruch.

Dann ist ja alles gut, oder? Vielleicht aber hat der Konzern erkannt, dass die Windkraft-Industrie eine sterbende Industrie ist. Auch, weil diese immer wieder subventioniert werden muss, nichts für oder gegen das Klima bringt, viel zu teuer und zu tödlich ist – und vor allen Dingen der Natur und der Umwelt schadet. Und wer setzt schon gerne auf ein totes Pferd. Nur die Grünen, aber dann wohl im Schweinsgalopp in Richtung Abgrund. Dort, wo sie hingehören.(Mit Material von dts)