Foto: Sahra Wagenknecht (über dts Nachrichtenagentur)

Wagenknecht-Hype soll wohl die AfD schwächen

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Das gab es wohl noch nie, dass eine noch nicht mal richtig gegründete Partei auf Anhieb so viele Wählerstimmen einkassieren kann. Es sieht also wohl eher danach aus, als ob diese Umfrage hier gerade zur rechten Zeit kommt, um die AfD auszubremsen.

Die neue Partei der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat laut einer Umfrage ein großes Wählerpotenzial: 27 Prozent der Wahlberechtigten könnten sich vorstellen, die Wagenknecht-Partei zu wählen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für “Bild am Sonntag”. 55 Prozent würden sie nicht wählen, 18 Prozent machten keine Angabe.

Besonders groß ist das Potenzial für Wagenknecht im Osten und bei AfD-Anhängern: So denken 40 Prozent der AfD-Wähler und 32 Prozent der befragten Ostdeutschen darüber nach, der neuen Partei ihre Stimme zu geben. Am kommenden Montag will Wagenknecht ihre Partei “BSW – Für Vernunft und Gerechtigkeit” in der Bundespressekonferenz vorstellen. Für die “Bild am Sonntag” hat Insa 1.002 Personen am 19. und 20. Oktober befragt.

Frage: “Sahra Wagenknecht will eine neue Partei gründen. Könnten Sie sich vorstellen, diese Partei zu wählen?”

Kaum zu glauben, dass die Ossis so nativ sind und sich eine neue SED wünschen, wo doch noch die alte, also die Partei Die Linke dort vor sich hingammelt. Und das die Wagenknecht-Partei ernsthaft die AfD schaden würde, ist wohl eher Wunschdenken. Sie wird, sollte sie es tatsächlich schaffen, bis zur nächsten Bundestagswahl eine echte Partei zu werden (mit Landesverbänden etc.), würde sie wohl eher die Wähler von SPD und Die Linke abfangen.

Das hätte natürlich was:

CDU 28 Prozent

AfD: 25 Prozent

Die Grünen: 15 Prozent

SPD: 10 Prozent

FDP: 4 Prozente

Freie Wähler: 6 Prozent

Die Linke: 4 Prozent

Sonstige Parteien: 8 Prozent

Dann könnten die Karten tatsächlich mal neu gemischt werden. (Mit Material von dts)