Insolvenz (Bild: shutterstock.com/Von photocrew1)
Insolvenz (Bild: shutterstock.com/Von photocrew1)

Die Pleitewelle in der Auto-Zuliefererbranche rollt unaufhaltsam

Am Mittwoch hat die nicht enden wollende Pleitewelle in der deutschen Automobilindustrie ein weiteres Opfer gefordert. Die1964 gegründete Firma Eissmann Automotive Deutschland GmbH und ihre deutschen Tochtergesellschaften haben beim Amtsgericht Tübingen einen Insolvenzantrag eingereicht. Dies liegt vor allem an der Umstellung der Automobilproduktion auf Elektromobilität. Dafür ist weniger Personal erforderlich, da Elektroautos aus weniger Teilen bestehen als Verbrenner. Die Sparzwänge geben die Hersteller oft an Zulieferer weiter, was diese immer mehr unter Druck setzt. Eissmann hatte sich in den letzten Monaten mit erfolglosen Sanierungsmaßnahmen um eine Bekämpfung der wirtschaftlichen Krise bemüht. „Die Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Monate konnten die Rezessionseffekte, diverse Inflationstreiber wie Energiekosten, Materialkosten oder die Zinsentwicklung nicht kompensieren“, teilte das Unternehmen mit, das einer der führenden Innenausstatter für Autos, etwa für Türverkleidungen, Instrumententafeln, Mittelkonsolen, Sitzrückenschalen oder Airbags ist.

Zuvor mussten bereits Zulieferer wie ZF Friedrichshafen, Continental, Michelin und Goodyear mussten bereits Arbeitsplätze abbauen und Standorte schließen. Damit stehen nun weitere 5000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Die Arbeitslosigkeit ist im Februar 2024 um 8.000 auf 2.814.000 gestiegen. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 11.000, im Vergleich zum Februar 2023 ist sie um unfassbare 194.000 höher – was von den zahlreichen Medien auch noch als lediglich “leichter Anstieg” bagatellisiert wurde. Die eigentliche Entlassungswelle ist dabei noch gar nicht angelaufen.  „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen im Februar zu und die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Arbeitskräften gibt nach“, erklärte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles.

In blinder Subventionshier dem Elektrowahn auf dem Leim gegangen

Nichts davon ist einem wirtschaftlichen Strukturwandel zuzuschreiben. Die Schuld liegt allein bei der Politik, die mit allen Mitteln das Elektroauto in den Markt drücken wollte, für das es ohne Subventionen jedoch schlicht keine nennenswerte Nachfrage gibt.  Akio Toyoda, der Vorstandsvorsitzende von Toyota, stellte kürzlich klar, dass Elektrofahrzeuge bestenfalls einen Anteil von 30 Prozent am Weltmarkt erreichen und niemals den globalen Automobilmarkt dominieren würden. Der größte Teil des Marktes werde vielmehr auf konventionelle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybrid- und Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge entfallen. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge sei keine Lösung, solange weltweit eine Milliarde Menschen ohne Strom leben, sagte er weiter. Die Kunden und nicht die Politik sollten entscheiden, welche Fahrzeuge sie fahren möchten, forderte er.

Von so viel Weisheit kann bei deutschen Autobauern keine Rede sein. Sie sind auf den Elektro-Irrsinn in blinder Subventionsgier aufgesprungen. Damit verspielen sie nicht nur ihre Stellung auf dem Weltmarkt, den Industriestandort Deutschland und ihren technischen Vorsprung im Bereich des Verbrennermotors, sondern auch zahllose Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie. (TPL)

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