Menschmitnehmer Laschet therapiert Deutschland

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Es ist das Geschwafel der Verachtung, die sich in einer quietschenden Betüddelsprache zu tarnen versucht. Es ist kurz nach der Wahl. Armin Laschet, lupenreiner Merkelklon, ist zum neuen Vorsitzenden der ökolinken CDU gewählt worden. Das Kauderwelsch des Gutmenschen quillt aus ihm heraus, ohne dass er Sätze mit jeglichem Sinn formt. Nun will er „mit allen reden“, das sei oft anstrengend, denn man müsse „auch zuhören“ und – man glaubt es nicht – er will auch mit Menschen reden, die man „nicht so gern hat“. Er redet blanken Unsinn. Aber mit Vorsatz. 

Von Hans S. Mundi

Viele Menschen da draußen interessiert nicht, wer CDU-Vorsitzender ist“, sagt Laschet. Vielmehr würde die meisten Bürger die Corona-Krisebeschäftigen. Dann dankt der neue Vorsitzende seinem Teampartner Jens Spahn, „dass er mich trotzdem in diesem Wettbewerb unterstützt hat“ … „Nur, wenn wir alle zusammen das machen – auch wenn andere glänzen dürfen, es muss nicht immer der Vorsitzende sein“, werde man in eine gute Zukunft starten, so Laschet.

Auch Mitbewerber Röttgen hatte in seiner Bewerberrede derartige Kuscheltöne angeschlagen. Man müsse alle mitnehmen. Wen, bitte? DIE MENSCHEN! Denn ich kenne keine Bürgerinnen und Bürger mehr, ich Politiktherapeut, ich kenne nur noch Menschen, im Streichelzoo Deutschland, wo wir dritten bis zwölften Geschlechtern extra Toiletten bauen und für Clan-Mitglieder auch immer etwas Toleranz übrig haben – wie auch für afrikanische Dealer in öffentlichen Parks. Wir sind nämlich die Menschengesellschaft der Hypertoleranten. Aber: Rechts muss raus! Nazis verbieten, selbst wenn die gar keine Nazis sind. In unserem neuen deutschen Streichelzoo wird nur der gestreichelt und gefüttert, der brav in der Herde mittrabt und seiner Obrigkeit alles glaubt und ihr nichts Böses in den noch mehr zu kontrollierenden sozialen Netzwerken nachsagt.

Ich freue mich erst mal sehr, dass Armin Laschet unser neuer Bundesvorsitzender ist“, sagt Spahn über Laschets Sieg. Jetzt heiße es, zusammenzustehen und zusammenzuhalten. „Wir übernehmen Verantwortung, wir sind noch mitten in dieser Pandemie“, fügt der CDU-Politikerhinzu. Er spricht über Veränderung – sowohl im Land als auch in der CDU. Es werde „neue Impulse“ geben müssen.“

Im Wettlauf der volltönenden Nichtssager wollen nun alle „die Menschen“ mitnehmen. So wie in der Pandemie-Krise der Mittelstand und die Soloselbständigen mitgenommen wurden. Nur mit Worten, nicht mit Taten. „Die Menschen da draußen“, die bekommen jetzt Ende Januar die „Novemberhilfe“ – bei dem Tempo könnte man auch von staatlicher Sterbehilfe sprechen. Wenn das Geld ankommt, ist der Selbständige tot, aber für die Beerdigung reicht es dann vielleicht noch – und wenn der Sargdeckel noch nicht ganz zu ist, kommt das zuständige Finanzamt, macht den Deckel wegen einer Betriebsprüfung wieder auf, holt sich das letzte Hemd des verstorbenen Soloselbständigen und dann müssen die Angehörigen noch irgendwelche Zinsen zahlen. Denn auch die Menschen da draußen, vor den Särgen, müssen von den Finanzämtern mitgenommen werden.

„“Wir wollen unsere eigenen Themen definieren„, sagt Brinkhaus. Das Thema Nachhaltigkeit wolle man sich nicht mehr von anderen Parteien „wegnehmen lassen“, auch der Zusammenhalt der Gesellschaft sei wichtig. Er wünscht allen noch einen guten Verlauf des Parteitages.“

Der CDU-Stuhlkreis machte einen runden Tisch. Die Kanzlerin tanzte ihre Erfolge und besang sich und ihre ewige Weisheit. Merz will mehr Frauen und nicht mit der AfD und hat trotzdem verloren. Spahn ist einfach glücklich und will auch Menschen mitnehmen, heute Nacht wohl erst mal seinen Gemahl. Irgendwer nimmt immer wen mit in dieser vermaledeiten Republik. Ist nix mehr gut hier, zu lange schon Merkel, alle reden wie die Pfaffen on dope und wie Hippies nach dem Geschlechtsverkehr. Hat noch jemand etwas zu therapieren? Bringen Sie sich ruhig ein. Besaufen Sie sich nachhaltig, kann nicht mehr schlimmer oder besser werden. Ob Laschet auch bei Migräne helfen kann…?!