„Hurra, wir sind positiv!“ – Jouwatch fordert Öffnungstage für „Corona-Infizierte“

"Hurra, wir sind frei" (Symbolbild: shutterstock.com/Von Pressmaster)

Da sich in Deutschland nun genau jene Zweiklassen-Gesellschaft aus negativ und positiv Getesteten, aus Geimpften und „Ansteckenden“ am Horizont abzeichnet, die es – den festen Versprechungen der Politik nach – doch eigentlich niemals geben sollte, drängt sich die Frage auf: Wieso müssen sich die „Positiven“ eigentlich einschränken, und wieso gelten Öffnungen nur für „Negative“ oder Geimpfte?

Jouwatch richtet sich daher mit einer ernstgemeinten Forderung an die Bundes- sowie die Landesregierungen: Führt ab sofort im Wechsel Tage ein, an denen alle Geschäfte, Kneipen, Einrichtungen nur für Positive geöffnet sind – und zwar ohne jede Limitierung, ohne Auflagen dann (die bei bereits Covid-Aktiven ja keinen Sinn mehr ergeben). An allen anderen Tagen könnt Ihr Euren Test-Zinnober gerne beibehalten.

Denn die Positiven können sich untereinander logischerweise sowieso nicht anstecken. Sie sind, obwohl sie als „Infizierte“ geführt werden, zum ganz überwiegenden Teil symptomfrei – und daher genauso in der Lage und legitimiert dazu, einkaufen zu gehen, zu trainieren, Theater, Museen, Konzerte zu besuchen oder sich mit Freunden in der Kneipe bzw. im Restaurant zu treffen. Und wer sich krank fühlt, geht sowieso nicht aus, sondern zum Arzt.

Idee: Gerade und ungrade Tage je nach Infektionsstatus

Wenn sie unter Ihresgleichen sind, bestehen keinerlei Risiken – und die Unternehmen können problemlos zwei verschiedene Teams für die verschiedenen Öffnungstage zusammenstellen: Eine Belegschaft aus Infizierten für die „Positiven“ – und eine aus freigetesteten und „unbedenklichen“ Mitarbeitern. Umsätze können, da hier jegliche Beschränkungen wegfallen, vor allem in der Gruppe der Corona-Kundschaft generiert werden: Keine Pflicht für Abstand, keine Einlassbegrenzungen, keine Testerfordernisse, keine Hygieneregeln. Ein Traum für alle Seiten also.

Sollte sich – womöglich sogar noch lange nach Vollendung der Impfkampagne und Durchimpfung (bzw. nach erfolgtem „Impf-Angebot“ für jedermann im Herbst) – abzeichnen, dass die Dauertest-Mania nie enden wird und das große virologische Schisma der Gesellschaft anhält, dann wird es gar nicht anders angehen können, als die Parallelexistenz beider Gruppen über verschiedene Zeitfenster zu organisieren: An graden Tagen dürfen dann zum Beispiel nur noch alle Gesunden das Haus verlassen, an ungeraden nur noch die „Kranken“ bzw. Infektiösen. Welch reizende Vision einer schönen, neuen, pandemischen Zukunft! (DM)