Gebührenfinanzierter Antisemitismus? WDR-Journalist hetzt gegen „Judenfreunde“

Unterirdische Tweets zum Nahostkonflikt: WDR-Mann Lorenz Beckhardt (Screenshot:Youtube)

Soll dies öffentlich-rechtliche Dialektik der besonderen Art sein, oder kokette Narrenfreiheit eingedenk des eigenen Familienhintergrundes? Ausgerechnet der selbst jüdischstämmige WDR-Journalist Lorentz Eckhardt twitterte angesichts der Hamas-Raketenattacken auf Israel den sehnlichsten Wunsch, der liebe Gott möge doch „die ollen Philosemiten“ töten. Der unter anderem daruntergesetzte Hashtag „#IsraeliAttackonAqsa“ verrät: Um Ironie kann es sich kaum gehandelt haben.

Die Grenzen zwischen „Israelkritik“ und Antisemitismus sind insbesondere bei linken Stimmungsmachern der Staatssender fließend – wie die einseitige Berichterstattung zum Nahostkonflikt seit Jahren zeigt. Dass aber ausgerechnet ein seinerseits jüdischstämmiger Journalist (auch wenn er erst im Erwachsenenalter von seiner Herkunft erfuhr), der von Überlebenden des Holoaust abstammt, mit fragwürdigen Stereotypen zündelt, zeigt neuerlich eine beängstigende Diskursverschiebung.

(Screenshot:Twitter)

Unser Mitarbeiter hat einen privaten Tweet abgesetzt, den er etwas überspitzt formuliert hat. Er bedauert die sehr missverständliche Formulierung und würde das nicht mehr in dieser Art schreiben„, teilte der WDR zu diesem Irrsinnsposting mit, der sogar die „Oma-Umweltsau-Nazisau“-Affäre des Senders in den Schatten stellt. Was genau, bitte, soll hier „missverständlich“ gewesen sein und was war überspitzt? Vor allem aber: was sind das für Journalisten, die abends schon bedauern bzw. nicht nochmals das schreiben würden, was sie am selben Morgen in die Tastatur tippten?

Während sich unbescholtene Politiker der bürgerlichen Mitte von linksradikalen Wohlstands-Klimagören im Fernsehen in die Nähe des Antisemitismus rücken lassen dürfen (vgl. die Affäre Neubauer/Will bzgl. Hans-Georg Maaßen), woraufhin zu ihrer Entlastung sodann von journalistischen Hilfsrechercheuren abenteuerlichste begriffliche Volten konstruiert werden (Globalismus als „antisemitische Chiffre“ usw., während bei jedem Konservativen Worte auf die Goldwaage gelegt werden, um ihn in die Nähe geistiger Brandstiftung zu rücken: Da können ARD-Medienschaffende untergriffigste Ergüsse absondern, die – würde sie wortgleich ein AfD-Politiker äußern – zu Recht als antisemitische Provokation gebrandmarkt würden. Und die Beinahe-Namensvetterin Beckhardts, Kabarettistin Lisa Eckhardt, darf wegen klar erkennbarer überspitzter Satire ebenfalls unter Antisemitismusverdacht gestellt werden – während islamistische und propalästinensische U-Boote mit allem davonkommen.

Stoßgebete Beckhardts (der unter anderem in den ARD-„Tagesthemen“ als Kommentator auftritt), Gott möge die „Philosemiten“ (hier wohl gemeint: die Freunde Israels) niederstrecken, und seine Todeswünsche gegen nicht etwa die dschihadistischen Terroristen, sondern jene, die die verhassten Juden supporten: Dieser Skandal ist ein weiterer Beleg dafür, wie unerlässlich und unverzichtbar die sofortige Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Kampagnenrundfunks ist. Längst erfüllen die dort üppig alimentierten Journalisten-Aktivisten keinen Aufklärungs- und Informationsauftrag mehr, sondern eine weltanschauliche Mission. Und ob sie privat twittern oder sich von Berufs wegen an die Öffentlichkeit wenden: Sie tun es stets nur, um ihre persönlichen Ressentiments oder Sympathien zu verbreiten. (DM)