Multikulturelle Vielfalt in Südfrankreich: „Belgische“ Urlauber verwüsten Campingplatz

Szene von Anfang letzter Woche vom Campingplatz in Avèze (Foto:Screenshot)

News wie diese werden in deutschen Mainstream-Medien (und auch der dann eigentlich zuständigen Lokalpresse) gerne totgeschwiegen – und wer darüber in den sozialen Medien schreibt, wird rasch der ausländerfeindlichen „Hetze“ bezichtigt: im südfranzösischen Avèze verwüsteten 80 aus Belgien stammende ethnische Araber, alles Syrer, die entweder als „Touristen“ oder im Zuge der sogenannten innereuropäischen Sekundärmigration nach Frankreich eingereist waren, einen Campingplatz bis zur Unkenntlichkeit und stürzten eine ganze Gemeinde ins Chaos. Anwohner und Urlauber standen dem Treiben ohnmächtig gegenüber – und wurden, wie auch in Deutschland in vergleichbaren Fällen, von der Politik die längste Zeit alleine gelassen.

Avèze, ein idyllisches Örtchen in den Cevennen mit rund 1.000 Einwohnern, malerisch im Département Gard in Okzitanien gelegen, erlebte vorvergangene Woche einen Alptraum, als am Abend des 30. Juli zuerst einige syrische Araber als vermeintliche Urlauber auf dem Campingplatz „Le Pont Vieux“ eintrafen. Wenig später folgten ihnen mehrere arabische Großfamilien, offenbar ebenfalls aus Belgien stammende „Gäste„. Binnen weniger Tage machte die orientalische Community den angestammten Anwohnern das Leben bzw. anderen Touristen den Urlaub zur Hölle.

Mit Mietwagen durchbrachen einige äußerst aggressive und zum Teil alkoholisierte „jungen Männer“ (man kennt das entsprechende Profil aus Deutschland) gleich im Pulk die Schranke zum Campingplatz und lieferten sich johlende Rennen. Es folgten allabendliche lautstarke Hup-Korsos, wie Clément Bauer, der Co-Manager der Campingplatz-Gastronomie, gegenüber der Regionalzeitung „Objectif Gard“ unter Berufung auf das Personal und den Hausmeister des Zeltplatzes berichtete.

Bald schon kam es zu ersten Zusammenstoßen mit Urlaubern, die sich belästigt fühlten. Indem sich die ohne jede offizielle Erlaubnis kampierenden Eindringlinge in mitgebrachten Zelten oder ihren Mietfahrzeugen auf dem Campingplatz breitmachen, sorgten sie rasch für einen Anstieg der coronabedingt limitierten Urlauberzahl; diese lag bei rund 100 Personen, nun befand sich auf „Le Pont Vieux“ fast die doppelte Anzahl. Die Gendarmerie wurde zum Dauergast auf dem Gelände, doch trotz aller „Klärungsversuche“ machten die Araber keine Anstalten abzuziehen, und behördliche Konsequenzen gab es keine. In den nächsten Tagen verschlechterte sich das „Zusammenleben“ zwischen Neuankömmlingen und Stammgästen auf dem Campingplatz weiter: Letztere sahen sich genötigt, sich bei der Gemeindeverwaltung über das völlig „unangemessene Verhalten“ der Araber zu beschweren. Man sei keinesfalls rassistisch oder ausländerfeindlich, doch die Zustände seien inakzeptabel. Die Bürgermeisterin von Avèze, Martine Volle-Wild, die sich daraufhin ein Bild machte, äußerte gegenüber lokalen Medien schockiert, die „Belgier“ (gemeint waren die Araber) legten „in der Tat völlig andere Umfangsformen an den Tag als wir„.

Frauen, die an Wände kacken

Was die Kommunalpolitiker damit konkret meinte: Nächtliche Lärmbelästigung, Zerstörung von Toilettenanlagen, ständig verdreckte Duschen und Waschbecken. Überall sammelte sich Dreck und Abfall. Bauer berichtete, in einem angrenzenden Flüsschen würden täglich massenweise Unrat, Kleidung und Plastikmüll entsorgt. Auch der Hausmeister des Platzes zeigte sich fassungslos: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Vor dem Eingang des Campingplatzes sah ich eine Frau, die gegen eine Wand kackte„.

Krönender Höhepunkt der „bunten Woche“ mit den ungebetenen syrischen Gästen (oder „Schutzsuchenden“?) war schließlich eine Massenschlägerei im Außenbereich des Restaurants, an der bis zu 130 Personen beteiligt waren: Auf der einen Seite die Araber und muslimische Jugendliche aus der Umgebung, mit denen sie offenbar Freundschaft geschlossen hatten – und auf der anderen Camper und Anwohner. Restaurantgäste flohen, Urlauber standen unter Schock, Frauen und Kinder weinten, viele Unbeteiligte schlossen sich in ihren Wohnwägen und Campern ein, die Belegschaft rettete sich in die Küche, während auf der Terrasse die Fetzen flogen. „Es war eine extrem chaotische Situation„, so Bauer.

Das Ergebnis der multikulturellen Begegnung durch die belgisch-syrischen „Landnehmer“: Massive Sachbeschädigungen im sechsstelligen Bereich; die Außenterrasse und die Fassade des Hauses, in dem die Campinggastronomie untergebracht ist, müssen zuerst wieder instandgesetzt bzw. renoviert werden und bleiben wohl für den Rest der Saison geschlossen – offiziell aus „sanitären Gründen„. Das Ende vom Lied: Per Gemeindebeschluss wurde am vergangenen Mittwoch die überfällige Schließung des Campingplatzes verfügt, zugleich erteilte die Gendarmerie den morgenländischen „Gästen“ einen sofortigen Platzverweis – worauf diese mit Groll und Provokationen reagierten und frech erklärten, sich damit erst einmal Zeit lassen zu wollen. Am Donnerstagmorgen waren immer noch rund fünfzig von ihnen vor Ort. Inzwischen allerdings soll mit dem glücklichen Wegzug der Fremden wieder „die Ruhe zurückgekehrt“ sein, wie das französische Portal „Midilibre“ berichtet. Vorerst zumindest. (DM)