Linksmedien als Wahlhelfer? Forsa-Blitzumfrage nach RTL-Triell mutmaßlich zugunsten von Scholz getürkt

"Kanzler-Triell" am Sonntag (Foto:Imago/Simon)

Der Wunsch ist oft Vater des Gedankens, und erwünschte Umfragezahlen sind die Mutter so mancher Manipulation in der Wahlberichterstattung linker Mainstreammedien. Genau diese Erfahrung wird wieder durch einen aktuellen Verdacht bestätigt, der gestern aufkam, zwei Tage nach dem „Triell“ auf RTL – dem Schlagabtausch von Sonntag zwischen Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock, der kein wirklicher war: Die von „RTL Sonntagnacht“ kurz nach der Livesendung präsentierte Blitzumfrage sah Olaf Scholz als eindeutigen Sieger.

Auf 36 Prozent taxierten die Demoskopen der notorisch SPD-freundlichen Meinungsmanufaktur Forsa im Auftrag des Senders die Publikumszustimmung, Laschet landete abgeschlagen auf dem letzten Platz. Gestern dann der Paukenschlag: „Bild“ enthüllte Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Umfrage, die anscheinend unter den Teppich gekehrt werden sollten: Ein Teilnehmer der RTL-Forsa-Befragung meldete sich bei der CDU und gab an, er hätte nur im ersten Teil der Befragung, die noch während der Live-Sendung online durchgeführt wurde, für Laschet stimmen können.

Im zweiten Teil der Blitz-Umfrage nach Ende der Sendung sei bei der Stimmabgabe für Laschet der Hinweis „Fehlermeldung“ erschienen. Das Problem soll, wie Kommentare im Netz zeigten, auch bei anderen Abstimmenden aufgetreten sein – und immer nur bei Laschet. Gegenüber „Bild“ redete sich Forsa heraus, diese Fehlermeldungen habe es nur „in Ausnahmefällen“ gegeben – wegen der „hohen Teilnehmerzahl“ von 2.520 repräsentativ befragten Personen.

Das mag man glauben oder nicht. Erstaunlich jedenfalls, dass auch diese „Störung“ – ob es sich nun „nur“ um eine Panne oder um eine Manipulation gehandelt hat – wieder zugunsten der linksgrünen Lieblinge und Wunschkandidaten der übergroßen Mehrheit der Journalisten in diesem Land ausgefallen ist, und nur diesen nutzte. So deckt sich fragwürdige Datenobjektivität mit einer kaum verhohlenen Tendenziosität, bei der sich öffentlich-rechtliche Formate mit den Privatsendern nichts nehmen. (DM)