Rassismus-Religion – warum ein Linker dachte, dass ich als Schwarzer nicht lesen kann

Dass Linke und Grüne in Wahrheit die viel schlimmeren Rassisten sind, ist allgemein bekannt. Hier ein Erlebnisbericht eines Aktivisten, der das belegt:

Als schwarzes AfD-Mitglied hat man es wirklich nicht leicht. Wenn Sie nun glauben, dass ich von AfD-Mitgliedern rassistisch angefeindet werde, dann irren Sie sich. Es sind weiße Linke, die mich aufgrund meiner Hautfarbe rassistisch anfeinden. Vor allem beim Wahlkampf bekomme ich immer wieder den offensichtlichen Rassismus der Linken zu spüren. Das Traurige ist, dass die Linken nicht einmal wissen, dass sie im höchsten Maße rassistisch sind.

Von Homib Mebrahtu

Ein Beispiel: Patrick Bauer, stellvertretender Sprecher des Rhein-Neckar-Kreis, war sich nicht zu schade, mit mir Plakate für den Wahlkampf aufzuhängen. Nachdem wir noch nicht einmal 30 Minuten am Plakatieren waren, kam ein (alter) weißer Mann auf Patrick zu. Er blieb vor ihm stehen und blickte kurz zu mir rüber. Ich stand an der nächsten Laterne, keine 30 Meter weiter weg. Der Mann fragte dann Patrick Bauer, ob ich denn überhaupt wüsste, was für Plakate ich da aufhänge und unterstütze. Patrick konnte sein Grinsen nicht verbergen. „Fragen Sie ihn doch einfach mal, ob er das versteht. Los fragen Sie ihn. Der wird Ihnen eine Antwort geben“, sagte Patrick mit einem Lachen in der Stimme.

Der Mann kam nun auf mich zu und ich überlegte mir schnell, welche Argumente ich wohl nutzen sollte, falls das Gespräch auf Masseneinwanderung hinausläuft…was fast immer passiert.

Als der Mann nun neben mir stand, lächelte ich ihn freundlich an. Er schüttelte nur den Kopf und lief weiter.

Überlegen wir mal kurz, was passiert ist: Ein fremder weißer Mann sah mich, einen schwarzen Mann und ging davon aus, dass ich die Plakate, die ich aufhänge, nicht lesen kann.

Allein diese Annahme ist purer Rassismus. Was impliziert seine Annahme noch? Dass schwarze Menschen nicht für AfD-Politik sein können weil sie schwarz sind? Als ob jeder Schwarze gleich denkt. Weiße tun es doch auch nicht. Diese Annahme ist im höchsten Maße rassistisch. Seiner Meinung nach muss jeder Schwarze wohl für Masseneinwanderung und links sein. Was linke Politik mit dem afrikanischen Kontinent seit Jahrzehnten macht, schreckt echte Linke nicht ab. In Augen der Linken war es ja keine „echte“ linke Politik, wenn es schief läuft. Das Problem mit linker Politik: Sie läuft IMMER schief.

Was hätte ich so einen Mann antworten können, um ihn zu überzeugen, dass weder ich noch die AfD in irgendeiner Weise rassistisch sind? Wahrscheinlich nicht viel, da es bei den meisten eine religiöse Überzeugung ist. Anstatt seinen Glauben zu überdenken, nahm der gute Mann an, dass die AfD jetzt wohl schwarze Menschen missbraucht, die nicht lesen können, um Wahlkampfplakate aufzuhängen. Eine wirklich außerordentliche Rationalisierung, um seinen Glauben aufrechtzuerhalten. Entweder das oder ich selbst bin wohl ein Rassist.

Etwa eine Stunde später kamen zwei junge Antifa-Menschen auf mich zu. Ich sage Menschen, weil ich von einer Person immer noch nicht das Geschlecht kenne und ich die Person mehrmals mit dem falschen Geschlechtspronomen angesprochen habe. Kein Scherz. Es war das übliche Gespräch, wie jemand wie ich die AfD unterstützen kann. Etwas später kam Patrick zu dem Gespräch dazu. Er war überraschend aggressiv. Als ich ihn fragte, warum er so aggressiv sei, erklärte er mir, dass diese zwei Personen ihn beim Plakatieren in einer anderen Straße vor paar Minuten als Nazi beschimpft haben. Trotzdem forderten sie, dass er respektvoll mit ihnen umgehe.

Da es sehr junge Menschen waren, blieben wir geduldig. Ich erklärte, dass Patrick Bauer selbstverständlich kein Nazi ist. Ich sagte auch, dass er mich vor einer Stunde noch fragte, wie er am besten seiner Freundin ein schöne Überraschung machen könnte. Seine Freundin ist wie ich dunkelhäutig.

Die Antwort der Nachwuchs-Antifa: Er kann trotzdem ein Nazi sein.

Auf die Frage wie viele Männer von der SS schwarze Freundinnen hatten, bekam ich keine Antwort.

Trotzdem blieb die religiöse Überzeugung, dass Patrick Bauer ein Nazi sei, bestehen. Ich erwähnte noch, dass er sogar ein gemeinsames Kind mit seiner dunkelhäutigen brasilianischen Exfreundin hat.

Ich führte nochmal aus: „Patrick Bauer, der einen Schwarzen (mich) fragt, wie er seiner dunkelhäutigen Freundin eine schöne Überraschung machen kann und ein gemeinsames Kind mit einer anderen dunkelhäutigen Frau hat, ist ein Nazi?“

Die Antifa-Menschen blieben dabei: „Ja, er ist ein Nazi.“

Argumente helfen bei Religion nicht viel. Bei Religion geht es – wie der Name schon andeutet – um Glauben.

Und wie linke Menschen demonstrieren: Der Glaube kann unerschütterlich sein.