Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Das Anstands-Mundwasser für Politiker

+++ Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl, CDU, Schwiegersohn von Wolfgang Schäuble und Ehemann von dessen Tochter Christine; die wiederum Programmdirektorin der ARD seit Mai 2021: „Anständige Staatsbürger beteiligen sich nicht an verbotenen Demonstrationen„. Ein inexistenter Experte für Sitte & Anstand kommentierte Strobls Äußerung mit der Bemerkung, ehe das Anstands-Mundwasser für Politiker der Altparteien nicht verpflichtend geworden sei, wünsche er, vom Mundgeruch ihrer Selbstgerechtigkeit nicht länger belästigt zu werden. Politiker der Altparteien hätten angesichts ihres permanenten Wortbruchs jedes Recht verspielt, sich zum Anstand anderer Leute zu äußern. Außerdem würden sich anständige Politiker nicht einbilden, sie könnten Demonstrationen verbieten. Deutsche hätten das grundgesetzlich verbriefte Recht, sich ohne Anmeldung friedlich und ohne Waffen zu versammeln, wann immer es ihnen beliebt. +++

+++ „Ich möchte wieder Mücke sein ganz allein auf einem warmen Stein“, heißt es allerweil in Österreich angesichts eines brillanten Fragenkatalogs, den der österreichische Verwaltungsgerichtshof mit Fristsetzung 18. Februar der österreichischen Regierung zur Beantwortung vorgelegt hat. Das Gesundheitsministerium von Wolfgang Mückstein, Grüne, wird mit diesem Fragenkatalog zu Antworten auf Fragen gezwungen, welche die sogenannten Querdenker, Verschwörungstheoretiker und Coronaschwurbler seit zwei Jahren stellen, ohne daß sie etwas anderes als Beschimpfungen zur Antwort bekommen hätten. In diesem Fragenkatalog versammeln sich sozusagen alle Fragen, vor deren Thematisierung sich die vormalige vierte Gewalt, die Medien, seit zwei Jahren gedrückt haben. Ausnahme waren viele alternative Medien. Die Fragen sind so abgefaßt, daß man dem Verfasser des Fragenkatalogs unterstellen kann, er wisse alles zu dieser „Pandemie“ und den diesbezüglichen Regierungsmaßnahmen, so daß niemand auch nur den Versuch zu unternehmen braucht, dem Verfassungsgerichtshof mit unpräzisem „Geschwurbel“ zu antworten. Der Katalog umfaßt fünf Seiten mit einer wahren Flut an sehr detaillierten Fragen, die nur jemand stellen kann, der genau weiß, daß die veröffentlichten Daten fast durch die Bank unbrauchbar, falsch, manipuliert und gelogen waren – und daß die Öffentlichkeit gezielt desinformiert wurde. Die Sprengkraft des Fragenkatalogs ist so enorm, daß ein Ende der österreichischen Regierungskoalition noch für den Monat Februar zu erwarten sein dürfte. Unterdessen sackt der Aktienkurs von Biontech in den Keller. Ein inexistenter Experte für globale Narrative erklärte, daß die Druckwellen, die der brillante Fragenkatalog des österreichischen Verwaltungsgerichtshofes seiner Sprengkraft wegen entfalten dürfte, sämtliche „Coronamaßnahmen“ weltweit umblasen wird. Er habe eine Kopie des fünfseitigen Schreibens gesehen. Auch der österreichische Medien-Mainstream scheine keine Zweifel an der Echtheit des Schreibens zu haben, welches in Kopie bereits durch die sozialen Netzwerke gereicht worden sei. Der namentlich bekannte Unterzeichner dieses Fragenkatalogs verdiene es, mit den höchsten Orden ausgezeichnet zu werden. +++

+++ Undank ist der Welt Lohn. Als der Bürgermeister von Kiew, der weltberühmte Boxer Vitali Klitschko, davon erfahren hat, daß die Bundesrepublik doch 5.000 sauteure Stahlhelme in die Ukraine verschicken will – statt nur 4.000 -, auf daß einer angeblich geplanten russischen Invasion jeglicher Erfolg versagt bleibe, fragte er ungläubig, ob er als nächstes noch mit der Lieferung von Kopfkissen rechnen dürfe. Derweilen beteuerte der russische Außenminister Lawrow, Russland denke gar nicht daran, in der Ukraine einzumarschieren. Ein inexistenter Experte für Rad & Tat erklärte daraufhin, die 5.000 sauteuren Stahlhelme seien selbst im Friedensfall kein Fehlgeschenk gewesen, da sich umweltbewußte ukrainische Radfahrer mit ihnen noch besser schützen könnten als mit den billigen, handelsüblichen Fahrradhelmchen. Um das Mißverständnis auszuräumen, die Bundesrepublik habe die gefühlte Gefahr in der Ukraine nicht richtig ernstgenommen, sei es jedoch angeraten, zur weiteren Besänftigung noch ein Blech mit Streuselkuchen an Vitali Klitschko hinterherzuschicken, den die Bundesverteidigungsministerin außerdem mit viel Butter und Liebe selbst gebacken haben sollte. +++

+++ Das rotlinksextremistische Wochenblatt „Die Zeit“ veröffentlichte einen Artikel der siebengescheiten Frau Andrea Reidl. In der Rubrik „Soziale Kosten des Straßenverkehrs“ und unter der Schlagzeile „Was Autofahren wirklich kostet“ schrieb sie im Teaser: „Eine neue Studie zeigt: Viele können sich ihr Auto nur leisten, weil die Gesellschaft die Kosten für Gesundheits- und Umweltschäden trägt – mit rund 5.000 Euro pro Jahr.“ Das ist aber schon deshalb unglaubwürdig, weil die Studie nicht durch eine Umfrage ergänzt wurde und weil sich noch kein Experte dazu geäußert hat. Ein inexistenter Experte für Kluges & Gescheites hingegen erklärte, auf das Geschreibsel von siebengescheiten „Zeit“-Autorinnen brauche man gar nichts zu geben, weil selbst bei der „BILD“ niemand schreiben dürfe, der nicht wenigstens neunmalklug ist. Im Übrigen bedauere er den intellektuellen Niedergang des einstmals angesehenen Wochenblatts. Inzwischen sei es so schlimm, daß man sich mit den dort veröffentlichten Artikeln nicht einmal mehr den Hintern abwischen könne, weil man befürchten müsse, binnen weniger Stunden an oder mit einer schmerzhaften Schließmuskelvergiftung das Zeitliche zu segnen. +++

+++ Nach der Lektüre eines Artikels von Daniel Wetzel in der „Welt“ zur deutschen Abhängigkeit von Energieträgern, die aus Russland geliefert werden, fragt sich der Normalbürger endgültig, ob das wirklich seine Regierung ist, was ihm da unter der Bezeichnung „Ampelkoalition“ als eine solche angedient wird. Wetzel nennt u.a. das Beispiel Schwedt an der Oder. Dort befindet sich die Raffinerie PCK, zu DDR-Zeiten noch bekannt unter dem Namen „Petrochemisches Kombinat“. Der Slogan von PCK: „Wir bewegen Berlin und Brandenburg“. Eigentümer ist seit vergangenem November der kremltreue russische Ölgigant „Rosneft“. Daniel Wetzel: „Tatsächlich deckt Schwedt rund 90 Prozent des gesamten Benzin-, Diesel-, Kerosin- und Heizölbedarfs im deutschen Nordosten. Ohne PCK stünden in der Bundeshauptstadt und Potsdam alle Räder still. (…) Außenministerin Annalena Baerbock drohte Moskau vergangene Woche: Deutschland habe im Falle einer Invasion eine ganze ‚Bandbreite von Antworten, inklusive Nord Stream 2‘. Doch wenn Kanzler und Ministerin mit ihren Zwölf-Zylinder-Limousinen beim Deutschen Bundestag vorfahren, um solche Drohungen gegen Russland auszustoßen, ist Kraftstoff von Rosneft im Tank. Chef des Konzerns ist Igor Setschin, zuvor stellvertretender Leiter des Präsidialbüros von Wladimir Putin.“ Der inexistente Experte für Rad & Tat erklärte, „Moral“ komme im Duden mindestens eine ganze Seite vor „Motor“, und daß die Deutschen sowieso viel mehr mit dem Fahrrad fahren sollten, damit es das arg gepeinigte Weltklima auch in Russland besser hat. Die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferungen könnten einen wackeren deutschen Strampler nicht vom grünen Weg abbringen. Sowohl an seinem Charakter als auch an seiner kruppstahlharten Tretkurbel beiße sich der fiese Energierusse die Zähne aus. Vielmehr sei es so, daß die Bundesrepublik zu den 5.000 Stahlhelmen und dem von der Bundesverteidigungsministerin selbst gebackenen Streuselkuchen auch noch 52 Lastenfahrräder an die Ukraine verschenken könnte, bei denen Steinschleudern am Lenker montiert sind. Schön blöd sei jeder Russe, der das nicht berücksichtigt. +++

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