Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Die deutschen Zeichensetzer

+++ Heute einmal ein deutscher Dialog zum Ausklang einer anstrengenden Zeichensetzerwoche. – „Wir müssen ein Zeichen setzen.“ – „Wer ist wir?“ – „Na wir, die Guten.“ – „Sind wir die Guten?“ – „Logisch, sonst könnten wir schließlich kein Zeichen setzen.“ – „Und wenn es den Leuten egal ist, was für ein Zeichen wir setzen?“ – „Dann sind die eben die Schlechten.“ – „Und dann?“ – „Dann ist erstrecht wichtig, daß wir ein Zeichen setzen.“ – „Warum?“ – „Damit klar ist, wer die Guten und wer die Schlechten sind.“ – „Wem nützt das?“ – „Na, uns!“ – „Wir müssen also ein Zeichen setzen, damit andere sehen können, daß wir die Guten sind?“ – „Ja, wir sind schließlich ein Vorbild.“ – „Wenn die Schlechten aber der Ansicht sind, sie selbst seien die Guten und wir die Schlechten?“ – „Dann sind die so dermaßen schlecht, daß wir ein größeres Zeichen setzen müssen.“ – „Was für eines?“ – „Na, eines für Demokratie und Dialog zum Beispiel. Oder für die Nachhaltigkeit, für die Umwelt, für die Toleranz, auch. Frauenrechte, Minderheiten. Da kann keiner was dagegen haben.“ – „Wenn er aber nichts dagegen haben kann, warum müssen wir dann ein solches Zeichen setzen?“ – „Weil es welche gibt, die etwas dagegen haben.“ – „Wenn die aber bloß etwas dagegen haben, wie wir diese Themen behandeln?“ – „Dann müssen sie ein Zeichen gesetzt bekommen.“ – „Mit welcher Berechtigung?“ – „Weil wir die Guten sind. Sonst könnten wir schließlich kein Zeichen setzen.“ – „Dann kommen die, verweisen auf unser Zeichen für Demokratie und Dialog, und wollen mitreden. Was dann?“ – „Wir reden nicht mit Leuten, die erst ein Zeichen für Demokratie und Dialog brauchen. Deswegen setzen wir schließlich das Zeichen.“ – „Und wenn sie uns genau deswegen hassen?“ – „Dann setzen wir auch noch ein Zeichen gegen Hass und Hetze.“ +++

+++ Wer immer noch glaubt, bei den Grünen handele es sich um eine politische Partei, sollte vielleicht noch einmal nachdenken, ob es sich in Wahrheit nicht um eine stocktotalitäre, zivilreligiöse Glaubenssekte in der Verkleidung einer politischen Partei handeln könnte. Hilfreich dabei könnte das untenstehende Video sein. Claudia Roth verabschiedet Annalena Baerbock als Parteichefin – Zitat: „Und alles leuchtet nur für dich, ey, alles leuchtet, alles strahlt im Licht. Es leuchtet, der Himmel ist weiß, ey, die Sicht ist klar, der Weg ist da und die Straßen sind frei.

Ein inexistenter Experte für Hartgesottene & Abgebrühte erklärte, selbst der härteste Video-Marine habe nur 2 Minuten und 11 Sekunden durchgehalten. +++

+++ Die „Badischen Neuesten Nachrichten“ mit einer Schreckensmeldung: „Unfall bei Pforzheim: War der betrunkene Fahrer mit Corona infiziert?“ Zeugenaussagen deuteten angeblich darauf hin. Ein inexistenter Experte für Pforzheim & Unfall plauderte aus, daß er inzwischen ein Zeitungsabo in Äquatorialguinea abgeschlossen habe, weil er von den „Badischen Neuesten Nachrichten“ Ausschlag und Schreikrämpfe bekomme. +++

+++ Abt. Fachkraft: Üblicherweise dauert eine Ausbildung zum Krankenpfleger drei Jahre. Im grünen Stuttgart hat man in einem Versuch die Ausbildung auf vier Jahre verlängert, wie die FAZ bereits am 15. Januar berichtete. Der „Clou“ dabei: 19 Auszubildende, deren Klasse „teils aus Deutschen und teils aus Flüchtlingen bestehen sollte, die beispielsweise aus Syrien, Iran, dem Irak und Afghanistan gekommen waren und in ihrer neuen Heimat eine berufliche Zukunft suchten. Den Teilnehmern sollten außer der Praxis und Theorie der Krankenpflege auch noch interkulturelle Kompetenzen vermittelt werden. Statt der üblichen drei Jahre dauerte die Ausbildung deshalb ein Jahr länger, es gab dafür auch mehr Personal als gewöhnlich.“ – Resultat: 15 der 19 angehenden Krankenpfleger fielen bei der Abschlußprüfung durch. Durchfallquote 80 Prozent. Ein inexistenter Experte für Belichtung & Erklärung kommentierte das schockierende Ergebnis mit der Bemerkung, mindestens so dringend wie Krankenpfleger brauche man Totengräber, weil selbst alle diejenigen, die in ihrem Leben irgendwann einmal krankgepflegt worden seien, eines Tages sterben müssten. Eine vierjährige Ausbildung zum Totengräber hätte bestimmt die Hälfte der Klasse bestanden, also 9,5 Auszubildende. +++

+++ Die Ampelkoalition verliert rapide in der Wählergunst, wie die „Welt“ meldet. Die Union sei inzwischen wieder an der SPD vorbeigezogen und liege mit 27 (+4) Prozent um 5 Punkte vor der SPD mit 22 (-4). Im Januar hatte das noch anders ausgesehen: SPD 26 : Union 23. Die AfD habe um ein Prozent zugelegt und liege nun bei 12 Prozent. Besonders die Beliebtheit von Kanzler Scholz sei innerhalb von vier Wochen um 17 Punkte gesunken – und das wiederum sei bundesrepublikanischer Negativrekord. Ein inexistenter Experte für Euphemismus & Lernresistenz sagte daraufhin, er denke daran, aufzugeben. Erstens sei nicht die Beliebtheit des Kanzlers gesunken, sondern seine Unbeliebtheit habe sich bis zur offenen Ablehnung gesteigert. Ein Hoffnungsschimmer wäre gewesen, wenn das für alle Altparteien zu konstatieren gewesen wäre. Daß allerdings die Union mit Friedrich „Mr. Burns“ Merz sich von Unbeliebtheit bis auf mäßige Unbeliebtheit habe verbessern können, bedeute, daß der deutsche Wähler einem Patienten gleiche, der an Pest & Cholera zugleich dauererkrankt sei und sich freue, wenn die Symptome der einen Krankheit zugunsten der Steigerung von Symptomen der anderen nachließen. Beim deutschen Wähler seien sprichwörtlich Hopfen & Malz verloren. +++

+++ Auch der alte Hegel trifft mal alle Kegel: „Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung.“ — Georg Wilhelm Friedrich Hegel: ‚Grundlinien der Philosophie des Rechts, oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse‘, Berlin, 1833. Ein inexistenter Experte für Chauvinismus & Frauenfeindlichkeit erklärte jedoch, es sei heutzutage nicht mehr so schlimm wie zu Hegels Zeiten, weil sich die Männer den Frauen inzwischen weitgehend angeglichen hätten. Olaf oder Angela, – das sei heutzutage so gut wie wurscht. +++

+++ Die Stiko arbeitet an einer Empfehlung für die vierte Spritze, behauptet aber, niemand denke daran, eine Mauer … Boostern zur Gewohnheit werden zu lassen. Ein inexistenter Experte für Begeisterung & Verstand berichtete von Trauer unter den Booster-Begeisterten. Sie wollten wenigstens die vierte Spritze noch haben, weil die ersten drei nichts geholfen hätten. Wenn sie die vierte Spritze nicht bekämen, dann sei das einwandfreier Betrug, so die Begeisterten, deren Stimmung zu kippen drohe. Dushan Wegener wies unterdessen darauf hin, daß sich die Geboosterten in den sozialen Netzwerken zurückhalten sollten mit ihren Schmähreden gegen Impfkritiker, weil die Zahl der Geboosterten, deren letzte Worte auf Erden in solchen Schmähreden bestanden hätten, laufend zunehme. Das erschwere ein ehrendes Angedenken. Besonders Sportler sollten sich überlegen, ob sie ihre Tippfinger überhaupt noch bewegen wollen. +++

+++ Best Of Marco Buschmann, FDP, Bundesjustizminister. Bei Twitter sinnierte er: „Wenn ein Kind in eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau geboren wird, ist der Mann – unabhängig von der biologischen Vaterschaft – rechtlich der Vater. Die Frage ist, warum das in einer Ehe zwischen zwei Frauen anders sein soll.“ Ein inexistenter Experte für Pimmel, Kind & Pumpel erklärte sich inzwischen bereit, dem Bundesjustizminister die Sache mit den Bienen und den Blumen noch einmal anhand anatomischer Bildtafeln begreiflich zu machen. +++

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