Rotlichtbezirk; Bild: pxhere
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Ukrainische Flüchtlinge: Lehrer oder Bordsteinschwalben?

Gewisse Branchen reiben sich die Hände, hoffen offensichtlich, durch den neuesten Flüchtlingsstrom den Personalmangel zu beheben. In fast allen Fällen sieht es dabei allerdings verdammt nach Ausbeutung aus:

Kriminelle aus dem Rotlichtmilieu versuchen laut Gewerkschaft der Polizei zunehmend, Ukraine-Geflüchtete abzufangen. „Wir beobachten, dass Kriminelle aus dem Rotlichtmilieu versuchen, die schwierige Lage der Flüchtlinge auszunutzen“, sagte Andreas Roßkopf, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Sie sprechen Frauen an den Grenzbahnhöfen an und bieten ihnen Übernachtungsmöglichkeiten an. Noch ist das Problem klein, aber es nimmt zu.“ Dieser kriminelle Markt des Rotlichtmilieus wachse auch mit den Flüchtlingen aus der Ukraine, so die GdP. „Zivilfahnder und Polizisten sind an den Grenzbahnhöfen und Grenzübergängen vor Ort, um das zu unterbinden“, versicherte Roßkopf. „Sie gehen dazwischen, wenn ihnen etwas verdächtig vorkommt. Die Bundespolizei ist mit allen Landespolizeien im Austausch, um das Problem schnellstmöglich zu lösen.“

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hingegen will Lehrkräfte aus der Ukraine lieber in deutschen Schulen und Kitas einsetzen. Für geflüchtete Kinder und Jugendliche seien ausreichend Plätze notwendig, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Wir brauchen eine schnelle Lösung. Dabei werden sicher auch geflüchtete ukrainische Lehrkräfte helfen wollen und können.“ Darüber wolle sie an diesem Donnerstag ihren Länderkollegen bei der Kultusministerkonferenz in Lübeck sprechen, kündigte sie an. Stark-Watzinger hob hervor: „Der russische Angriffskrieg bringt unfassbares Leid über die Ukraine. Die gezielte Aggression auch gegen die Zivilbevölkerung macht sprachlos.“ Russlands Präsident Wladimir Putin zwinge Frauen und Kinder in die Flucht. Schutz und Hilfe zu bieten, sei ein Gebot der Menschlichkeit.

Der Deutsche Lehrerverband sprach sich dafür aus, Pädagogen im Ruhestand sowie Studierende im Lehramt für den Unterricht von geflüchteten ukrainischen Kindern und Jugendlichen in Deutschland einzusetzen. „Man muss versuchen, zusätzliches Lehrpersonal zu gewinnen“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Ich kann mir vorstellen, dass man hierfür auch verstärkt Lehramtsstudenten und pensionierte Lehrkräfte gewinnen kann, weil es da eine enorme Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft gibt.“

Voraussetzung dafür sei aber, dass der Staat zusätzliche Ressourcen bereit stelle. Zugleich schlug Meidinger vor, Kinder und Jugendliche aus der Ukraine zunächst vorrangig in jenen Fächern zu unterrichten, in denen sie auch „ohne gute Deutschkenntnisse viel profitieren“. Als Beispiele nannte Meidinger einen Stundenplan mit dem Schwerpunkt auf „Englisch-, Kunst-, Musik- und Sportstunden, aber auch Unterricht in Mathematik und Naturwissenschaften“.

Insgesamt misst Meidinger dem Deutschunterricht für Schüler aus der Ukraine im Moment weniger Bedeutung bei. Im Unterschied zur Flüchtlingswelle 2015 sei davon auszugehen, dass die große Mehrheit der ukrainischen Familien nach Ende des Kriegs wieder in ihre Heimat zurückkehren wolle. „Das heißt auch, dass im Vordergrund der Integrationsmaßnahmen nicht unbedingt der deutsche Spracherwerb stehen muss, sondern eine möglichst ertragreiche und unterstützende Aufnahme in die Schulgemeinschaften und den Unterrichtsbetrieb“, verdeutliche Meidinger.

Warum aber ist man dann so scharf darauf, ukrainische Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren – wenn sie die deutsche Sprache nicht beherrschen und in der kurzen Zeit, in der sie hier sind auch nicht ausreichend erlernen können? Allerhöchstens im Rotlicht-Milieu ist die Sprache nicht so wichtig. Was also ist hier WIRKLICH der Plan? (Mit Material von dts)

 

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