Auf, auf, es wartet der deutsche Pass! Foto: Von Fishman64/Shutterstock

Das kann ja heiter werden: Migrationsexperte rechnet mit größter Flüchtlingswelle seit 1945

Berlin  – Die Freunde der geschlossenen und stabilen Gesellschaft wittern Morgenluft:

Der Migrationsexperte Gerald Knaus warnt wegen des Ukraine-Krieges vor der größten Flüchtlingswelle weltweit seit 1945. Der Vorsitzende des Thinktanks Europäische Stabilitätsinitiative (ESI) in Berlin sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Das könnte nicht nur die größte Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa werden – das ist sie bereits – sondern die größte Flüchtlingskatastrophe der Welt seit damals.“

Der Osteuropa-Kenner fügte hinzu: „Die letzte vergleichbare Fluchtbewegung waren die zehn Millionen Menschen, die 1971 bei der Gründung von Bangladesch nach Indien geflohen sind.“ Grund dafür sei die brutale Art der Kriegsführung, die die Armee des russischen Präsidenten Wladimir Putin auch bereits in Tschetschenien, Syrien und in der Ostukraine betrieben habe: „Er lässt Städte belagern und Infrastruktur zerstören. Das führt immer zu enorm hohen Zahlen von Vertriebenen, weil es so brutal ist.“ In Tschetschenien mit 1,4 Millionen Einwohnern habe Putins Krieg im Jahr 2000 ein Viertel der Bevölkerung innerhalb weniger Monate vertrieben. Knaus sagte: „Wenn man das auf die Ukrainer anwendet, dann wären das 10 Millionen ukrainische Flüchtlinge. Diese werden in andere Länder Europas kommen.“ Knaus empfiehlt Deutschland, in ganz Europa für die Aufnahme von Flüchtlingen zu werben. Es müsse sofort eine Liste geben, wie viele Menschen wo aufgenommen werden können, dann könnten Reiseunternehmen, Fluglinien oder das Militär die Aufgabe des Transports übernehmen.

Der Migrationsforscher sagte: „Dabei müssen wir hier in den Dimensionen der Berliner Luftbrücke von 1948 denken – und dies als Geschichte weitererzählen, die das Beste in uns hervorbringt. Denn Empathie ist eine Ressource, die durch das Erzählen von Geschichten wächst. Mit der richtigen Organisation kann sie Berge versetzen.“

Dass der Westen gerade dabei ist, wirtschaftlich und gesellschaftlich den Bach runterzugehen und keiner mehr weiß, wie man das alles finanzieren soll, hat er wohl mit einkalkuliert. Die Zerstörung muss nämlich komplett sein.

Und hier ist sie schon im Gange:

Die deutsche Immobilienwirtschaft rechnet mit einem deutlichen Mehrbedarf an Wohnungen für ukrainische Geflüchtete. Wie aus einer Studie des Forschungsinstituts Empirica im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) hervorgeht, könnten kurzfristig bis zu 500.000 zusätzliche Wohnungen benötigt werden, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. In der Studie werden drei Szenarien durchgerechnet.

Im günstigsten Fall würden 310.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen, dann läge der Wohnungsbedarf bei 50.000 Wohnungen. Bei 810.000 Flüchtlingen läge der Bedarf bei 140.000 Wohnungen, bei 1,23 Millionen Flüchtlingen bei 500.000 Wohnungen. Allerdings müssten nicht alle Wohnungen neu gebaut werden.

„Viele werden dorthin gehen, wo bereits Ukrainer leben. Das wäre neben den Metropolen etwa Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Brandenburg und Teilen Sachsen-Anhalts der Fall – und damit in Gebieten, in denen es einen hohen Leerstand gibt“, sagte Studienautor Harald Simons den Funke-Zeitungen. Da die Ukrainer angeblich vom ersten Tag an arbeiten gehen könnten, rät Simons von Bau von Container-Flüchtlingsheimen ab: „Entsprechend werden viele schnell ein Einkommen erzielen und dann auf dem regulären Wohnungsmarkt vor allem Mittelklasse-Wohnungen suchen.“

ZIA-Präsident Andreas Mattner forderte die Kommunen zu einer Kooperation auf. „Wir brauchen grünes Licht für Erleichterungen in sämtliche Phasen des Wohnungsbaus“, sagte Mattner. Man habe nur wenig Zeit.

Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, forderte die Bundesregierung auf, angesichts der zusätzlichen Belastungen auf dem Wohnungsmarkt zu helfen. „Der Ukraine-Krieg wird den Wohnraummangel „kurzfristig“ noch verschärfen“, sagte Siebenkotten den Funke-Zeitungen. „Die Bundesregierung sollte im Bestand Mieterhöhungsgrenzen einführen, die dafür sorgen, dass die Miete um nicht mehr als zwei Prozent pro Jahr steigen darf. Sie sollte auch bei der Mietpreisbremse nachschärfen, die Ausnahmeregelungen verringern und die Einhaltung der Mietpreisbremse aktiv kontrollieren“, mahnte Siebenkotten. Um die Wohnungsnot zu lindern, sollten zudem leerstehende Büroräume in Wohnungen umgewandelt werden, schlug Siebenkotten vor. „Aber auch Flächen, die perspektivisch für den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern ausgewiesen werden sollen, lassen sich für Unterkünfte zwischennutzen“, sagte der Mieterbundspräsident.

Würde die Bundesregierung ihre selbstgesteckten Ziele von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, darunter 100.000 Sozialwohnungen, erfüllen, sei bereits viel erreicht, sagte Siebenkotten. Allerdings seien die im Haushalt vorgesehenen Mittel dafür zu gering. „So wird sie vielleicht anstatt 30.000 Sozialwohnungen pro Jahr wie bisher künftig 50.000 Sozialwohnungen pro Jahr schaffen können. Das Ziel von 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr gerät so aber in weite Ferne“, sagte Siebenkotten. Der Bund will nach Angaben zur vorläufigen Haushaltsplanung für den sozialen Wohnungsbau in diesem Jahr 2 Milliarden Euro an Finanzhilfen den Ländern zur Verfügung stellen. Bis 2025 soll der Betrag jährlich um eine halbe Milliarde auf dann 3,5 Milliarden Euro steigen.

Die Verteilungskämpfe werden gewaltig sein, die Wohnungsnot noch größer und der Schuldenberg wird in den Himmel schießen. Der Osten wird sich mit der neuen Achse Russland, China, Indien stabilisieren, der dekadente Westen dann bald Geschichte sein.

Es wird in absehbarer Zeit eine Fluchtbewegung Richtung Osten geben. Das ist dann das Resultat dieser gesellschaftsfeindlichen Politik. (Mit Material von dts)

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