Wahlsieg Orban: Der kleine „Welt“-Fritz über den „kleinen Putin“ – UPDATE

Präsident im Lande mit Zukunft: Viktor Orbán - Foto: Imago

UPDATE: Inzwischen gibt es ein Video, angeblich aus Kiewer Vororten. Selenskyis Schergen terrorisieren offenbar Bürger, die sich kritisch über Selenskyi im Internet – oder öffentlich kritisch über Selenskyi geäußert hatten. Zweifellos jedenfalls ukrainische Soldaten gegen Zivilisten. Entsetzlich. Das Video.


 

Die „Welt“ aus dem Springer-Verlag ist ein merkwürdiges Blatt in einem durchaus positiven Sinn. Es gibt oft sehr lesenswerte, weil informative Artikel dort. Aber man scheint sich auch eine Sorte von Schreiberlingen zu halten, die so etwas wie ein journalistisches Asow-Regiment ist. Unergründlich bleibt, wann und warum diese Sorte dort zum Einsatz kommt. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Wir schreiben den 27.03.2022. Eine deutsche Schlagzeile: „Video: Ungarn: Muß Orban um seine Wiederwahl bangen?“ – Heute ist klar, daß er das nicht musste, weil er mit seiner Fidesz-Partei haushoch gewonnen hat und seine Zweidrittel-Mehrheit im ungarischen Parlament sogar noch um zwei Sitze ausbauen konnte. Noch am 04.04.2022 die folgende deutsche Schlagzeile: „Umfragen zur Ungarn-Wahl: Für Orban könnte es eng werden.“ Weitere Beispiele für lustige deutsche Wahlprognosen hat Michael Klonovsky gesammelt. Gern erinnert meinereiner sich auch an Jörg Schönenborn, der in den ARD-Tagesthemen zwei Tage vor der US-Wahl 2016 das „Politbarometer“ präsentierte, um über die drolligen Prognosen deutscher Wähler zum Ausgang der US-Wahl zu berichten.

Die Präzision der Vorhersage – Screenshot ARD

Nach der US-Wahl 2016 dann ein schockierendes Bild: Geschockte Medienmenschen in den USA und in Europa, die Kommentare zum Wahlausgang ablieferten, als seien sie von der wilden Wutz gebissen worden. Es fehlte nur noch, daß sie sich vor laufender Kamera selbst die Haarbüschel ausgerissen hätten.

So ähnlich verhält es sich mit dem aktuellen Artikel von Philipp Fritz in der „Welt“. Nicht und nicht will ihm gefallen, daß die Ungarn derartige Demokraten sind, daß sie Viktor Orbán zu einem grandiosen Wahlsieg verholfen haben, obwohl alle Wunschprognosen der deutschen Medien völlig anders ausgefallen waren. Wenn einer wie Fritz zum Zahnarzt geht, und wenn der ihm erzählt, daß er ein Loch im Zahn hat, dann hüpft der Fritz wahrscheinlich wie ein Derwisch auf dem Behandlungsstuhl herum und brüllt: „Ich will und will aber nicht, daß ich ein Loch im Zahn habe!“ – und glaubt ernsthaft, daß das Loch davon wieder weggeht. Gerade solche Journalisten wie Fritz brauchen ihre deutschen Beißerchen nämlich ganz dringend, weil die Realität sonst nicht wüsste, was sie ihnen bis an die Mandeln hinterklopfen soll. Kleines Zückerli für Philipp Fritz, schlecht fürs Gebiß: „Viktor“ wie in „Viktor Orbán“ kommt vom lateinischen „victoria“, und das wiederum heißt – jahaumiblau – „Sieg“! Viktor-Victoria-sieg-sieg-sieg-sieg …

Jetzt aber Schluß mit lustig

Viele Dinge gibt es, bei denen Deutsche ganz leicht Weltmeister werden. Maskenweltmeister, Impfstoff-Weltmeister, Angstweltmeister, Gehorsamsweltmeister, Naivitätsweltmeister – you name it – wie der Ami sagt. Nur Humorweltmeister werden Deutsche niemals. Weil das so ist, werden sie leicht Gehässigkeitsweltmeister – und Philipp Fritz ist ein hervorragendes Beispiel dafür, daß an dieser Behauptung etwas dran sein könnte. Letzthin ist mir schon Peter Huth unangenehm aufgefallen, der ebenfalls in der „Welt“ den Bewunderungsweltmeister gegeben hat für den ukrainischen Komiker im Präsidentenamt. Aber nicht, weil er komisch wäre. Huth in der „Welt“ sinngemäß: Selenskyi ist Identitätsführerfigur und ruhmreiches Vorbild seines ruhmreichen Volkes und … na ja, jedenfalls troff Huths Schriftseim vom Inneren meines Monitors heraus auf den Schreibtisch vor der Tastatur und es stank ganz fürchterlich. Aber zurück zu Philipp Fritz und seinem „kleinen Putin“, den die Ungarn vor zwei Tagen mit überwältigender Mehrheit im Amt des ungarischen Ministerpräsidenten bestätigt hatten. Nehmen Sie Ihren ganzen Mut zusammen und folgen Sie mir.

Was der Überraschungserfolg des ‚kleinen Putin‘ für Europa bedeutet„, titelte Philipp Fritz. Rumpelstilzchen hätte es nicht besser hinbekommen. „Putin“ ist in der Wahrnehmung des deutschen Medienkonsumenten allerweil so etwas wie vor 40 Jahren das Wort „Aids“. Niemand will an „Putin“ erkranken. Aber Fritz konnte den honorigen Herrn Ministerpräsidenten Viktor (von lat.“victoria“) Orbán nicht einfach mit dem richtigen Putin gleichstellen. Das wäre vor dem Krieg gegangen. Wenn der richtige Putin der absolute Bösewicht bleiben muß, dann bleibt für den ungarischen Ministerpräsidenten eben nur noch „Pütinchen“ oder eben ein „kleiner Putin“ übrig. Malheur, Malheur. Aber ein bißchen Wirkung wird es schon haben im Schlagzeilchen. Im sogenannten Teaser dann: „Unerwartet deutlich konnte Viktor Orbans Fidesz-Koalition die ungarischen Parlamentswahlen gewinnen. Ein Sieg, der Orban in seinem prorussischen Kurs bestärkt, ihn gleichzeitig aber in der EU isoliert. Europa muss sich auf weitere Spannungen mit dem ungarischen Dauerpremier einstellen.“ So ein durchtriebener Schlingel aber auch, der Philipp vom alten Fritz. Schreibt er doch glatt „Europa“, wenn er diese technokratische Mißgeburt namens „EU“ meint. Diese technokratische Mißgeburt ist es aber, welche ihm die Feder führte, weil nämlich für – tatsächlich Europa – es gar keinen besseren Kurs geben kann, als eine prorussischen. Langfristig gesehen ist das so, weil sich nämlich der Verbündete jenseits des breiten Atlantiks als ganz fürchterlicher und schrecklich aggressiver Egoist im Niedergang erweist, der noch nicht einmal mehr gewählte Präsidenten ins Weiße Haus einziehen läßt, und nur, damit er weiter auf dem ganzen Globus umeinandermarodieren kann. In der Ukraine zum Beispiel. Es ist auch nicht Europa, das dem Oberkorrupti und dessen Sohn und seinen Freunden die Geldstange hält, sondern die EU, respektive die nationalen Regierungen innerhalb der EU, die sich alle auf Gedeih und Verderb an die kriminelle Bande aus Washington gekettet haben, welche wiederum regelwidrig das Weiße Haus so besetzt hält wie die Ukraine, diesen ach-so-souveränen Staat im hübschen Völkerrecht mit seinem korrupten und kleptokratischen US-Prokönig Selenskyi. Die armen Ukrainer.

Ungarns „kleiner Putin“

In der Realität ist Viktor Orbán eines der wenigen – wenn nicht das einzige – europäische Staatsoberhaupt, das bedingungslos die Interessen seiner Ungarn als allererstes vertritt. Deswegen wurde er mit einem solchen fulminanten Ergebnis wiedergewählt. In dem Gebilde, das Philipp Fritz aus durchsichtigen Gründen mit „Europa“ bezeichnet, obwohl er die EU meint, ist das zu großen Teilen völlig anders. Es ist auch über die Jahre schon öfter im Medien-Mainstream thematisiert worden: Die Brüsseler Eurokratie ist der politische Müllhaufen, auf dem jede der Mitgliedsnationen das verbrannte, unfähige und unbrauchbare „Politikermaterial“ entsorgt, das im eigenen Land nur stören würde, aber trotzdem irgendwie versorgt werden muß. Ausnahmen bestätigen die Regel. Die deutschen Ausnahmen in Brüssel sind z.B. Christine Anderson und Maximilian Krah. Nigel Farage war bis zum Brexit ebenfalls eine Ausnahmeerscheinung. Die Deutschen, die in Brüssel etwas taugen, sind durch die Bank von der einzigen deutschen Oppositionspartei. Wahre „Experten“ gibt es in Brüssel kaum, jedenfalls nicht unter den tonangebenden Fraktionen dort. Vollblutpolitiker auch nicht. Was es dort gibt, das sind Partizipanten eines völlig perversen Systems, die sich die eigenen Taschen vollstopfen, daß jedes Mitglied eines nationalen Parlaments blaß wird vor Neid. 10.000 Euro monatlich in Berlin sind 50.000 in Brüssel. Nehmen wir die „Pandemie“: EU-Kommissionspräsidentin ist Ursula v.d.Leyen, Tochter des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht, was allein schon eine gewisse erbmonarchistische Anmutung hat. Als deutsche Verteidigungsministerin ist sie die absolute Nullnummer gewesen, verstrickt in den Skandal um die Restaurierung der Gorch Fock, dem Segelschulschiff der deutschen Marine, und hauptsächlich aufgefallen dadurch, daß sie die Bundeswehr in einen familienfreundlichen Großbetrieb umgestalten wollte. Angela Merkels Lieblingsschwester, wenn man den Fotos glauben darf, die beide zusammen zeigen. Küsschen hier, Küsschen dort. Cheek to Cheek. Ihr Ehemann ist Heiko v.d. Leyen, Geschäftsführer von Orgenesis, einer Firma, die sich mit Gentherapeutika beschäftigt. Wos a Glück, daß „Pandemie“ ist. Wenn Frau von der Leyen den Herrn Schwab, Gründer des WEF sieht, strahlt sie über das ganze Gesicht wie ein Honigkuchenpferd. Und wenn sie mit dem Pfizer-CEO Albert Bourla unter vier Augen per Handy-Messager Arzneimitteldeals aushandelt, dann sind die entsprechenden Chats hinterher gelöscht. Wenn sie Dokumente an das EU-Parlament herausrücken soll, auf daß es seiner Kontrollfunktion nachkommen kann, sind ganze Seiten komplett geschwärzt. Oder nehmen wir Martin Schulz, den Ex-Oberbürgermeister von Würselen, der schon auf kommunaler Ebene nicht viel mehr als einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hatte mit seinem „Spaßbad“ für die Stadt. Deutscher Ex-Kanzlerkandidat („Schulz-Zug“). Das ist das typische Personal, das Philipp Fritzens „Europa“ malträtiert. Es gibt schon einen Grund dafür, daß er „Europa“ schreibt, zu welchem sich der „kleine Putin“ aus Ungarn angeblich im Gegensatz befindet, wenn er eigentlich die EU-rokratie meint. Viktor Orbán ist so sehr Vollblut-Europäer wie er Vollblut-EU-Kritiker ist. Weil er den ganzen verkommenen Selbstbedienungs-Saftladen gründlich durchschaut hat. Deswegen. Und dafür muß er sich von einem deutschen Systemschreiberling wie Philipp Fritz als „kleinen Putin“ bezeichnen lassen!?

Der siegreiche ungarische Ministerpräsident muß der EU-hörigen Springerpresse und ihrem Auftragsschreiber Fritz, Philipp, natürlich als „kleiner Putin“ dienen, damit kein Leser das Augenmerk dorthin lenkt, wo der Hase wirklich im Pfeffer liegt. Der liegt nicht in Budapest im Pfeffer, sondern in Brüssel, in Straßburg, in Berlin, Paris, Rom, Cologny, kurz: überall dort, wo sich Funktionäre auf vielfältigste Art und Weise über Stiftungen, NGOs, Lobbyisten und diverse Transatlantikbrücken persönlich derartig mit der kriminellen Bande im Weißen Haus, ihrem militärisch-industriellen Komplex und seinem unkontrollierbaren Eigenleben verquickt haben, daß sie sich vor lauter Gier selbst zu bloßen Marionetten degradierten, die sich vor Angst, daß ihre je persönlichen Machenschaften (hier noch ein gut dotiertes Pöstchen, dort noch eines, irgendwo noch ein Super-Aufsichtsratsposten frei? Gäb’s Provisionen irgendwo?) auffliegen, notfalls sogar noch in einen Dritten Weltkrieg hineintreiben lassen würden, anstatt Europa zu verteidigen gegen die geopolitischen Interessen und Strategien absolut selbstsüchtiger Krimineller in den USA. Die ganze Eurokratie – bis auf wenige Ausnahmen – ein einziger Selbstbedienungs- , geopolitischer Bücklings- und Umverteilungsladen. Das Krebsgeschwür am Sack der Europäer. Und die Systempresse krebst gehorsamst mit. Genau deswegen muß Viktor Orbán als „kleiner Putin“ herhalten: Weil er der einzige ist, der in seinem Amt noch tut, was er soll, nämlich die Interessen seiner Landsleute zu vertreten. Es geht Philipp Fritz in seinem Artikel zum Wahlsieg Orbáns nicht um seinen „kleinen Putin“, sondern darum, nicht schreiben zu müssen, weshalb Viktor Orbán den Eurokraten zunehmend sauer aufstößt. Er stört ihre Kreise! Bravo, Viktor Orbán!

Allein ein Blick nach Berlin, der Hauptstadt der EU-rokratischen Zahlmeisterrepublik, reicht aus, um zu erkennen, was los ist mit Demokratie und Volksvertretung: 735 Abgeordnete, das größte Parlament der westlichen Welt – und dann noch über 800 Hausausweise für Lobbyisten, die nach Belieben ein- und ausspazieren, wo „Dem Deutschen Volk“ drübersteht. Ganze Gesetzesvorlagen werden in Berlin im Hunderterpack von Lobbyisten vorformuliert und genauso im Hunderterpack zur Abstimmung vorgelegt. Keine Sau blickt mehr durch, worum es überhaupt geht, wenn Abstimmung ist. Aber Viktor Orbán wäre es, der dem deutschen Pressefritzen als fragwürdige Figur gilt? Das ist ja alles überhaupt nicht mehr zu glauben. 199 Sitze gibt es im ungarischen Parlament. 135 davon hat jetzt Orbáns Fidesz. Sensationell. Da ist nichts mit 735+800+X!

Die Logik

Aber gut: Was also bedeutet der „Überraschungserfolg des ‚kleinen Putin'“ für des „Welt“-Fritzens „Europa“ seiner geheuchelten Meinung nach? Er schreibt: „War bereits während des Wahlkampfs keine Wechselstimmung spürbar …“ – was ist los? Es war bereits während des Wahlkampfs keine Wechselwirkung spürbar – und trotzdem handelt es sich um einen „Überraschungserfolg“? Für wie blöde muß man seine Leser halten, um ihnen einen solchen Logikfehler als „seriösen Qualitätsjournalismus“ unterjubeln zu wollen? – „ … ist jetzt klar: Die Opposition liegt am Boden, ein Wiederaufbrechen des Bündnisses von linken über grüne bis rechte Parteien wird sich kaum vermeiden lassen. Wahlsieger Orbán hingegen jubelte in der Nacht auf Montag vor seinen Anhängern. Es sei ein „so großer Sieg, dass man ihn womöglich vom Mond sehen kann, und ganz sicher in Brüssel“, sagte er und erntete tosenden Applaus. Er zählte zudem auf, gegen was für vermeintliche Widerstände er sich behauptet hat. Als Gegner nannte Orbán die „internationale Linke“, „Brüssler Bürokraten“, den ungarisch-amerikanischen Milliardär George Soros – und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.“ – Na,na,na – „vermeintliche Widerstände“. Das waren sehr reale Widerstände, mein Bester. Und umso bemerkenswerter ist, daß sie nichts genützt haben. So schaut’s aus! Der westeuropäische Universalismus hat ganz böse die Schminke aus seiner hässlichen Fratze gewischt bekommen. Das ist passiert.

Im Gespräch mit WELT weist Zsuzsanna Szelenyi, Expertin für Außenpolitik, darauf hin, dass diese Parlamentswahl, entscheidend sei. „Sie wird das Land in den kommenden Jahren prägen“, sagt sie.“ – und der Experte für Medienkritik sagt, daß gefälligst Schluß damit zu sein hat, sich ständig irgendwelche Zsuzsannas, Friedhelm-Fürchtegotts und Thorben-Maltes als „Experten“ für Hühnerkacke oder sonst irgendeinen Scheiß präsentieren zu lassen. „Experte“ ist das Wort, das den europäischen „die Menschen“ allmählich zu den Ohren herauskommt. Wer ist Frau Zsuzsanna Szelenyi genau, bitte? Brauche ich einen „Experten“ der mir erklärt, daß nach einer Wahl die gewählte Regierung das Land in den kommenden Jahren prägen wird? Ganz ohne irgendeinen „Experten“ nehme ich an, daß genau das Sinn & Zweck einer Wahl gewesen sein wird. Habe ich recht, „Welt“-Fritze? Und was soll das Komma hinter „Parlamentswahl“?

Inwieweit das der Fall sein wird, wohin Ungarn sich nun entwickeln wird, darauf deutet jene Aussage Orbáns über Selenskyj. Der ungarische Regierungschef nämlich hat zur Überraschung vieler Experten einen Wahlkampf gegen die Ukraine betrieben und damit auf den letzten Metern zugelegt. Seine Attacke auf Selenskyj am Abend, nachdem die Welt von russischen Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Ukraine erfahren hat, vom Massaker von Butscha, ist besonders verstörend.“ – und jetzt reicht’s endgültig mit diesem Geschmier in der „Welt“. Erstens einmal schon wieder „viele Experten“. Inzwischen sind die sozialen Medien voll mit Experten. Klein Erna und Fritze Doof – Experten so weit das Auge reicht. Alle waren sie in Butscha dabei, so einen Eindruck hinterlassen sie. Und Expertenmeinungen haben sie, daß das gesammelte Weltwissen blaß wird vor Schreck. Viktor Orbán hat sehr richtig seinen Wahlkampf gegen den ukrainischen Despoten betrieben, weil der nämlich das exakte Gegenteil dessen ist, was man sich unter einem demokratisch und rechtsstaatlich orientierten Präsidenten vorstellt. Der gelernte Komiker schmeißt per präsidialem Dekret gewählte Abgeordnete aus der Werochwna Rada, wie es ihm gerade einfällt, verbietet Oppositionsparteien, die ihm nicht in den Kram passen, verbietet Fernsehsender, die ihm nicht gefallen, führt mit der Diia-App als erster „westlicher“ Präsident Schwabs „Great Reset“ in der Ukraine ein, bunkert Unsummen zusammengegaunerter Dollars auf Auslandskonten, ist eine der Zentralfiguren in den „Pandora-Papers“, verkündet jedem seiner Landsleute, daß sie ihr eigenes Todesurteil unterschrieben hätten, wenn sie sich als verständigungsbereit mit Russen zeigen – und wenn stimmt, was ein angeblich von Selenskyi per Dekret gefeuerter Abgeordneter gestern behauptete, dann waren es der ukrainische SBU in Zusammenarbeit mit dem britischen MI6, die sich am 3. April in der Früh um sechs Uhr von Kiew aus auf den kurzen Weg nach Butscha gemacht haben. Erst danach gab es dann Leichen in Butscha zu sehen. Und es gibt Bilder einzelner Leichen – der dicke Ermordete im Gullyschacht z.B. -, die partout nicht so aussehen, als seien sie schon seit Tagen tot, sondern so, als seien sie erst vor ein paar Stunden ermordet worden. Es gibt jetzt diese „spektakulären“ Satellitenbilder aus der „New York Times“, die angeblich „beweisen“, die Toten von Butscha hätten schon Mitte März da gelegen, wo sie dann am 3. April aufgefunden worden sind. Was für eine idiotische Propaganda! Es gibt Nahaufnahmen. Niemand, der seit drei Wochen tot auf der Straße liegt, sieht so aus, wie die Leichen, um die es geht. Und seine Kleidung, seine Schuhe erstrecht nicht. Obendrein ist inzwischen ein Video mit dem Titel „Botmans Boys at work in Bucha“ aufgetaucht. Botman ist eine „PoC“, wie man solche Leute im Westen zu nennen pflegt und angeblich Mitglied der Kiewer Territorialverteidigung. In dem Video ist folgender Dialog zu hören: „– Da sind Jungs ohne blaue Armbinden, können wir auf sie schießen? – Scheisse, ja!

Und angesichts derartiger Ungereimtheiten erdreistet sich der „Welt“-Fritz, rotzfrech von „russischen Kriegsverbrechen“ zu schreiben? Ganz so, als ob da bereits irgendetwas feststünde? Und unterschlägt dabei auch noch, daß Russland für den 4. April eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt hatte wegen des Massakers in Butscha, die dann wegen eines britischen Vetos (ukrainischer Abgeordneter: „SBU + MI6“) abgelehnt worden ist? Wozu, glaubt der Springer-Verlag eigentlich, daß eine Zeitung „Zeitung“ heißt und nicht „Propagandablättchen“? Wozu, glaubt einer wie Philipp Fritz eigentlich, daß er Journalist geworden ist? Damit er seinen Lesern nach Belieben die Hucke vollügen kann, mit „Experten“, „viele Experten“ und „kleiner Putin“ daherkommen kann, und daß sein Judaslohn völlig zu Recht als „Gehalt“ oder als „Autorenhonorar“ bezeichnet wird?

Zwei Links

Hier zum Schluß noch zwei Links. Einer zur britischen Boulevardzeitung „The Sun“ vom 04. Februar, 20 Tage vor der russischen Invasion der Ukraine also: „Der Moment, als eine ukrainische Helden-Sniperin zwei Separatisten erschießt, während sie schwört, erneut zu töten, sollte Putin einmarschieren.“ Dasselbe nochmal bei der „Dailymail„, ebenfalls am 04. Februar 2022. Hier der zweite Link: Kriegsverbrechen der US-Army im Irak. Text dazu (mit Dank an MBJ): „Heute vor genau 10 Jahren, am 5. April 2012, veröffentlichte Julian Assange ein „Kollateralmord“-Video, das zeigt, wie US-Soldaten von einem Apache-Hubschrauber aus wahllos auf unbewaffnete Zivilisten und Journalisten in der irakischen Hauptstadt schießen. Die Aufnahmen des US-Militärs vom 12. Juli 2007 zeigen, wie der Kampfhubschrauber über einer Gruppe von zehn Männern kreist, die in dem Bagdader Vorort al-Amin al-Thani ihren Geschäften nachgehen. Die zunehmend aufgeregten Militärangehörigen an Bord des Hubschraubers fragen über Funk, ob sie die Erlaubnis erhalten, das Feuer auf die Personen zu eröffnen – von denen gar keine Gefahr ausgeht. Als die Erlaubnis erteilt wurde, eröffneten sie das Feuer mit einer 30-mm-Kanone. Der Schrecken, Zeuge dieses Massakers zu sein, wird nur noch ergänzt durch ein Gefühl des Ekels angesichts der Freude, die die amerikanischen Soldaten dabei überkam.
Als 10 Männer aufgrund der plötzlichen schweren Verwundung oder des Todes am Boden liegen, hofft der amerikanische Soldat, dass einer von ihnen eine nicht vorhandene Waffe aufhebt, damit der Beschuss wieder aufgenommen werden kann. Nach einiger Zeit hält ein Wohnmobil an dieser Stelle, um den Verwundeten zu helfen. Auch das Auto wird beschossen, wobei der Fahrer getötet und seine beiden kleinen Kinder lebensgefährlich verletzt werden. Nach dem Ende des Gemetzels werden 18 Menschen tot aufgefunden. Unter ihnen waren der Reuters-Journalist Namir Noor-Eldin und sein Assistent Saeed Chmag. Glückwünsche und Blutdurst waren die Reaktion der Soldaten im Apache-Hubschrauber. Assange drohen nun 175 Jahre Gefängnis, wenn er an die USA ausgeliefert wird, für die Aufklärung dieser und anderer Kriegsverbrechen.

Herzlichen Glückwunsch, Viktor Orbán, zu diesem grandiosen Wahlsieg und Gottes Segen für weitere gute ungarische Jahre trotz Fritzes „Europa“, der „EU“ – und ihren amerikanischen „Verbündeten“. Wir wüssten, wer auf dieser Welt 175 Jahre Knast verdient hätte. Julian Assange ist es nicht.