Kriegsszene; Bild: Shutterstock
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Ukrainischer Militärgeheimdienst: Mit deutschen Waffen können wir die Russen besiegen!

Die Verlockung für deutsche Kriegsfreunde wird immer größer, nach der Schmach des Zweiten Weltkrieges Russland doch noch zu besiegen – mit Hilfe der ukrainischen Frontpartner versteht sich, die sich darin verstehen, mit entsprechender Propaganda unser Land mit auf das Schlachtfeld zu ziehen:

Bald zwei Monate nach dem Beginn des russischen Einmarsches hat sich nach Ansicht der Ukraine an den Plänen des russischen Präsidenten Wladimir Putin nämlich nichts geändert. „Das Ziel der militärischen Aggression ist dasselbe geblieben: Dies ist eine Operation, um die Staatlichkeit der Ukraine zu vernichten. Die Ukraine soll aufhören, als Staat zu existieren“, sagte Kyrylo Budanow, Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, dem „Spiegel“.

Auf die Frage, warum Russland entschieden habe, seine Truppen ganz aus der Kiewer Region abzuziehen, entgegnete Budanow: „Sie haben sich nicht einfach so zurückgezogen – wir haben sie aus der Region Kiew vertrieben. Es begann damit, dass wir die Stadt Irpin zurückeroberten. Damit drohten ihre Kräfte im Kiewer Gebiet in zwei Teile zerschnitten zu werden.“ Über den Misserfolg des ursprünglichen russischen Plans, Kiew zu erobern, wundere er sich nicht – er wundere sich aber über etwas anderes: „Wie inkompetent und fahrlässig die russischen Befehlshaber an die Durchführung einer so großen Operation herangegangen sind. Wenn sie wirklich glaubten, dass sie in drei Tagen damit fertig sind – und nach unseren Erkenntnissen waren sie felsenfest davon überzeugt – dann muss die russische Führung sich fragen, wie kompetent ihre Generäle sind.“ Der Generalmajor, der die Hauptkampfhandlungen derzeit zwischen Charkow und Mykolajiw sieht, wiederholte die Forderung der ukrainischen Regierung nach Waffen aus Deutschland: „Wir brauchen Artilleriesysteme – darin ist die deutsche Armee besonders stark. Und leider brauchen wir Panzer, weil wir sehr große Verluste an gepanzerten Fahrzeugen hatten.“

Mit den Waffen wolle die ukrainische Armee die besetzten Gebiete befreien – dazu zähle er auch die 2014 von Russland annektierte Krim. Ein Problem mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten etwa am Leopard-Panzer sieht Budanow nicht: „Das lernen wir schnell. Mit Verlaub, das ist keine höhere Mathematik.“

Noch zögert Scholz, doch alle anderen Parteien außer die AfD und die Linke werden weiterhin Druck auf den Bundeskanzler ausüben. Ihr Traum von einem eroberten „Stalingrad“ ist noch nicht ausgeträumt.

Der „paramilitärische Arm“ der Kirche steht auf jeden Fall schon mal bereit:

Die Synodenpräses der evangelischen Kirche, Anna-Nicole Heinrich, hält Waffenlieferungen an die Ukraine für gerechtfertigt. „Das ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, den Putin, den Russland, gegen die Ukraine führt“, sagte sie im Deutschlandfunk. „Und die Ukraine hat alles Recht, sich dort zu verteidigen.“

Das sei auch der Punkt, der aktuell innerhalb der protestantischen Friedensethik diskutiert werde. „Ich glaube, das ist auch wichtig, weil das ist ja auch was, womit wir lernen müssen umzugehen und auf diesem Grat sozusagen weiterzuwandern.“ Bei allen Friedensbemühungen und auch pazifistischen Bewegungen müsse man anerkennen, dass im Krieg Unrecht geschehe und die Ukrainer ein Recht hätten, sich zu verteidigen.

Damit seien auch Waffenlieferungen gerechtfertigt. Und welche Waffen – ob leichte, ob schwere Waffen – dafür notwendig seien, müssten als allererstes die Ukraine entscheiden und dann die Politik, welche die liefern werde, so Heinrich. Auf die Kirche war eben schon immer Verlass, wenn es um Leben und Tod ging. (Mit Material von dts)

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