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Mit Elon kommt das Elend, oder das große Zittern bei Links-Twitter

Die linksextreme Twitter-Belegschaft spuckt Gift und Galle angesichts ihres möglichen neuen Chefs Elon Musk. „Meine Kollegen sind super links, links, links und sie hassen Elon Musk“, plaudert ein Twitter-Mitarbeiter aus dem Nähkästchen.

Twitter glaubt nicht an die freie Meinungsäußerung und die Mitarbeiter würden angesichts des bevorstehenden 44 (?) Milliarden Kaufs durch Tesla-Milliardär Elon Musk regelrecht durchdrehen, erzählt Siru Murugesan vor versteckter Kamera des Undercover Project Veritas. Für jeden unübersehbar und nun noch einmal intern bestätigt: Zensiert werden routinemäßig konservative und vermeintlich rechte Ansichten, linksextreme Meinungen hingegen nicht.

Regelrechte Wut herrsche angesichts der möglichen Übernahme, von Revolte und massenhaften Kündigungen ist die Rede, sollte Elon Musk Chef werden, erzählt Murugesan, bei dem es sich laut Project Veritas um einen leitenden Ingenieur handelt. Die Büropolitik von Twitter sei so linksgerichtet, dass sie bei ihm sehr schnell nach seiner Ankunft dort seine eigenen Ansichten geprägt und ihn verändert habe. Er habe sich seiner Umgebung angepasst und sei links geworden. Sogenannte Rechte werden offen zensiert.

Musk selbst hat sich auf Twitter häufig über eine Linksorientierung beschwert und festgestellt, dass Persönlichkeiten wie Donald Trump und Steve Bannon verboten werden, während Extremisten der anderen Seite auf der Plattform bleiben dürfen.

„Seit Musk am 25. April mit dem Übernahmeprozess begonnen hat, hat sich viel geändert“, weiß Murugesan. Die Mitarbeiter machten sich Sorgen um ihre Jobs, weil Musks Unternehmen anders laufen als Twitters laxe „sozialistische“ Arbeitsweise.

„Er ist Kapitalist und wir haben nicht wirklich als Kapitalisten gehandelt, eher als sehr Sozialisten. Jeder kann eigentlich tun, was er will, niemand kümmert sich wirklich um Betriebskosten und Zahlen oder darum, wie man das Geschäft effizienter machen könnte“, gibt der Ingenieur zu. Wenn sich jemand psychisch nicht gut fühle, nehme er eben ein paar Tage frei. Manche Mitarbeiter wären erst nach Monaten wiedergekommen und das ist bisher offenbar kein Problem gewesen.

Kein Wunder, daß jetzt Aufregung herrscht und mit allen Mitteln versucht wird, den Deal zu vereiteln. Musk sei ein Mann mit „fragwürdiger Ethik“, Trump komme wieder, „Hass-Rede werde steigen und unter den Mitarbeitern komme es zum „Massenexodus“. In den internen Chatrooms ist seit Bekanntwerden der Musk-Übernahme offenbar die Hölle los, es herrscht blankes Entsetzen: Die Nerven würden „blank liegen“, Musk sei „ein Arschloch“, es sei „körperlich krass, Elon dabei zuzusehen, wie er über Redefreiheit spricht“, „Ich habe das Gefühl, dass ich mich übergeben muss … Ich möchte wirklich nicht für eine Firma arbeiten, die Elon Musk gehört“, sagte ein Mitarbeiter laut New York Times-Reporter Talmon Smith.

Doch am Ende des Tages habe der Vorstand das Sagen und dann würden sie alle in ihrem eigenen besten Interesse handeln, weil sie sich vor Strafen fürchten und nicht verklagt werden wollen, beurteilt Murugesan die Revolutionsversuche seiner Kollegen.

Inzwischen pokert Elon Musk munter weiter, um einen günstigen Preis herauszuholen. Am vergangenen Wochenende schickte er die Twitter-Aktie mit den Worten, der Twitter-Kauf sei „vorläufig ausgesetzt“ auf Talfahrt. Um acht Prozent stürzte sie ab, ihr Wert liegt nun bei 37,38 Dollar statt bei 54,20 Dollar. Der ursprüngliche Preis, den der Chef des Elektroautobauers Tesla bisher den Anteilseignern von Twitter in Aussicht stellte.

Er wolle erst Berechnungen abwarten, daß Fake-Accounts, hinter denen keine echten Nutzer stecken, tatsächlich weniger als fünf Prozent ausmachten.

Je mehr Fragen er stelle, desto größer würden seine Sorgen, erklärte Musk. Er schätzt, dass Fake-Profile mindestens ein Fünftel aller Twitter-Accounts ausmachten.

Twitter-Chef Parag Agrawal versuchte die Methodik bei Schätzungen der Zahl von Spam- und Bot-Accounts in einer ganzen Serie von Tweets auf Twitter zu erklären. Musk konterte eiskalt mit einem Kothaufen-Emoji und fragte unter anderem, ob Twitter es probiert habe, Nutzer mit verdächtig aussehenden Accounts einfach anzurufen. Der Twitter-Krimi geht in die nächste Runde. (MS)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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