Foto: 2G-Hinweisschild an einer Bar (über dts Nachrichtenagentur)

Aus den Fehlern nichts gelernt: Mit verrostetem Instrumentenkasten in den nächsten Corona-Winter

Berlin – Jetzt streiten sie mal wieder über die „richtigen“ Maßnahmen, um einigermaßen rotzfrei durch die nächste Grippesaison zu kommen und faseln von einem Instrumentenkasten, in dem nur saitenlose Geigen liegen, die vielleicht für ein Panikorchester noch gut wären, die aber in Wirklichkeit überhaupt nichts bringen, außer wieder mal die ohnehin schon kaputte Wirtschaft zu zerstören und die Bürger zu drangsalieren:

Im Bundestag schwindet die Unterstützung für 2G- und 3G-Regeln für den kommenden Herbst und Winter. Das berichtet die „Welt“ (Montagsausgabe). Demnach sprach sich unter anderem der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, stattdessen bei Bedarf für eine allgemeine Testpflicht aus.

Zunächst aber müsse es eine Maskenpflicht in Innenräumen und eine Impfkampagne geben mit dem Ziel, alle Erwachsenen ein viertes Mal gegen Corona sowie gegen Grippe zu impfen. „Sollten wir feststellen, dass trotz der Masken im Innenraum und Auffrischimpfungen die Infektionsdynamik im Herbst wieder stark zunimmt, kann es sein, dass man erneut auch effektive Hygienekonzepte einschließlich Zugangskontrollen braucht“, so Dahmen. „In dem Fall wäre eine allgemeine Testpflicht sinnvoll – unabhängig davon, ob jemand geimpft, genesen oder keines von beidem ist. Denn auch Geimpfte und Genesene können sich – wenn auch weniger häufig – infizieren und andere anstecken.“ Es gelte nun, die rechtliche Grundlage für so einen Schritt zu schaffen. Die FDP hielt sich bei der konkreten Frage nach 2G und 3G zunächst bedeckt.

Man wolle die Diskussionen über den sogenannten Instrumentenkasten in der Koalition nicht vorwegnehmen, sagte Andrew Ullmann, gesundheitspolitischer Sprecher der Liberalen im Bundestag. Allerdings sei klar, dass ein „`Instrumentenkasten` deutlich anders und viel evidenzbasierter“ aussehen werde als im vergangenen Jahr. Ullmann forderte generell, mehr auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortung zu setzen.

„Persönlich wäre ich in der jetzigen Phase der Pandemie für klare und stringente Empfehlungen statt durchgehende gesetzliche Pflichten.“ Die SPD beantwortete eine entsprechende Anfrage der Zeitung nicht. Die oppositionelle Union tendiert ebenfalls zu einer Abkehr von der Strategie des vergangenen Winters.

„Leider schützen die aktuellen Impfstoffe nicht vor einer Infektion“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher Tino Sorge (CDU). Darum sollten Unterscheidungen nach dem Impfstatus nicht zur Routine werden, sondern auf ihren tatsächlichen Nutzen überprüft werden. „Tests werden auch im nächsten Herbst vielerorts zusätzliche Sicherheit schaffen.“

Man werde die Schnelltests weiterhin brauchen, „zumindest in vulnerablen Bereichen“, so Sorge. Unterstützung bekommen die Grünen von der Linkspartei. „Für den Herbst gehört die Möglichkeit einer Testpflicht als Zugangsvoraussetzung etwa für Veranstaltungen oder in der Gastronomie unbedingt in den Instrumentenkasten“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Kathrin Vogler.

Dazu brauche es aber klare und nachvollziehbare Kriterien. Eine Testpflicht nur für Ungeimpfte sei hingegen nicht angemessen. „Ich würde eine 1G-Regelung (getestet) bevorzugen.“

Die weitgehende Abschaffung der kostenlosen Bürgertests durch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sei kontraproduktiv, kritisierte sie.

Ob Impfungen, Masken, Tests oder 3-G-Regelungen. Was besseres fällt denen da oben wohl nicht ein, obwohl sie wissen, dass sich ein Virus mit solchen Lächerlichkeiten niemals aufhalten wird – die ganze Nummer sich nur in die Länge zieht. Aber vielleicht ist ja genau das der Plan.  Eine Ausnahmesituation die nur Normalität wird, kommt jedem machtgierigen schließlich sehr gelegen. (Mit Material von dts)

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