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Geliefert wie bestellt: Zahl der Corona-Krankschreibungen klettert weiter

Berlin – Das kommt davon, wenn man sich telefonisch krankschreiben lassen kann und Corona eine bequeme Ausrede ist, um vielleicht den Urlaub zu verlängern, oder dem Burnout zu frönen:

Die von den Kassen registrierten Krankschreibungen wegen einer Corona-Erkrankung laufen nicht mehr parallel zu den offiziellen Infektionszahlen. Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Krankenkasse Barmer. Demnach waren in der 29. Kalenderwoche vom 17. bis 23. Juli 181 Beschäftigte je 10.000 Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben.

Das ist gegenüber dem Vormonatszeitraum ein Anstieg um rund 77 Prozent. In der 25. Kalenderwoche vom 19. bis 25. Juni fehlten coronabedingt 102 Beschäftigte je 10.000 Versicherte. Einen Wert von rund 180 Beschäftigten mit einer Corona-Infektion pro 10.000 Versicherte hatte es zuletzt in der 11. Kalenderwoche vom 12. bis 19. März gegeben.

Damals betrug die Sieben-Tage-Inzidenz etwa 1.900. In der 29. Kalenderwoche mit einem vergleichbaren Krankenstand lag die offizielle Sieben-Tage-Inzidenz jedoch nur bei rund 800. Vermutet wird, dass immer mehr Menschen darauf verzichten, einen positiven Corona-Schnelltest mittels PCR-Test zu überprüfen. Doch nur Letztere fließen in die Statistiken des RKI mit ein. Wie aus der Analyse des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung weiter hervorgeht, gibt es massive regionale Unterschiede bei der Häufigkeit der Krankschreibung aufgrund einer Covid-19-Infektion.

In Niedersachsen waren zwischen dem 17. und 23. Juli mit einer Rate von 238 je 10.000 Anspruchsberechtigten die meisten Versicherten coronabedingt krankgeschrieben. Auf Platz zwei und drei befanden sich Hessen und Rheinland-Pfalz mit 235 beziehungsweise 223 Betroffenen. Sachsen bildete in der Kalenderwoche 29 das Schlusslicht mit 124 Betroffenen je 10.000 Anspruchsberechtigten.

Vielleicht ist das ja auch schon der gefürchtete, schleichende Generalstreik? Es lohnt sich ja kaum noch, zu arbeiten, weil Steuern, Abgaben, Umlagen und Preisexplosionen sowieso alles auffressen, Sozialhilfebezieher aber weiterhin so gut wie alles in den Schoß geworfen bekommen? (Mit Material von dts)

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