RBB (Bild: shutterstock.com/gallofilm)

Vetternwirtschaft und Lügen: RBB bezahlt ausgeschiedenen Mitarbeitern seit Jahren Gehälter fürs Nichtstun

Das öffentlich-rechtliche Geschwür scheint zu platzen: Die Affäre um die RBB-Chefin Patricia Schlesinger weitet sich aus. Interne Dokumente belasten nun den langjährigen Verwaltungsdirektor und neuen Intendanten Hagen Brandstäter. Wie es scheint, erhielten in dem öffentlich-rechtlichen Selbstbedienungsladen ausgeschiedenen Mitarbeitern seit Jahren Gehälter fürs Nichtstun.

Die Nachrichtenseite Business Insider – Betreiber ist Axel Springer SE – brachte nicht nur die Oberschmarotzerin Patricia Schlesinger zu Fall, sondern enthüllt nun auch noch ein geheimes Bonussystem. So soll der RBB nach dem Abgang Schlesingers trotz interner Kritik die Ehefrau der Juristischen Direktorin Susann Lange in die Geschäftsleitung gefördert haben. Die Ehefrau von Susanne Lange,  die Personalleiterin Sylvie Deléglis war für das Bonussystem zuständig, von dem die RBB-Führungskräfte wie Blutegel profitierten. Erst kürzlich stieg die Personalchefin aufgrund des Abgangs von Schlesinger zur Verwaltungsdirektorin auf. Damit sitzt das lesbische Ehepaar nun gemeinsam in der Geschäftsleitung.

Interne Dokumente belasten zudem den langjährigen Verwaltungsdirektor und neuen Intendanten Hagen Brandstäter. Zu Beginn der Woche noch lieferte der Schlesinger-Nachfolger, der neue RBB-Intendanten Hagen Brandstäter eine mehr als peinliche Show die im Potsdamer Parlament ab. Zusammen mit Rundfunkrats-Chefin Friederike von Kirchbach und RBB-Chefaufseherin Dorett König gewährten die  Beutemacher einen kleinen Blick auf den öffentlich-rechtlichen Moloch. Noch am Dienstag beteuerte Hagen Brandstäter,im Brandenburger Landtag, es gäbe gar kein Bonisystem. Offenbar gelogen!

Auch bei dem der ARD angegliederten NDR scheint die Vetternwirtschaft ein wesentliches Element des Arbeitsalltags zu sein. Dort erhält der Lebensgefährte der Direktorin des Funkhauses in Hamburg, Sabine Rossbach, seit April 2018 für „externe Beratung“ bis zu 50.000 Euro im Jahr. Wie Business Insider weiter berichtet, bezahlte die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt – sprich der Zwangsgebührenzahler – unter Verantwortung des impertinenten und abgehobenen Herrn Brandstäter ausgeschiedenen Mitarbeitern seit Jahren Gehälter fürs Nichtstun bezahlt. Mit dem Vorgang vertraute Personen bestätigen dem Nachrichtendienst gegen Zusicherung der Anonymität, dass intern geplant ist, diese Praxis teilweise bis zum Renteneintritt der Nutznießer fortzuführen.

Inzwischen kommen wöchentlich neue Auffälligkeiten ans Licht, die allesamt beweisen, wie der  Öffentlich-Rechtlichen das Geld der Beitragszahler verjubeln und den Laden längst sich zur Beute gemacht haben. Es ist die Führungsriege und nicht der kleine Kameramann, die sich in schamloser Selbstbereicherung die Taschen vollstopft. Offenbar hat man sich sämtlicher Kontrollinstanzen entledigt. „Der zwangsfinanzierte Rundfunk ist moralisch und politisch am Ende“, resümiert der AfD-Politiker Wolfgang Wiehle. Es sei ein System – allein 2021 mit 8,4 Milliarden Euro aus Zwangsbeiträgen alimentiert – das seit Jahrzehnten weitgehend unkontrolliert zu einem Selbstbedienungsladen verkommen ist. (SB)

 

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