Foto: Claudia Roth auf Rio-Reiser-Platz am 21.08.2022 (über dts Nachrichtenagentur)

Keine Macht für niemand! Berlin hat jetzt einen Rio-Reiser-Platz

Berlin – Im Berliner Bezirk Kreuzberg gibt es nach jahrelangem Streit jetzt einen Rio-Reiser-Platz. Über tausend Menschen kamen am Sonntag anlässlich der endgültigen Umbenennung des früheren Heinrichplatzes, darunter auch Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne), eine frühere Wegbegleiterin des Künstlers. Interssant: Frau Roth bekam selbst in „ihrem“ Kiez Pfiffe und „Hau ab“-Rufe um die Ohren.

In den 1980ern war sie Managerin der Politrockband Ton Steine Scherben um Rio Reiser. Der 1996 verstorbene Künstler hatte und hat mit seiner Band Kultstatus in Kreuzberg, unter anderem wegen des „Rauch-Haus-Songs“, dem Soundtrack der linken Hausbesetzer-Szene. Um die Umbenennung des Heinrichplatzes hatte es jahrelangen juristischen Streit gegeben.

Die eigentlich schon im April 2021 erfolgte Umbenennung wurde wegen der Einsprüchen von Anwohnern bis zu einer juristischen Klärung verschoben. Dabei hat der Name nur symbolische Bedeutung: als Postadresse dient er für niemanden.

Ton, Steine, Scherben und somit auch Claudia Roth war immer mit viel Gewalt gegen die Polizei verbunden, den Hymnen folgten Pflastersteine. Von daher passt dieser Platz wie Faust aufs Auge nach Kreuzberg. Claudia Roth auch. Sie sollte hierhin zurückkehren. Sie passt dort besser ins Straßenbild als zum Bundestag. (Mit Material von dts)

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