Deutschland im Winter 22/23 Symbolfoto: Durch Smileus/Shutterstock

Stuttgart: Mieter raus, Flüchtlinge rein

Ein Stuttgarter Immobilienunternehmen hat 115 Mietern eines Apartmentgebäudes kurzfristig gekündigt, um Platz für Flüchtlinge aus der Ukraine zu schaffen. Das berichtet die „Stuttgarter Zeitung“ hinter der Bezahlschranke. Grund sind offenbar ökonomische Überlegungen: Die öffentliche Hand zahlt für die Unterbringung der Ukrainer mehr als die Mieter.

Von Manfred Rouhs für P.I.NEWS

Besonders dreist ist die Terminierung der Massenkündigung: Sie ging bei den Mietern Ende August ein, und bereits im Oktober müssen sie ihre Wohnungen geräumt haben. Und das, obwohl sie unbefristete Mietverträge abgeschlossen haben.

Die meisten Bewohner des Apartmentgebäudes sind Zuwanderer. Viele leben von Sozialleistungen, ein Teil arbeitet für einen Paketzusteller. Migranten gegen ukrainische Flüchtlinge – eine makabre Variante des Ausspielens aller gegen alle. Und offenbar das Ergebnis eines sorgfältigen ökonomischen Kalküls des Vermieters, das wieder einmal ein Schlaglicht wirft auf die hohen Kosten der Unterbringung von Flüchtlingen.

Bei den 115 Mitobjekten handelt es sich um kleine, teilmöblierte Wohnungen von 20 Quadratmetern. Die Warmmiete liegt bei 570 Euro pro Einheit. Das ist drastisch überteuert, wird aber von der öffentlichen Hand, die dringend und offenbar um jeden Preis Platz für Ukrainer benötigt und mit eigenen Kapazitäten schlecht aufgestellt ist, noch überboten.

Was heute im Umgang mit mehr als 100 Migranten in Stuttgart recht ist, wird morgen im Umgang mit deutschen Mietern bundesweit billig sein. Der globale Kapitalismus frisst die soziale Marktwirtschaft. Widerstand gegen solche Praktiken tut Not.

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