Winzergenossenschaft Mayschoss am 02.08.2022 - Foto: Imago

Deutschland 2022: Afrika unterstützt Ahrtal

Weit haben wir es gebracht in der Bundesrepublik Deutschland.

Blick aktuell“ meldete vorgestern:

Altenahr/Burundi. (…) Eine besondere Spende hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann nun im Pfarrgarten in Altenahr übergeben: Gläubige aus dem ostafrikanischen Burundi sammelten umgerechnet 2.000 Euro für die Menschen an der Ahr. Investiert wurde die Summe in bunte XXL-Bausteine, die die Kreativität und das Gemeinschaftsgefühl von Kindern fördern.

„Liebe Geschwister, wir haben von Ihrem Leid gehört“, beginnt der Brief des mittlerweile emeritierten Erzbischofs der Diözese Gitega, Simon Ntamwana. Sofort hätte die Gemeinde ihr Mitgefühl ausdrücken wollen und 4.416.875 BIF (Burundi Francs) gesammelt – was rund 2.000 Euro entspricht. „Nur eine winzige Kleinigkeit“ entschuldigt sich der Erzbischof. Doch die Symbolkraft hinter dieser Spende aus Afrika ist weitaus größer als die Geldsumme.“

Bereits am 29.07.2021 berichtete die „Stuttgarter Zeitung„:

Hochwasser: die Armen spenden

Afrika hilft Deutschland

Kirchen in Ruanda und einigen afrikanischen Nachbarländern haben Geld für deutsche Hochwasseropfer gesammelt. „Niemand ist zu arm, um zu helfen“, erklärt ein Bischof. (…) Von Reichen kiann man das Sparen lernen, heißt es gemeinhin. Vielleicht gilt aber auch die Umkehrung: dass man sich von den Armen Großzügigkeit abschauen kann. Das zeigt sich jetzt in der Hochwasserkatastrophe. Die Berichte von den Wassermassen und den vielen Toten im Westen Deutschlands sind bis nach Afrika vorgedrungen und haben auch dort zu Betroffenheit geführt.“

Die EKD am 21.07.2021:

Afrikanische Kirchen spenden 20.000 Euro für deutsche Unwetteropfer

„Keine Kirche ist zu arm, um Hilfe zu geben und keine Kirche ist zu reich, um Hilfe zu empfangen.“

Düsseldorf (epd). Die rheinische Oberkirchenrätin Barbara Rudolph hat sich dankbar für die Solidarität afrikanischer Kirchen mit den deutschen Hochwasser-Opfern gezeigt. „Es hat mich ungeheuer berührt, dass afrikanische Partnerkirchen als allererstes reagiert haben“, sagte die Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) dem Evangelischen Pressedienst (epd). 14 afrikanische Mitgliedkirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) hatten nur wenige Tage nach dem Unwetter mehr als 20.000 Euro gespendet. Mit dem Geld soll die Nothilfe der Evangelischen Kirchen im Rheinland und von Westfalen unterstützt werden, deren Gemeinden von der Hochwasserkatastrophe erheblich betroffen sind.

Ist es noch zu fassen?

Die Bundesregierung ließ den Flutopfern in Pakistan 39 Mio. Euro an Hilfen zukommen. Der Gesamtwert allein der in die Ukraine gelieferten Rüstungsgüter betrug nach Auskunft der Bundesregierung (rnd-Meldung 25.08.2022) vom 1. Januar bis zum 8. August 2022 knapp 700 Millionen Euro. 800 Millionen Masken im Wert von mehreren hundert Millionen Euro werden wegen eines abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums „thermisch verwertet“, heißt „verbrannt“. Unterdessen ist das Ahrtal 15 Monate nach der Flut noch immer schwer von der Katastrophe gezeichnet, zugesagte Hilfen kommen nicht oder nur mit erheblicher Verspätung. Eine Vielzahl von Häusern ist nach wie vor ohne Heizung. Es steht der zweite Winter nach der Katastrophe vor der Tür. (RB)

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