Mershad Shahidi/screenshot Twitter

Aufstand im Iran: 19-Jähriger Starkoch von Polizei totgeschlagen

Nur wenige Tage vor seinem 20. Geburtstag wird der „Jamie Oliver des Iran“ in Polizeigewahrsam zu Tode geprügelt. Mehrshad Shahidi  soll an schweren Schädelverletzungen gestorben sein. Er ist das 253ste Opfer des brutalen islamischen Mullah-Regimes, das mit allen Mitteln versucht, die Proteste zum Tod der 22-jährigen Mahsa Amini niederzuschlagen. 

Mershad Shahidi hatte sich an den seit Wochen anhaltenden Aufständen zum Tod von Mahsa Amini beteiligt und war in Arak festgenommen worden. Der „Jamie Oliver des Iran“ wurde Berichten zufolge von Sicherheitskräften durch Stockschläge am Kopf verletzt. Der 19-Jährige starb laut DailyMail am Mittwoch offenbar in Gewahrsam der Iranischen Revolutionsgarde .

Der junge Koch hatte 25.000 Follower auf Instagram und sich mit seinen Videos aus seiner Küche eine Fangemeinde aufgebaut. Sein Tod könnte eine „zweite und noch größere Welle nationaler Proteste“ auslösen, glaubt der Iran-Kenner Dr. Reza Taghizadeh.

Nach der Beerdigung des 19-Jährigen waren in der Nacht erneut Demonstrationen ausgebrochen. Sicherheitskräfte sollen Tränengas abgefeuert haben, um Menschenmassen aufzulösen, die Berichten zufolge „Tod dem Diktator“ und „Jeder, der getötet wird, werden von Tausenden unterstützt“ skandiert haben sollen.

Iran Human Rights mit Sitz in Norwegen behauptete am Freitag, dass in den 40 Tagen der Proteste seit dem Tod von Masha Amini mindestens 253 Menschen gestorben seien. Amini war zunächst in Teheran wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die strengen Kleidungsvorschriften des Iran für Frauen auf der Grundlage des islamischen Scharia-Rechts festgenommen worden und am 22.September in Teheran an den Folgen ihrer schweren Schädelverletzungen gestorben. Seit dem Tod der jungen Kurden wird der Iran von Protesten erfasst. Die Sicherheitskräfte haben derzeit Mühe, mit dem Ausmaß fertig zu werden, die sich inzwischen zu dem Versuch ausweiten, die Islamische Republik zu beenden.

Berichten zufolge wurde ein 17-jähriges Mädchen während der Proteste Anfang dieser Woche ebenfalls von einem Polizeischläger zu Tode geprügelt, als es von der Schule nach Hause ging. Lokalen Demonstranten zu Folge, sei der Teenager Sadaf Movahedi am Montagabend „von Unterdrückungskräften“ niedergeschlagen worden, um die Öffentlichkeit unter Kontrolle zu halten. Sie behaupten weiter, daß ihrer Familie gedroht wird, zu schweigen. Andernfalls würden sie ihr eigenes Leben riskieren.

Der Kommandeur der mächtigen iranischen Revolutionsgarden, Hossein Salami, warnte die Demonstranten, daß der Samstag ihr letzter Tag sein würde, an dem sie auf die Straße gehen würden. Angeblich gehe dem iranischen Regime nach fast sechswöchigen Unruhen der Gefängnisraum aus, um Demonstranten unterzubringen, erklärten Quellen gegenüber der  MailOnline.

Die iranische Polizei sei gezwungen, Demonstranten wieder auf die Straße zu entlassen, nachdem ihnen die Plätze für ihre Unterbringung ausgehen, erklärten iranische Einwohner.

Laut einem Dokument, das für Ali Khamenei, den obersten Führer des Regimes, erstellt und von iranischen Oppositionskräften eingesehen wurde, verhaftete das iranische Regime in den ersten zwei Wochen der Proteste 20.445 Demonstranten. Dem Bericht zufolge sind 42 Prozent der Verhafteten unter 20 Jahre alt. (MS)

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