Ich geh mit meiner Laterne (Foto: Bovidae/Shutterstock)

Blackouts: Ja, vielleicht oder nein

Je nach Interessenlage wird, was einen Blackout betrifft, abgewiegelt, oder auf den Alarmknopf gedrückt:

Die Bundesnetzagentur tritt der Warnung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – sicherlich im Auftrag der Bundesregierung, die das zu verantworten hat, vor Blackouts im Winter entgegen. „Deutschland verfügt über eines der weltweit zuverlässigsten Stromversorgungssysteme“, sagte ein Netzagentur-Sprecher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). „Es gibt zahlreiche Mechanismen und Reserven zur Stabilisierung des Stromnetzes in angespannten Situationen. Die Bundesnetzagentur hält die Wahrscheinlichkeit für gering, dass erzwungene Abschaltungen im kommenden Winter erforderlich werden.“ Der Chef des Bevölkerungsschutzamts, Ralph Tiesler, hatte zuvor gesagt: „Wir müssen davon ausgehen, dass es im Winter Blackouts geben wird. Damit meine ich eine regional und zeitlich begrenzte Unterbrechung der Stromversorgung.“

Die Ursache sei dann allerdings nicht nur Energieknappheit, sondern auch das gezielte, zeitweise Abschalten der Netze durch die Betreiber, um die Netze zu schützen und die Gesamtversorgung nicht zu gefährden. (was natürlich nichts mit Energieknappheit zu tun hat, sondern nur aus Lust und Laune passiert) „Das Risiko dafür steigt ab Januar und Februar, sodass wir davon ausgehen, dass es von da an stellenweise für eine gewisse Zeit zu Unterbrechungen der Stromversorgung kommt“, fügte Tiesler hinzu.

Städtetagspräsident Markus Lewe, ansonsten immer auf der Seite der Bundesregierung,  hat dagegen zu einer besseren Vorbereitung auf Blackouts in Deutschlands aufgerufen. „Es kann im Winter passieren, dass der Strom in bestimmten Regionen vorübergehend ausfällt“, sagte der Oberbürgermeister von Münster den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). „Wir gehen im Moment nicht davon aus, dass es längere Blackouts gibt. Es wird nicht tagelang in ganz Deutschland der Strom weg sein. Aber wir müssen auf besondere Krisensituationen vorbereitet sein, die Menschen wie die Städte.“ Dazu müssten Bund, Länder und Kommunen „noch intensiver zusammenarbeiten“, forderte Lewe.

„Es muss klar und eingeübt sein, wie auf den verschiedenen Ebenen schnell und gut koordiniert entschieden werden kann.“ Als Beispiel nannte er Notstromaggregate, die mit Benzin betrieben würden. Bei der Treibstoffversorgung endeten kommunale Möglichkeiten, sagte der CDU-Politiker.

„Deswegen müssen Bund und Länder die Treibstoffversorgung verlässlich steuern und sich darum kümmern. Das muss zwingend miteinander abgestimmt werden.“ Die Krisenstäbe der Städte spielten bereits verschiedene Notfallszenarien durch – etwa zum Schutz kritischer Infrastruktur, sagte Lewe.

„Wichtig ist aber auch, dass Krankenhäuser, Energieversorger oder Wasserbetriebe selbst vorsorgen und für sich eigene Notfallpläne erstellen und einüben.“

Und woher soll das Benzin dann kommen, wenn es keinen Strom gibt? Oder sollen riesige Lager gefüllt werden?

Übrigens: Sollte es trotz Beschwichtigung dann doch zu längeren bundesweiten Blackouts kommen, ist hier eh alles vorbei, wird Anarchie und Chaos ausbrechen, muss der „Führungsbunker“ in Berlin neu bestückt und gereinigt werden. (Mit Material von dts)

Themen

AfD
Brisant
Corona
Gender
Gender
International
Islam
Corona
Brisant
Linke Nummern
Deutschland
Deutschland
Satire
Ukraine
Politik
Wirtschaft