Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Der Sport und andere Unglaublichkeiten

+++ Es gibt eine „Neuinterpretation“ von Michelangelos „Die Erschaffung Adams“. Eigentlich ist es eine bloße Fälschung der afrokubanischen Malerin Harmonia Rosales aus Chicago, der amerikanischen Hauptstadt des Verbrechens, welche die Wurzeln afrikanischer Spiritualität ignoriert. Schließlich stammt das Christentum nicht aus Afrika. Frau Rosales arbeitet hauptsächlich als klassische Malermeisterin …. Meistermalerin, die Frauen und Farbige so darstellt, daß sie in exquisiten Vorstellungen antiker Mythen, afrokubanischer Kultur und Renaissance-Gemälden die Rolle von Macht und Schönheit übernehmen. Müsste man jetzt empört „kulturelle Aneignung“ schreien? – Nein. So, wie sich weiße Musiker den Jazz angeeignet haben, was durchaus die Verehrung der Musikalität in anderen Kulturen verrät, so hat eben Frau Harmonia Rosales ihre Verehrung für Michelangelo und die Malerei der Renaissance eingestanden – also ihre Verehrung für eine bestimmte Art künstlerischer Umsetzung von Inhalten. Inhaltlich wollte sie eben ein wenig provozieren. Das ist aber weder neu noch originell. Im Gegenzug könnte man ein großangekündigtes Jazzkonzert in Chicago durchführen, bei dem die Wildecker Herzbuben mit „Herzilein“ als „Europäische Jazzband Nummer eins“ angepriesen werden. Wegen des Inhalts, meine ich. +++

Rosales Michelangelo
„Neuinterpretation“ – Screenshot Facebook

+++ Der Herausgeber der „Weltwoche“, der Schweizer Roger Köppel, hat eingestanden, daß ihm deutsche Politiker mit Armbinden unheimlich seien. Das ist verständlich, weil es erfahrungsgemäß nicht die klügsten Köpfe sind, die gern Armbinden tragen. Wenn man also Politiker mit Armbinden sieht, heißt das, daß es auch klügere gegeben hätte. Für den Bürger ist das ebenfalls eine zumindest beunruhigende Schlußfolgerung. Vielleicht könnten sich die notorischen deutschen Armbindenträger auf einen Verzicht von Armbinden einigen und dafür auf andere Weise ihre Haufen … Zeichen setzen? Damit sie nicht so unheimlich wirken, meine ich. Es gäbe ja auch noch andere Sportarten außer Fußball. Skispringen zum Beispiel. Die „Heini-Klopfer-Schanze“ in Oberstdorf. Das Skispringen selbst könnte in „Rainbow-Jumping“ abgeändert – und die Schanze selbst in „O-love Scholz Acceleration Track“ umbenannt werden. Sprungweiten müssten auch nicht unbedingt in Metern angegeben werden. „170 O-loves“ klingt sowieso viel schöner als „170 Meter“. +++

olaf scholz 1 1024x683 1
„O-love Scholz“ – Screenshot Ansage

 

+++ Sprache entwickelt sich. Wer hätte im 19. Jahrhundert gewusst, was ein Computer oder ein Bremsassistent ist? Noch vor fünfzig Jahren hätte man einen „Browser“ für einen Brauser gehalten, der gern schnell fährt. Das lateinische „tempora mutantur, nos et mutamur in illis“ geht bis auf Ovid zurück und heißt so viel wie „Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns in ihnen“. Nicht jede Änderung in der Zeit ist aber zugleich auch ein Fortschritt. Auch der Rückschritt ist eine Änderung, die Zeit braucht. Die Durchdringung der deutschen Sprache mit immer mehr englischen Begriffen ist zwar eine Entwicklung, nicht unbedingt aber ein Fortschritt. Zumindest sollte man sich Gedanken darüber machen, ob englische Begriffe nicht wenigstens deutsch buchstabiert werden sollten. „One Love“ würde dann „Wannlaf“ geschrieben werden. Die Mehrzahl: „Wannlaffen“. Der Trainer der DFB-„Wannlaffen“ heißt Hansi Flick. Eigentlich heißt er Hans-Dieter Flick. Jogi Löw heißt auch eigentlich Joachim Löw. Warum heißt der Fußball eigentlich nicht Fußballi? – Na egal jetzt. Stammeskriegsersatz und das alles. Es gibt eben keinen Kriegi. Jedenfalls brächten neue Schreibweisen für englische Begriffe frischen Wind in die deutsche Poesie. Das wäre ein Fortschritt im allgemeinen Rückschritt. Und vorausschauend wäre es obendrein, besonders wenn man den kommenden Sonntag ins Visier nimmt, wenn die DFB-„Wannlaffen“ in Katar gegen die Spanier von der iberischen Halbinsel antreten müssen. Auch, wenn man dabei das rückschrittliche Gendersternchen berücksichtigen muß. Gegen die Nationalmannschaft von Costa Rica hat die spanische Nationalmannschaft bereits mit 7:0 gewonnen. Endlich Poesie mit Gendersternchen also:  „Wenn der Iberer Wannlaf f*ckt, der Wannlaf gleich nach Hause flickt.“ +++

Wannlaf fliegt
„Wannlaf flickt nach Hause“ – Screenshot Facebook

 

+++ Bei der Fußball-EM 2016 gewann die Mannschaft gegen die ukrainische Nationalmannschaft mit 2:0. Das Spiel bleibt aber weniger wegen des Endstandes in Erinnerung, sondern wegen Joachim Löw. Der damalige Trainer der Mannschaft hatte die Fernsehzuschauer mit einem Griff in die eigene Hose verblüfft. Es sah schwer danach aus, als habe Joachim Löw an seinen Geschlechtsteilen herumgefummelt. Der Verblüffung nicht genug: Keine Minute später wurde Joachim Löw auf der Trainerbank sitzend dabei gefilmt, wie er sich den Mittelfinger der Fummelhand förmlich ins rechte Nasenloch rammte. Da war die Welt erstrecht verblüfft. Da nun aber die Mannschaft damals mit 2:0 gewonnen hatte und der Trainer bekanntlich erheblichen Anteil an Sieg und Niederlage hat, läßt sich nicht ausschließen, daß die olfaktorische Selbstvergewisserung – ich bin mir nicht vielleicht so einer, sondern ganz bestimmt der – nicht nur das Selbstbewußtsein des Trainers, sondern telepathisch auch die Kampfkraft der gesamten Mannschaft stärkt. Jedenfalls schienen sich Flicks „Wannlaffen“ vor dem Spiel gegen die japanische Nationalmannschaft lieber der verblüffenden Psychotricks von Alt-Bundestrainer Löw bedient zu haben, anstatt bedingungslos und ausschließlich Hans-Dieter Flicks Ratschlägen zu gehorchen. Dabei muß ihnen ein gravierender Fehler unterlaufen sein, wie der Endstand nach 92 Minuten nahelegt. Löws Hose wäre es gewesen, nicht die eigene. +++

Falsche Hose
„Wannlaf“ vs. Japan: Die verkehrte Hose – Screenshot Facebook

 

+++ Nachdenkliche Zeitgenossen mahnen dazu, mit der Politisierung des Sports endlich aufzuhören. Und nicht nur dort. Es gehe nicht länger mehr an, daß sich selbsternannte Volkspädagogen jeden Bereich des Lebens unter den Nagel reißen, um ihre ideologische Giftsuppe zu versprühen. Das gehe schon deswegen nicht, weil diese selbsternannten Volkspädagogen nicht die klügsten Köpfe seien, wie man an ihrer Vorliebe für Armbinden unschwer erkennen könne. In diesem Zusammenhang – ein interessanter Artikel von Frank Lübberding in der „Welt“: „Wenn der Aktivismus zur Bekämpfung politischer Gegner staatlich subventioniert wird„, heißt seine Schlagzeile. Weiter geht es mit dem Teaser: „Unser Mediensystem ist zum Schlachtfeld geworden: Aktivistische Plattformen wie „Volksverpetzer“ und „Gegneranalyse“ dienen der Denunziation politischer Feinde. Finanziert werden solche Angriffe auch mit Steuergeldern – und das ausgerechnet über das Zentrum Liberale Moderne des Grünen-Politikers Ralf Fücks.“ Lübberding zeigt den Verfall der demokratischen Debattenkultur am Beispiel des Umgangs mit einer einstigen Lieblingsprofessorin der Linken, der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guerót, die seit Corona und Ukrainekrieg zunehmend in Ungnade gefallen ist bei den selbsternannten Volkspädagogen mit den Armbinden. Der heutige Absacker trägt dieser unschönen Entwicklung zweifellos Rechnung. Meinereiner hat überhaupt kein Interesse mehr daran, sich mit diesen selbsternannten Volkspädagogen demokratisch auszutauschen. Ich rede nicht mehr mit denen, sondern höchstens noch über die. „Zentrum Liberale Moderne“ – geschenkt. Grüne? – Pfff! Im Leben nicht mehr. Aber ich bin nicht so besorgt wie Frank Lübberding. Die Grünen und dieses ganze selbsternannte Volkspädagogengesindel steht mitsamt seinen Armbinden auf einer sehr wackeligen Machtbasis. Die wackelt immer mehr. In den USA wackelt sie bereits gewaltig. In Deutschland repräsentieren diese Leute etwa 15 Prozent der Wahlberechtigten. Es sind aber alle Wahlberechtigten, die unter den Folgen der Politik dieser Armbindenträger zu leiden haben – und zwar immer stärker. Inflation, Energiepreise usw.usf. Das heißt, daß die Masse derer immer größer werden wird, denen ein Dialog mit dieser Bande völlig egal ist, weil sie diese Bande nur noch weg-weg-weg haben will. Und wenn es erst einmal so weit ist, dann heißt es für diese Typen – legendäres Sportreportage-Zitat: „Das Spiel ist AUS! AUS! AUS!“ +++

 

imago0006245411h
WM 1954, BR Deutschland ist Fußball-Weltmeister, – Foto: Imago

 

 

 

 

 

 

Themen

AfD
Brisant
Corona
Deutschland
Gender
EU
Islam
Corona
Energie
Medienkritik
Aktuelles
Deutschland
Satire
Ukraine
Politik
Container (Bild: shutterstock.com/Von MOLPIX)
Wirtschaft