Anthony Fauci (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
Anthony Fauci (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)

Washington Post: Mehrzahl der „Covid-Toten“ geimpft

In der „Washington Post“ erschien am 23.11.2022 eine Analyse von Daten des amerikanischen „Centers For Disease Control“ (CDC) mit einem „erstaunlichen“ Ergebnis: Die Mehrzahl der sogenannten Covid-Toten in den USA war geimpft. 

von Max Erdinger

Normalerweise wäre das eine Sensationsmeldung. Nicht so in diesem Fall. Die Analyse in der „Washington Post“ erweckt stilistisch eher den Eindruck, als sei sie erschienen, damit sie von möglichst wenigen Lesern zur Kenntnis genommen werden soll. Die Auswertung der CDC-Daten wurde geleitet von Cynthia Fox, der Vizepräsident der „Kaiser Family Foundation“. Diese private Stiftung besteht seit 1948 und betreibt eigene Forschung zu Themen der Gesundheitspolitik, um sie Politikern, Medien, Gesundheitsunternehmen und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Ihr Jahresumsatz betrug zuletzt knapp 54 Mio. Dollar. Beheimatet ist die „Kaiser Family Foundation“ in Menlo Park/Kalifornien. Durchgeführt wurde die Datenauswertung für „The Health 202“, einen täglichen Newsletter zu Gesundheit & Politik, der von der „Washington Post“ versendet wird.

Der Datenanalyse zufolge waren beispielsweise 58 Prozent der im August 2022 als „Covid-Tote“ registrierten Verstorbenen mehrfach geimpft. Das ist ein enormer Anstieg. Im September 2021 seien es lediglich 23 Prozent gewesen, so die „Washington Post“, im Januar und Februar 2022 dann schon 42 Prozent. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf alle diejenigen Politiker, die noch immer einer Impfung das Wort reden.

Einigermaßen komisch ist eine Absatz unter der Datensammlung des CDC. Dort heißt es: „Ungeimpft zu sein ist weiterhin einer der größten Risikofaktoren, an Covid 19 zu versterben.“ Der Impfstoff verliere schnell seine Wirkung, so daß es gerade für Ältere gefährlich sei, sich nicht in regelmäßigen Abständen „boostern“ zu lassen. Das heißt praktisch: Wenn Sie bisher noch nicht zu jener Mehrheit von „Covid-Toten“ zählen, die mehrfach geimpft war, haben Sie ein hohes Risiko, demnächst zu jener Minderheit zu gehören, die ungeimpft an Covid 19 verstirbt. Überlegen Sie sich gut, woran Sie lieber versterben wollen. Wenn Sie an der Impfung versterben, sind Sie wenigstens ein untadeliges Opfer. Segnen Sie das Zeitliche jedoch ungeimpft, zählen sie bis in alle Ewigkeit zu den verantwortungslosesten Toten, die es in Amerika je gegeben hat.

Auch Dr. Fauci, dem die Daten des CDC ebenfalls bekannt sein dürften, verstieg sich kurz vor „Thanksgiving“ noch zu der Aufforderung an seine Landsleute, sich baldmöglichst mit einer Auffrischungsimpfung zu versorgen. Wie ist das zu verstehen? Die Mehrzahl der „Covid-Toten“ ist mehrfach geimpft, aber eine nicht genannte Zahl weiterer Impfungen ist die einzige Chance, „todsicher“ nicht an Covid 19 zu sterben? Jedenfalls steht Dr. Fauci inzwischen im Rampenlicht des US-Kongresses. Es geht um den Vorwurf, er habe während der „Pandemie“ mit Big Tech konspirativ zusammengearbeitet, genauer: Fauci soll während der „Pandemie“ insofern mit BigTech „zusammengearbeitet“ haben, als daß er empfahl, welche Inhalte im Zusammenhang mit der „Pandemie“ von BigTech zensiert werden sollten. Unzweifelhaft wurden Ärzte, die sich in den sozialen Medien anders als Fauci geäußert hatten, zensiert und oft auch komplett von den Plattformen gelöscht. Indirekt geht es in diesem Kongress-Hearing also auch um die Frage, inwiefern die US-Regierung selbst für Zensur in den sozialen Netzwerken gesorgt hat. Der 81-Jährige ist leitender medizinischer Berater aller US-Präsidenten seit Ronald Reagan gewesen und hat für Ende dieses Jahres seinen Rücktritt angekündigt.

Bei einer Pressekonferenz diese Woche im Weißen Haus geriet Fauci unter Druck, als ein Pressevertreter aus Afrika wissen wollte, was Fauci über die Ursprünge von Covid zu sagen hat. Es gilt als gesichert, daß Fauci die in den USA verbotene „Gain Of Function“ ins Ausland verlagert hatte, u.a. nach Wuhan. Er kam nicht mehr zu einer Antwort, da die Pressesprecherin des Weißen Hauses,  „dazwischengrätschte“ und dem Fragensteller aus Afrika vorwarf, er hielte sich nicht an die Regeln solcher Pressekonferenzen. Das Resultat war dann ein Durcheinandergerede von aufgebrachten Pressevertretern, die ebenfalls gern Faucis Antwort auf die Frage gehört hätten. Fauci selbst stand daneben wie ein Konfirmand und presste die Lippen zusammen. Es ist generell auffällig, mit welchen Argusaugen darüber gewacht wurde, daß Fauci nicht an die verkehrten Fragensteller gerät. So wurde Kim Iversen kurzerhand aus einer Pressekonferenz mit Fauci entfernt. Möglicherweise hätte Dr. Fauci nicht gewusst, wer Kim Iversen ist – und hätte auf „verkehrte Fragen“ verhängnisvolle Antworten gegeben.

Daß Dr. Fauci auf der Pressekonferenz diese Woche kurz vor „Thanksgiving“ noch einmal dazu ermahnte, sich den nächsten Booster zu holen, könnte auch einem gewissen Druck der Pharmabranche geschuldet gewesen sein, die sinkende Absatzzahlen bei den „Impfstoffen“ verzeichnet. Der aktuellen „Impfkampagne“ sollen zuletzt nur noch 13 Prozent der US-Amerikaner gefolgt sein. Pfizer betrieb für die Impfung inzwischen sogar schon Werbung in der „National Football League“ (NFL).

Unterdessen haben die Generalstaatsanwälte von Missouri und Louisiana, Eric Schmidt und Jeff Landry, Klage gegen Dr. Fauci, Joe Biden persönlich, die Biden-Regierung sowie ein Dutzend verschiedener Bundesbehörden eingereicht, darunter die „Homeland Security“. Der Vorwurf: Koordinierte Einflußnahme auf BigTech-Konzerne wie Facebook, Twitter und andere, um in Sachen Covid-19 Zensur zu betreiben.

Der pharmazeutisch-industrielle Komplex setzt unterdessen gänzlich unbeeindruckt den neuesten Schnack in die Welt. Wer sich hartnäckig der „Impfung“ verweigert, habe mit großer Wahrscheinlichkeit ein psychisches Problem und sollte daher Psychopharmaka verschrieben bekommen. Die WHO denkt ebenso unbeeindruckt über verpflichtende Gesundheitspässe nach, also Impfnachweise, die künftig zur Voraussetzung für Reisefreiheit werden sollen. Aber was soll schon passieren? Wir leben schließlich im Wertewesten. Dessen Werte werden gerade heldenhaft in der Ukraine verteidigt. Ja, oder nicht?

 

 

 

 

 

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