Foto: Frau mit Schutzmaske in einer S-Bahn (über dts Nachrichtenagentur)

Maske rauf, runter, rauf!

Weil die Kinder drei Jahre lang davor „geschützt“ wurden, sich mit irgendeinem Virus anzustecken, kippen sie jetzt alle reihenweise um, oder liegen flach. Es waren vor allen Dingen die Masken, die dafür gesorgt haben, dass die Kleinen kein „anständiges“ Immunsystem aufbauen konnten. Jetzt ist das Gejammer groß, auch weil das Gesundheitssystem durch Typen wie Spahn und Lauterbach kaputt gespart wurde.

Und was fällt den „Unverantwortlichen“ jetzt ein? Masken tragen!  Doch wollen nicht alle wieder zurück in diese „Kinderschänderei“, die Debatte läuft weiter, jeder hat da so seine Ideen und benennt die Schuldigen.

Die jüngste Welle von Atemwegserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zieht nun auch neue Masken-Appelle aus FDP und SPD nach sich. „Akut können wir das machen, was wir während der Pandemie gut eingeübt haben: Infektionen vermeiden und Infektionsketten unterbrechen“, sagte Andrew Ullmann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, der „Welt“. Dazu brauche es keine staatlichen Verordnungen.

„Maske tragen, Hände waschen, bei Infektionen zu Hause bleiben.“ Um die sehr stark belasteten Kinderärzte kurzfristig ein wenig zu entlasten, müssten unnütze Vorgaben eingeschränkt werden. Ein Kind mit laufender Nase oder leichtem Fieber müsse nicht zum Arzt.

„Auch sollte man auf unnötige und nicht vorgesehene Vorgaben wie eine Gesundschreibung des Kindes verzichten, die viele Kitas einfordern.“ SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt sagte, die Meldungen von überfüllten Kinderkliniken und Kinderarztpraxen seien „sehr besorgniserregend“. Auch hier schützten die Basis-Hygienemaßnahmen, und alle sollten jetzt „besonders mit den Kindern solidarisch sein“.

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen forderte neben den beschlossenen Neuerungen kurzfristige Schritte wie den Ausbau „einer konsequenten regionalen und überregionalen Koordination der verbliebenen Betten der Kliniken“. Und auch das Angebot ambulanter kinderärztlicher Versorgung in den Notfallpraxen der kassenärztlichen Vereinigungen müsse ausgeweitet werden. Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) warf Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor, frühe Notrufe der Kinderkliniken „bereits vor Wochen“ überhört zu haben.

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch machte eine „Kommerzialisierung des Gesundheitssystems“ und „die Behäbigkeit des Gesundheitsministers“ für die Notlage verantwortlich. „Dass sich Kinder für Kliniken weniger rechnen, ist ein beschämender Zustand.“ Seit Jahren sei die Zahl der Kinderbetten rückläufig – bei steigenden Fällen.

„Lauterbach kennt das und hat trotzdem zu spät reagiert und zu wenig getan. Dieses wichtige Thema hätte gleich zu Beginn seiner Amtszeit höchste Priorität haben müssen. Anderes war offenkundig wichtiger.“

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel bemängelte einen „hausgemachten Pflegenotstand“: Weil die Ampel die einrichtungsbezogene Impfpflicht eingeführt habe, „konnte sich der ohnehin schon extreme Personalnotstand in der Pflege überhaupt erst derart verschärfen“. Die Teil-Impfpflicht müsse fallen – und „die Gewinnoptimierung im Gesundheitswesen muss ein Ende haben“.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat den Bund derweil aufgefordert, bei der Maskenpflicht im Fernverkehr von seiner „Basta-Mentalität“ abzurücken. „Ich sehe in der Eigenverantwortung das Leitmotiv dieser späten Corona-Phase“, sagte Holetschek dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ vor der Gesundheitsministerkonferenz der Länder am Montag. „Deswegen rechne ich damit, dass wir im ÖPNV auf die Maskenpflicht verzichten werden, sobald dies sinnvoll ist.“

Wenn Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an einer einheitlichen Regelung gelegen sei, „dann sollte er sich zunächst an seine eigene Nase fassen und von seiner Basta-Mentalität in Bezug auf die Maskenpflicht im Fernverkehr abrücken“, so Holetschek. Die Gesundheitsministerkonferenz findet digital statt. Holetschek verwies darauf, dass die Corona-Maßnahmen nie auf Dauer angelegt waren: „Die Schutzmaßnahmen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dienen zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Diese Verpflichtungen haben wir in einer Ausnahmesituation geschaffen.“ Man werde diese verpflichtenden Maßnahmen nicht allein deshalb fortführen, weil andere, regelmäßig auftretende Krankheiten das Gesundheitssystem belasten. Dem CSU-Politiker ist es nach eigenen Angaben vor allem wichtig, von der Pflicht abzurücken.

„Klar ist aber auch: Mit Blick auf andere Infektionskrankheiten der Atemwege halte ich eine klare Maskenempfehlung im ÖPNV auch nach einem Ende der Maskenpflicht weiterhin für sinnvoll.“

Nur mit Empfehlungen kommt man in Deutschland nicht weit. Selbstverantwortlichkeit, Selbstbestimmtheit wird den Untertanen nicht mehr zugetraut. Wird die Maske also für immer im Gesicht geklebt werden, sobald einer niest und hustet?

Hier noch eine Grafik, aus der wir erkennen, wer an diesem Desaster die Schuld trägt:

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Aber auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) spricht sich dafür aus, die Maskenpflicht im ÖPNV abzuschaffen. „Es muss auch irgendwann mal gut sein“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky MDR Aktuell. Die Eisenbahn sei das einzige Verkehrsmittel, in dem die Maskenpflicht im Nah- und Fernverkehr noch bestehe.

Während sich die Vorgabe in den „heißen Phasen der Pandemie“ noch bewährt habe, nehme sie mittlerweile „groteske Züge“ an. Die Mitarbeiter bei der Bahn seien die Einzigen, die sich noch strikt daran halten müssten, so Weselsky. „Ich nehme zunehmend wahr, dass die Menschen sich dieser Maskenpflicht verweigern“, fügte der Gewerkschaftschef hinzu.

Die Gesundheitsminister der Länder wollen am Montagnachmittag über das Thema beraten. (Mit Material von dts)

 

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