Udo Lindenberg zeigt den Mittelfinger während der Rede von Alexander Wolf. (Quelle: Screenshot/ Hamburger Senat)

Kein öffentliches Interesse: Verfahren gegen Stinkefinger-Lindenberg eingestellt

Deutschlands Obernuschler Udo Lindenberg sah sich durch die Rede des AfD-Politikers Alexander Wolf in seiner „Ehrenbürger“-Ehre gekränkt und zeigte dem Abgeordneten – ganz im Suff-und-Pöbel-Modus seinen Stinkefinger. Strafrechtliche Folgen muss der selbstgefällige Lindenberg nicht befürchten. Das Verfahren wurde wegen mangels öffentlichen Interesses eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen Udo Lindenberg wegen Beleidigung mangels öffentlichen Interesses eingestellt.

Vor drei Monaten wurde der Barde Lindenberg vom Hamburger Senat zum Ehrenbürger Hamburgs ernannt und somit in eine Reihe mit Personen wie Otto von Bismarck, Johannes Brahms, Helmut Schmidt oder mit „Uns“ Uwe Seeler, die sich also wirklich um die Hansestadt verdient gemacht haben, in eine Reihe gestellt. Das rot-grüne regierte Land verlieh dem gebürtigen Westfalen, der seit Jahren im Hamburger Nobelhotel Atlantik lebt, auf Anregung des roten Genossen Bürgermeister Peter Tschentscher den Titel.

Der selbstgefällige neue Hamburger Ehrenbürger Lindenberg schien jedoch mehr als nur dünnhäutig, nachdem sich nicht jeder dem Jubel über seine Ernennung anschließen wollte. Während der Rede von AfD-Fraktionsvize Dr. Alexander Wolf kam es dann auch zum Eklat. Die AfD-Fraktion würdigte zwar sein musikalisches Werk, lehnte aber als einzige Partei die Verleihung der Ehrenbürgerwürde ab.

Hierbei verwies der AfD-Politiker Alexander Wolf auf Lindenbergs Demokratieverständnis, als dieser nach der letzten Landtagswahl in Thüringen Wähler , die der AfD ihre Stimme gegeben hatten, als „braune Gespenster und menschenfeindliche Brandstifter“ diffamierte. Auch Textzeilen des Nuschelbarden zeigen Lindenbergs Gesinnung, so Wolf. Auf seinem Musikalbum „Bunte Republik Deutschland“ heiße er alle Migranten der Welt in Deutschland willkommen und singt: „Wir steh’n am Bahnsteig und begrüßen jeden Zug. Denn graue deutsche Mäuse, die haben wir schon genug.“ Anlässlich des AfD-Erfolgs in Thüringen habe Lindenberg thüringische Wähler als „braune Gespenster“ und „menschenfeindliche Brandstifter“ bezeichnet, so der Hinweis der AfD. Wolf resümierte: „Und ich bitte, mir das nicht übel zu nehmen: Verglichen mit Uns Uwe, fürchte ich, wird Udo Lindenberg nicht Uns Udo werden.“ Daraufhin zeigte Lindenberg den Stinkefinger und entwürdigte so das gesamte Parlament. Durch sein flegelhaftes und niveauloses Gebaren bestätigte Lindenberg die Einordnung seiner Person durch die AfD: Er ist eines Ehrenbürgers unwürdig.

Die AfD-Fraktion forderte damals sowohl die Einberufung einer außerordentlichen Sitzung des Ältestenrates. Außerdem wurde der Herr Ehrenbürger in einem Brief aufgefordert, sich zu entschuldigen.  Alexander Wolf, Vize-Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Bürgerschaft, zeigte Stinkefinger Lindenberg zudem mit der Begrünung, es könne nicht sein, dass Autofahrer wegen dieser Geste bestraft werden, aber ein Ehrenbürger, der Vorbild sein sollte, ohne Konsequenzen davon kommt, an.

Wolf nannte die Entscheidung „hanebüchen“ und kündigte laut Medienberichten Beschwerde an. „Lindenbergs Stinkefinger darf keine Schule machen“. Der Hamburger Staatsanwaltschaft warf der AfD-Politiker vor, „mit ihrer absurden Begründung den Straftatbestand der Beleidigung kleinzureden und zu verharmlosen“. Sollte sie bei ihrer Entscheidung bleiben, „dann kann zukünftig nie mehr ein Polizist oder ein Bürger mit dem ausgestreckten Mittelfinger beleidigt werden“.

Den von Lindenberg beleidigten AfD-Politiker hat man zudem auf den Privatklageweg verwiesen. Besonders scheint es die Bild-Zeitung zu freuen, dass die Anzeige des „Rechtspopulist“ kein Erfolg beschieden wurde.

Hier nochmals die Stinkefinger-Show des Hamburger „Ehrenbürgers“:

(SB)

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