"Denkbetreuer" beim ÖRR (Foto:CollageJouWatch)

ARD-Tagesschau: Der jouwatch-Faktencheck zu den öffentlich-rechtlichen Balkenbiegern

In Deutschland gibt es bedeutend mehr Balkenbieger als es unabhängige Faktenchecker gibt. Sagt man so: Lügen daß sich die Balken biegen. Die meisten der sogenannten unabhängigen Faktenchecker sind in Wahrheit schwerstabhängig, biegen also mit ihrer Selbstbeschreibung schon den ersten Balken – und ein kluger Kopf hat einmal gesagt, die Lügner könne man zwar nicht dazu zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber man könne sie zwingen, immer dreister zu lügen.

von Max Erdinger

Es kommt noch etwas anderes hinzu. Wenn erst einmal jahrelang gelogen wurde, gibt es für die Lügner kein Zurück mehr. Sie müssen immer weiter und weiter lügen, weil die persönlichen Konsequenzen für ihre vergangenen Lügen viel zu heftig wären, als daß sie in der Gegenwart damit aufhören könnten. Schließlich sind die Konsequenzen ihrer Lügen nicht gerade billig für die Allgemeinheit. Es geht da inzwischen um -zig Milliarden an Euro allein unter materiellen Gesichtspunkten.

Ein völlig bizarres Beispiel lieferte ein gewisser Thomas Rostek in der ARD-Tagesschau ab. Von der Moderatorin im Studio zu den Tätern befragt, die in der Silvesternacht Rettungs- und Polizeikräfte mit Pyrotechnik angegriffen – und ein Dutzend geparkter Autos abgefackelt hatten, stammelte Rostek den folgenden Kommentar daher: „Von den Tätern – äh – zu sprechen, ist in solchen Kontexten immer ein bißchen schwierig. Tatsächlich ist es so, daß – ähem – die Gewerkschaft der Polizei sich – äh – dazu bereits geäußert hat und gesagt hat, es seien gruppendynamische Prozesse – ähem – also ein gesamtgesellschaftlich großer Druck, der geherrscht hat – ähem – geherrscht haben soll anläßlich jetzt nach zwei Jahren Pandemie, und daß man da eben – äh – versucht – ähem, ähem, genau – daß man an Pyrotechnik eben auch leicht rankommt und daß dort eben – äh – das zu großen Problemen geführt habe. Richtig.“ – Das war der ganze Kommentar zu den Tätern, nach denen er gefragt worden war. Sehr kurz, aber keinesfalls bündig.

Thomas Rostek ARD
Thomas „Ähem“ Rostek, ARD-Kommentator – Screenshot Facebook

Besonders das von Rostek nachgeschobene „Richtig“ ist zum kringeln. Die Moderatorin: „Danke für die Einschätzung, Thomas Rostek nach …

Was ist das? Satire? – Nein, das sind öffentlich-rechtliche Nachrichten in Deutschland. Es ist völlig bizarr! Die Kommentare in den sozialen Netzwerken triefen vor Spott & Hohn. Jedermann weiß, aus welchem Milieu die Täter in der Silvesternacht zu Berlin kommen – und bizarrerweise erinnert sich auch jeder, daß er zum Jahreswechsel 2015/16 aufgefordert worden war, auf die Böllerei zu verzichten, damit in den zarten Seelen der damals gerade frisch hereingekommenen, traumatisierten Flüchtlinge keine Albträume getriggert werden. Es übersteigt schier meine Vorstellung, daß jemand so kamerageil sein könnte, als daß er sich freiwillig dazu bereit erklärt, so einen Kommentar abzuliefern wie Thomas „Ähem“ Rostek in der ARD-Tagesschau. Obwohl „wir“ ja, was die Kommentare dort angeht, schon einiges gewöhnt sind an absurder Balkenbiegerei. Dergestalt etwa, daß „wir alle“ froh sein sollten, wegen hoher Energiepreise zum Energiesparen gezwungen zu sein. Aber Rostek hat gleich zum Jahresbeginn eine neue „Bestmarke“ gesetzt. Es kann eigentlich kaum anders gelaufen sein, als daß eine Runde von in Frage kommenden Kommentatoren ausgewürfelt hat, wer den schwachsinnigsten Kommentar des jungen Jahres brav aufsagen muß – und daß Rostek beim Würfeln verloren hat. Vielleicht haben sie auch „Reise nach Jerusalem“ gespielt, wer weiß? Rostek wahrscheinlich: „Och – ähem, genau – menno …„.

Aber es gibt ja nicht nur die visuelle Tagesschau als täglichen Booster für die Narkotisierten, sondern auch noch die geschriebene. Die Schreiber müssen  nicht so – ähem – spontan, genau – einen Balken biegen, sondern sie können sich sogar überlegen, in welche Richtung sie ihn biegen wollen. Ein schönes Beispiel ist das hier bei „tagesschau.de„, ausgerechnet in der Rubrik „Faktenfinder“: „Twitter Files – Wie Elon Musk Verschwörungsmythen fördert“ – Der Teaser: „Mit großem Getöse hat Musk die sogenannten Twitter Files angekündigt – angebliche Enthüllungen darüber, wie auf Twitter unliebsame Meinungen zensiert worden seien. Laut Experten sind die Erkenntnisse nicht neu – verraten aber viel über Musk selbst.“ Erschienen ist dieses balkenbiegerische Machwerk nicht etwa vor zwei Monaten, als Musk Twitter für unvorstellbare 44 Mrd. Dollar gerade frisch erworben hatte, sondern am 5. Januar 2023. Die „Twitter-Files“ sind derartig ergiebig  unter so vielen Gesichtspunkten, daß schon das „angebliche Enthüllungen“ im Teaser völlig lächerlich ist. Das sind Enthüllungen – und was für welche! „Watergate“ war Kleinscheiß dagegen! Meinereiner fragt sich, wie lange sich die Konsumenten der öffentlich-rechtlichen Balkenbieger-News noch diese epidemisch vorhandenen „Experten“ als Gütesiegel bieten lasen wollen. Diese niemals näher bezeichneten „Experten“ sind in den vergangenen Jahren aus dem Boden geschossen wie Pilze nach einem warmen Herbstregen. Seither ergänzen sie die vorher schon gängigen „Studien & Umfragen“ und „die Wissenschaft“. Experten sind das jüngste Werkzeug der Balkenbieger. Mit Experten, „die Wissenschaft“, Studien & Umfragen biegen sich die Traumtänzer eine Realität zurecht, von der immer deutlicher wird, daß es sich um eine absichtsvoll installierte Traumwelt handelt, eine Blase, die platzen wird, weil sie platzen muß wie jede Blase, die immer weiter aufgeblasen wird. Doch sie pusten und pusten.

Elon Musk Twitter
Elon Musk – Screenshot Facebook

Während der oben genannte Rostek, Thomas vermutlich noch in der Ecke stand und sich dafür schämte, beim Würfeln verloren zu haben, bog sich hier ein gewisser Pascal Siggelkow von der „Redaktion ARD-Faktenfinder“ die Balken so zurecht, daß er davon ausgehen konnte, sie seien genug gebogen, um seinen öffentlich-rechtlichen Arbeitsplatz zu sichern. Der öffentlich-rechtliche Pascal: „Doch der große Skandal blieb bislang aus. Vor allem außerhalb der USA sorgten die Twitter Files für wenig Aufmerksamkeit – mit Ausnahme von verschwörungsideologischen Kreisen. Dort wird Musk als vermeintlicher Aufklärer gefeiert, der „die Korruption von Twitter“ aufgedeckt habe, um das „große Erwachen“ möglich zu machen. Aber worum geht es in den Twitter Files überhaupt?“ – Ha-ha-ha, Pascal Siggelkow, schau mir in die Augen. Kannst du meinen Blinddarm sehen? Für wie blöde hältst du das Publikum eigentlich? In den USA sorgen die „Twitter-Files“ für erheblichen Aufruhr. Daß Kevin McCarthy nicht und nicht die Stimmen zusammenbekommt, um „Speaker Of The House“ zu werden z.B., hängt direkt mit den „Twitter-Files“ zusammen. Natürlich sorgen die „Twitter-Files“ außerhalb der USA für wenig Aufmerksamkeit. Und zwar deswegen, weil Deinereiner ganz genau weiß, was ihm droht für den Fall, daß sie für Aufmerksamkeit sorgen würden. Aber das kommt schon noch. Sollte wahr werden, was in den USA z.B. von Matt Gaetz und von Steve Bannon angeregt wurde, nämlich, daß Donald Trump Interims-„Speaker Of The House“ wird, weil es Kevin McCarthy garantiert nicht wird, dann wird es Deinemeinen nicht viel länger mehr gelingen, die Narkotisierten davon zu überzeugen, die „Twitter-Files“ bärgen keine bahnbrechenden Erkenntnisse. Mir mußt Du auch nicht erklären, worum es bei den Twitter-Files „überhaupt“ geht. Ich würde Dir das auch Länge mal Breite erklären, wenn ich nicht absolut davon überzeugt wäre, daß Du das alles sehr genau selber weißt. Von wegen „angebliche Enthüllungen“, „Experten“ und „vermeintlicher Aufklärer“, Du vermeintlicher Aufklärer. Dein Auftrag, Pascal, lautet nicht auf Aufklärung, sondern auf Aufklärungsverhinderung nach dem Motto: Twitter-Files? Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Der Siggelkow, Pascal von den ARD-Faktenerfindern: „Die Twitter Files bestehen aus bislang zwölf nacheinander veröffentlichten Berichten (sogenannten Threads), die auf Twitter von den von Musk auserwählten Journalisten veröffentlicht wurden. Inhaltlich behandeln sie jeweils eigene Themenaspekte, wovon sich einige jedoch überschneiden. Gemein haben sie jedoch alle, dass sie aufzeigen sollen, wie bei Twitter vermeintlich unliebsame Meinungen und Nutzer mindestens in ihrer Reichweite eingeschränkt wurden und wie Twitter dabei auch mit Geheimdienstorganisationen und staatlichen Akteuren zusammengearbeitet hat. Dieses Narrativ, das in den USA von verschwörungsideologischen und rechten Kreisen bereits seit Jahren verbreitet wird, bediene Musk mit den Twitter Files ganz bewusst, sagt Katja Muñoz, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). ‚Inhaltlich bringen sie kaum neue Erkenntnisse. Das Meiste ist schon lange bekannt.‘ “ – Das ist ein knallhart gebogener Balken. Das Meiste ist eben nicht schon lange bekannt. Das Wenigste ist schon lange bekannt. Kleine Logelei gefällig? Paß auf: Wenn die „veröffentlichten Bereiche“ gemeinsam haben, daß sie „aufzeigen sollen“, wie bei Twitter „vermeintlich unliebsame Meinungen und Nutzer mindestens in ihrer Reichweite eingeschränkt wurden und wie Twitter dabei auch mit Geheimdienstorganisationen und staatlichen Akteuren zusammengearbeitet“ hat – was sie ja, ginge es nach Dir, wegen des „sollen“ und des „vermeintlich“ in Deinem Text eben nicht haben, dann kann es sich nicht zugleich um „kaum neue Erkenntnisse“ handeln, weil „das Meiste schon lange bekannt“ gewesen ist. Das Meiste von „sollen“, „angeblich“ und „vermeintlich“ ist schon bekannt gewesen? Kommst Du noch mit?

Die Twitter-Files belegen einwandfrei, daß das FBI, die CIA und die NSA Twitter dazu benutzt haben, um wichtige und zutreffende Informationen vor der Weltöffentlichkeit zu verbergen. Sie offenbaren außerdem, daß man sich bei Twitter verzweifelt darum bemüht hatte, einen Grund für die Sperrung des Accounts von Donald Trump zu finden, und daß, nachdem keiner zu finden gewesen war, einer erfunden wurde. Das muß man sich einmal vorstellen: Ein paar größenwahnsinnige Messenger-Nerds stellen einem amtierenden US-Präsidenten das Mikrofon ab! Die Twitter-Files legen ebenfalls nahe, daß der Messengerdienst nicht das einzige soziale Netzwerk gewesen ist, das von US-Geheimdiensten benutzt wurde, um Beiträge verschwinden zu lassen, die dem gängigen Mainstream-Narrativ widersprachen, ganz egal, ob die in der Sache zutreffend gewesen sind oder nicht.

Sehr interessant in diesem Zusammenhang sind auch die sog. Slacks, die twitterinterne Kommunikation zur Shadowbanning- und Sperrpraxis. Da wurde ganz offen darüber diskutiert, jeden Beitrag und jeden Nutzer zu löschen resp. zu sperren, der Beiträge postete, die dem herrschenden Fauci-Narrativ zu Covid und allem um Covid herum widersprach. Die Twitter-Files offenbaren, daß sich eine kleine Clique von Nerds dazu auserwählt fühlte, darüber zu richten, was Wahrheit sein darf und was nicht. Und zwar ohne, daß sie irgendeine fachliche Qualifikation aufzuweisen hatten zu den Fragen, um die es dabei ging. Stichwort: Yoel Roth. Die Twitter-Files offenbaren außerdem, daß sich amerikanische Bundesbehörden angemaßt hatten, darüber zu entscheiden, worüber sich Amerikaner (und der Rest der Welt) überhaupt unterhalten durften.  Das geht so weit, daß man mit Fug & Recht behaupten darf, Joe Biden wäre heute nicht amtierender US-Präsident, wenn der Öffentlichkeit nicht systematisch der Inhalt des Laptops seines Sohnes Hunter Biden vorenthalten worden wäre, indem die ganze wahre Geschichte in der „New York Post“ vom Oktober 2020 – wider besseres Wissen (!) – als „russische Desinformation“ diffamiert worden ist. Die Twitter-Files offenbaren, daß es US-Behörden in Zusammenarbeit mit willfährigen Pseudomoral-Nerds gewesen sind, die massiv und wissentlich gegen den ersten Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung verstossen haben. Der erste Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung regelt die Redefreiheit und die Abwesenheit von Zensur. Der erste Zusatzartikel ist der Stoff, aus dem die amerikansche Demokratie gewebt wurde. Darum geht es. Das ist keine Kleinigkeit!

Der Siggelkow, Pascal: „Musk schrieb dennoch im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Twitter Files dazu, Twitter habe auf Anordnung der Regierung gehandelt. Dafür gibt es jedoch selbst nach Aussagen des Journalisten Matt Taibbi, der diesen Part der Twitter Files bearbeitet hat, keine Beweise. Zudem war Joe Biden zu dem besagten Zeitpunkt noch gar nicht US-Präsident.“ – Na gut, dann war es eben nicht die Regierung, sondern Behörden, die der Regierung unterstehen. Daß Biden zu dem Zeitpunkt noch gar nicht Präsident gewesen sei, ist nichts weiter als ein bauernschlauer Einwand, der keinerlei Relevanz hat. Der Punkt ist: Wäre die Laptop-Story nicht mindestens ein Jahr lang vom FBI systematisch unterdrückt und als „russische Desinformation“ worden, dann wäre Biden niemals Präsident geworden! Das ist der Punkt! Die Gesamtheit aller bislang veröffentlichten Twitter-Files ist aber zu umfangreich, als daß ich hier detailliert auf jede Einzelheit eingehen könnte. Wenn das US-Repräsentantenhaus seine Arbeit endlich aufnimmt, wird das Bekanntwerden des ganzen Ausmaßes der Verschwörung (kein Mythos! keine Theorie!) ohnehin nicht mehr zu verhindern sein. Vorausgesetzt, die Republikaner einigen sich noch auf einen „Speaker Of The House“, dem an Aufklärung gelegen ist. Kevin McCarthy ist sozusagen die letzte Brandmauer, die augenblicklich noch gegen die Aufklärung steht. Aber nicht mehr lange. Und dann gibt es Vorladungen unter Eid vor Untersuchungsausschüsse, daß es nur noch so kracht im Gebälk.  Die „Section 230“ wird es ohnehin nicht mehr lange geben.

Aber jetzt zu etwas anderem, Balkenbieger

Wie Du sicher weißt, wurde in der Silvesternacht eine russische Kaserne in Donezk beschossen – und zwar mit amerikanischen Himars. Da gäbe es ein paar Fakten herauszufinden. Es sollen zwischen 100 und 600 russische Soldaten getötet worden sein bei diesem Angriff auf die Kaserne in der Makeevka-Straße in Donezk. Schau Dir mal die beiden Fotos hier an und finde heraus, ob das echte Bilder sind, oder ob das Fakes sind. Ich kann das nicht beurteilen. Sieht echt aus, könnte aber gefaked sein. Veröffentlicht worden sollen die Drohnenfotos sein vom ukrainischen Präsidentenberater Arestovych. Sowohl das Bandera-Konterfei als auch der Schriftzug im zweiten Bild soll aus russischen Leichen gebildet worden sein. Stimmt das?

Bandera Leichen
Bandera aus russischen Leichen? – Screenshot FB-Messenger
Donezk Makeevka
Adresse der getroffenen Kaserne in Donezk: „19ptu Makeevka“ aus russischen Leichen? – Screenshot FB-Messenger

Wenn es stimmt, daß es sich bei diesen beiden Bildern um hindrapierte Leichen handelt, Siggelkow, Pascal, dann hätte ich da einen ehrenvollen Job für Dich. Finde einmal heraus, was das faktisch für ein Regime ist, an das der Grüne Hofreiter ganz unbedingt weitere Panzer liefern will. Das wäre mal ein nützlicher Faktencheck, oder? Wenn zutrifft, was diese Drohnenfotos nahelegen, dann könntest Du auch einmal die Fakten checken zu einem öffentlich-rechtlichen Sender, der derlei Nachrichten einfach unterschlägt.

 

 

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