Klaus Schwab und seine 4. industrielle Revolution oder 4. Reich?; Bild: Montage O24
Klaus Schwab und seine 4. industrielle Revolution oder 4. Reich?; Bild: Montage O24

ARD-Tagesschau immer dreister: Verschwörungsmythen über Klaus Schwab und das WEF

Der Verkäufer verkauft Ihnen etwas. So kennt man ihn, den Verkäufer. Aber es gibt noch andere Verkäufer. Die verkaufen nicht Ihnen etwas, sondern die verkaufen Sie. Diese Art von Verkauf findet sich häufig in Zusammenhang mit dem Verrat. Sie wurden verraten & verkauft. Für blöd zum Beispiel. So läßt sich auch die Wahrheit verkaufen. Und verraten. Damit sie kein Geheimnis bleibt, selbstredend. Der Pascal Siggelkow vom NDR würde niemals irgendwen für blöd verkaufen. Und verraten würde er außer der reinen Wahrheit auch nichts. Damit Sie ganz genau wissen, wie alles ist. Sarkasmus …

von Max Erdinger

Damit Sie sich vorstellen können, wie Pascal der Wahrheitsverkäufer von der ARD-Redaktion „Faktenfinder“ aussieht und mit wem Sie es zu tun haben, habe ich sein Foto hier eingestellt. So sieht er aus, der beste Freund von Fakt & Wahrheit. Ein Gesicht, das man sich unbedingt merken sollte. Damit man es später einmal wiedererkennt.

Pascal Siggelkow
Pascal Siggelkow, Faktenfinder & Wahrheitsverkäufer – Screenshot ARD-Tagesschau

Pascal der Wahrheitsverkäufer hat anscheinend den Auftrag erhalten, einmal etwas Erhellendes über diesen mysteriösen Klaus Schwab und das WEF zu verfassen, damit alle, die schon ziemlich viel darüber zu wissen glauben, nicht länger mehr im Dunkeln tappen müssen, weil sie gar nichts wissen. Vor allem nicht, was Klaus Schwab selbst so redet den lieben langen Tag. Und so fasste er sich also ein Herz, der Pascal, und schrieb folgende Schlagzeile zur Veröffentlichung in der Rubrik „Faktenfinder“ auf: „Verschwörungsmythen – Klaus Schwab, das WEF und der Great Reset“ – Awww – ist das nicht herzallerliebst? Das habe ich mir durchgelesen, weil ich wissen wollte, ob wir hier bei jouwatch womöglich alle, alle guten Artikel löschen oder neuschreiben müssen, die je bei uns zu Klaus Schwab und dem WEF samt dessen Dunstkreis erschienen sind. Es sind viele. Wenn Sie möchten, können Sie ja den faktenfinderischen Artikel von Pascal dem Wahrheitsverkäufer selber ganz lesen. Ich werde mir hier nur ein paar besonders leckere Rosinchen herauspicken, weil ich auf etwas ganz anderes hinauswill, als auf die Wahrheitsverkäufe vom faktenfinderischen Pascal.

Mich interessiert, wie es wohl kommt, daß man bei der ARD offensichtlich davon ausgeht, es würde sich vom Fakten-Pascal irgendwer für bare Münze als Wahrheit verkaufen lassen, was in Wahrheit ein Verkauf des Lesers ist – und zwar für Zwangsgebühren. Es ist zwar eine Unterstellung, aber ich glaube trotzdem ernsthaft, daß bei den Öffentlich-Rechtlichen die Überzeugung herrscht, dem Leser bzw. dem Zuschauer könne man jeden Scheißdreck andrehen, weil er ihn sowieso kaufen muß, ob er will oder nicht. Hauptsache, er zahlt. Und daß er zahlt, das ist einstweilen noch rechtlich abgesichert. Ob er den Dreck dann auch konsumiert, ist nachrangig. Das Auskommen von Pascal dem Wahrheitsverkäufer und den Seinen ist auf jeden Fall gesichert. Das ist das Wichtigste.

Verschwörung, Verschwörung …

Nachdem die Nazikeule schon sehr abgenutzt gewesen war und der Multiphobe auch schon für eine gewisse Ermüdung beim Konsumenten des öffentlich-rechtlichen Medienseichs gesorgt hat, musste etwas Neues her. Mit dem Substantiv „Verschwörung“ ließ sich da viel anstellen. Erst gab es den „Verschwörungstheoretiker“. Das war einer, der Verschwörungen witterte, weil er wusste, daß die Verschwörung als solche so alt ist wie die Intriganz selbst. Und die ist so alt wie die menschliche Eigenart, sich zu Gemeinschaften zusammenzurotten. Das ist auch ein schönes Wort: Die Zusammenrottung. Zehn Verschwörungstheoretiker in einem Raum bilden bereits eine solche. Nachdem sich aber fast jede Verschwörungstheorie der vergangenen Jahre als wahr herausgestellt hat – und weil die Verschwörung als solche beim besten Willen nicht als Erfindung zu bezeichnen ist – , galt es nun, die Existenz der Verschwörung als solcher ins Zwielicht zu setzen. Und zack – schon war der „Verschwörungsmythos“ erfunden. Auf gut Deutsch: „Verschwörung? Was soll denn das überhaupt sein? Es gibt keine Verschwörung … äh … es hat gefälligst keine zu geben. Wieso gibt’s das Wort überhaupt? Das hat gefälligst mysteriös zu bleiben. Jemand eine Idee?“ – „Hier, ich! – ‚Verschwörungsmythos‚! Laßt uns fürderhin vom ‚Verschwörungsmythos‘ schwurbeln!„. – Der Vorschlag kam wahrscheinlich von Pascal dem Wahrheitsverkäufer und genauso wahrscheinlich haben alle geklatscht und ausgerufen: „Pascal! Du bist der Allerschlauste!“ – Jedenfalls ist es jetzt so, daß Pascal der Wahrheitsverkäufer alles, was über Schwab und das WEF, den Great Reset und den Dunstkreis des WEF – Obacht: weltweit! – gesendet, kommentiert und aufgedeckt worden ist, als „Verschwörungsmythos“ begriffen haben will von den Konsumenten des öffentlich-rechtlichen Faktenfinder-Scheißdrecks. Und zwar eganz egal, wer über Schwab und das WEF schon etwas gesagt oder geschrieben hat. Ob das Jordan B. Peterson gewesen ist, JP Sears, Steve Bannon oder sonstwer – egal. Verschwörungsmythos eben. Und das Beste: Was Schwab selbst gesagt hat, ist auch ein Verschwörungsmythos. – Ja, hallo? Schwab hat selber damit geprahlt, „seine Leute“ in den Parlamenten der westlichen Demokratien platziert zu haben. Speziell bezog er sich dabei auf den kanadischen Castro-Sprößling Justin Trudeau. Und etwa die Hälfte der Parlamentarier in Ottawa sind nach Schwabs Auskunft ebenfalls „seine Leute“. Berüchtigt sind auch seine „Young Global Leaders“, die dann beispielsweise feministische Außenministerin in der verschwörungsallergischen Bundesrepublik Täuschland werden.

Womit ich jetzt beim schönsten Satz von Pascal dem Wahrheitsverkäufer gelandet wäre. Den muß man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. „Zudem kann das WEF gar nichts verbieten, schließlich ist es lediglich eine Organisation.“ – Jo, na aber Organisation, lediglich. Und Pascal der Wahrheitsverkäufer kann gar nicht lügen, schließlich ist er lediglich ein Faktenfinder. Es ist verdammt egal, ob das WEF etwas verbieten kann oder nicht. Es hat seine Hampelmänner in den Parlamenten sitzen, die dann das verbieten, was das WEF samt seinem globalistischen Dunstkreis verboten haben will. So einfach ist das. Und wenn das nicht reicht, dann gibt es alle die Lobbyisten, deren Chefs sich in Davos tummeln und darüber beraten, welchen Honig sie pekuniär und ideell den „Volksvertretern“ ums Maul schmieren müssen, damit die tun, was sie gern hätten.

Hier hat es Pascal der Wahrheitsverkäufer ebenfalls krachen lassen mit der Wahrheit: „Weil die Verschwörungsideologen ohnehin glauben, dass es eine einzige Konfliktlinie zwischen dem ‚Volk‘ und der ‚Elite‘ gibt, interpretieren sie alles genau in diesem Maßstab. Dass Politik jedoch wesentlich komplexer ist, als dass man einfach nur eine Gruppe von mächtigen Menschen zusammenbringt, die dann alle das Gleiche wollen, wird dabei völlig außer Acht gelassen.“ – Ja-ja. Ja-ja-ja-ja. Und weil man eben keine Gruppe zusammenbringt, in der alle das Gleiche wollen, sind beim aktuellen Treffen in Davos überhaupt keine Russen dabei. Die würden sonst das Gleiche wollen wie alle anderen. Das musste verhindert werden. Womöglich hätten sie sich noch durchgesetzt. Das wäre eine richtig beschissene „World Economy“ geworden bei diesem „Forum“ der „divergierenden Interessen“.

Wie ist das mit der ARD?

Mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist es wahrscheinlich so: Der Erfolg jahrzehntelanger, doktrinärer Maulwurfsarbeit am Bewußtsein des ÖR-Konsumenten gibt es heute her, daß er sich eine „Anne-Will-Sendung“ als Beitrag zum löblichen gesellschaftlichen Diskurs andrehen läßt, in der außer vier Grünen überhaupt keine anderen Gäste mehr „debattieren“. So geschehen am vergangenen Sonntag. Und mit dem „Green New Deal“, der u.a. vom WEF mit vorangetrieben wird, hat das ü-ü-überhaupt nichts zu tun. Daß Schwab die EU-Kommissionspräsidentin empfängt und sowohl mimisch als auch gestisch mit seinen ausgebreiteten Armen signalisiert, daß er stolz ist auf sein braves Mädchen in Brüssel, ist nur eine Sinnestäuschung resp. ein „Wahrnehmungsmythos“. Daß der ehemalige deutsche Wirtschaftsminister Rösler von der FDP zeitweilig Geschäftsführer des WEF gewesen ist und daß im August 2022 noch 34 Milliarden Euro „Gasumlage“ fast komplett an den finnischen Energieversorger „Fortum“ gehen sollten, in dessen Aufsichtsrat Rösler zwischenzeitlich gelandet war – das hat alles nichts zu bedeuten. Nie & nimmer.

Pascal der Wahrheitsverkäufer von der ARD-Tagesdreistigkeitsschau hat vermutlich recht: Beim WEF-Treffen in Davos reisen ein paar hundert total altruistische Philanthropen auf eigene Kosten in hunderten von Privatjets an, um bei Tee, Kaffee & Keksen völlig unverbindlich ein wenig über die Zukunft zu plaudern resp. darüber, wie die Welt zu einem besseren Ort gemacht werden könnte. Und keinesfalls zu einem besseren Ort für sie selbst. Obwohl das natürlich ginge. Alles ganz harmlos. Wie meinte doch Yuval Harari, Schwabs rechte Hand, sinngemäß? – „Daß der Mensch eine Seele hat, das ist vorbei.“

Und war es Schwab selbst oder war es nicht Schwab, der bereits vor gut zwei Jahren ganz unverblümt ankündigte, daß bis zum Jahr 2030 niemand mehr etwas besitzen – und daß es ihm gefallen wird? Was hat dieser Schwab überhaupt zu melden? Hat den jemand gewählt? Was hat Soros zu melden? Hat den jemand gewählt? Was hat Gates zu melden? Hat den jemand gewählt? Was hat der UN-Generalsekretär, der portugiesische Sozialist Guterres, mit der GAVI zu tun? Und welche Funktion hatte Gates für die GAVI? Und welche Funktion hatte die GAVI wiederum in Bezug auf die Impfkampagnen der WHO? Wer finanziert die WHO? Und was hätte die mit Guterres, der GAVI und den UN zu tun?  – Ob es Pascal dem Wahrheitsverkäufer gefällt oder nicht: Auf der Brennsuppe dahergeschwommen sein müsste jeder, der glaubt, Schwab und das WEF ließen sich denken ohne einen Bezug zu „globale Elite“. Es bleibt dabei: Es ist diese „globale Elite“ (eigentlich „globale Parasiten“), die inzwischen dekretiert, was die Gewählten dann gefälligst zu exekutieren haben. Warum die wohl weder der Orbán in Ungarn noch der Putin in Russland leiden kann, wenn es doch solche Philanthropen sind? – Mysteriös. Den Herren wird es doch nicht am Urteilsvermögen mangeln? Da kann sich Pascal der Wahrheitsverkäufer aus den Fingern saugen was er will – oder auftragsgemäß soll. Es spielt keine Rolle. Interessant ist aber, was man bei der ARD offenbar glaubt, den Lesern auftischen zu können.

Jetzt aber: Die Komplexität

Pascal der Wahrheitsverkäufer zitiert den Politikwissenschaftler Rathje: „Dass Politik jedoch wesentlich komplexer ist, als dass man einfach nur eine Gruppe von mächtigen Menschen zusammenbringt, die dann alle das Gleiche wollen, wird dabei völlig außer Acht gelassen.“ – Also – die „Verschwörungstheoretiker“ lassen das außer Acht, meint Rathje, und Pascal dem Wahrheitsverkäufer paßt ganz gut, was Rathje meint.  Klar, die „Verschwörungstheoretiker“ denken ziemlich simpel. So eine Verschwörung ist ja das simpelste auf der Welt, keinesfalls komplex. Es ist genau andersherum. Die Komplexität von Geopolitik muß erst einmal möglichst gut erfasst worden sein, ehe man überhaupt daran denken kann, irgendwo eine Verschwörung zu finden. Daß sich allerdings der jahrelange ARD-Konsument abspeisen läßt mit der Behauptung, alles sei schon so in Ordnung wie es ist, und daß er weitergehen soll, weil es nichts zu sehen gibt, ist wahrscheinlich eine zutreffende Einschätzung. Schließlich haben wir es ja mit den Polit-Partizipanten in Davos durch die Bank auch mit honorigen Persönlichkeiten zu tun, die erwiesenermaßen noch nie ein Wässerchen trüben konnten und ein Erinnerungsvermögen haben, auf welches selbst der Elefant noch neidisch wird. Das Treffen in Davos ist ein reines Philanthropentreffen. Selbstverständlich ist Politik „wesentlich komplexer“, als ein mythischer Verschwörungstheoretiker je in seinen dämlichen Krachschädel bekommen könnte. Deshalb sind in der Politik auch lauter ausgesprochene Blitzbirnen unterwegs, denen es gar nicht komplex genug zugehen kann. Wer fällt einem da unwillkürlich ein? – Na, solche Komplexitätsliebhaber wie Frau Ricarda Lang, Frau Claudia Roth oder die legendäre Komplexitätsbewältigerin Katrin Göring-Eckardt. Oder das Fräulein Thunberg und das Fräulein Neubauer, richtig gescheite Maiden. Gern gesehene Gäste beim zwanglosen Kaffeekränzchen in Davos. Dort können sie recht gelehrt mit den anderen Weltphilanthropen parlieren.

Hallo Internet!

Ich glaube, es wird Zeit, daß mal jemand das Internet erfindet, damit sich die Herrschaften dort austauschen können. Das würde viel lästige Privatjetlerei einsparen und der lieben Umwelt ganz erheblich nützen. Dann bräuchte man auch nicht 5.000 Polizisten und Militär, um den Tagungsort in Davos vor „mythischen Verschwörungstheoretikern“ abzusichern. Ein Hundsfott, wer behauptet, das persönliche Treffen in Davos habe den Vorteil, daß es abhörsicher und unhackbar ist, weil das verschwiegene Wort gelten soll. Wo doch die Herrschaften dort garantiert nichts zu verbergen hätten, oder? Schließlich treffen sie sich doch für eine bessere Zukunft von „wir alle“ und nicht für ihre eigene. Daß die dort nicht alle das Gleiche wollen, halte ich übrigens für eine gewagte Behauptung. Ich bin mir sicher, daß die mindestens in einem Punkt alle das Gleiche wollen: Noch mehr Kohle für sich selbst. Und daß ihr Gesprächsthema im Grunde ist, wie sie das anstellen könnten, ohne dafür in den Knast zu wandern. Philanthropen eben, um unser aller Wohl besorgt – global. Gottseidank haben sie die Russen dieses Mal nicht mehr dabei. Da hätten sie ja glatt Oligarchen einladen müssen.

Jedenfalls wird es jetzt Zeit, Pascal dem Wahrheitsverkäufer einmal dankbar auf die Schultern zu klopfen: Nice try, Pascal! Funktioniert halt nur bei den Blöden. Aber das ist schon ok. Schließlich bekommst Du ja auch von der Anstalt für die Blöden Deinen Anteil an den zwangsweise eingetriebenen Verarschungsgebühren überwiesen. Sollst ja auch nicht leben wie ein Hund. Also rein materiell nicht, meine ich.  Den Rest wirst Du wohl mit Dir selber bereits ausgemacht haben. Ist doch Ehrensache.

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