Günther (r.) fährt Parteichef Merz (l.) in die Parade (Foto:Imago)

Wegen „kleinen Paschas“: Grünen-Bettvorleger Daniel Günther ruft CDU-Parteichef Merz zur Ordnung

Sollte Friedrich Merz irgendwann seit seinem mit 20-jähriger Unterbrechung zweiten und schließlich erfolgreichen Anlauf, CDU-Chef zu werden, ernsthaft geglaubt haben, es würde ihm gelingen, die CDU auch nur ein Stückweit aus der ihr von Merkel zugewiesenen Rolle als linksgrüner Klon zu lösen und wieder in Richtung bürgerliche Realpolitik zu zu führen, müsste er inzwischen die vollständige Tauglosigkeit solcher Bemühungen eingesehen haben. Denn die CDU von heute, vor allem die aalglatten Opportunisten der einstigen Merkel-Parteijugend, die heute in den Ländern mit den Grünen regieren (und sich von diesen vor den Karren spannen lassen), duldet Verstöße in den eigenen Reihen gegen Sprachregelung und Leitmotive des linksextremen Zeitgeistes noch weniger als die Rivalen von SPD und Grünen selbst.

Wer in dieser Union für nationale, Konservative und wirtschaftsliberale Positionen steht oder sie auch nur durchscheinen lässt, wird von seinen „Parteifreunden” niedergemacht  und braucht gar keinen politischen Gegner mehr. NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst bestritt der Union letztes Jahr ja nicht von ungefähr erstmals dezidiert, überhaupt konservative Wurzeln zu haben. Mehr braucht man eigentlich nicht zu wissen.

Diktat linker Wahrheitsklitterung

So verwundert es kein bisschen, dass der schleswig-holsteinische CDU-Ministerpräsident Daniel Günther, dessen Positionen zu Kohls Zeiten einen unverzüglichen Parteiausschluss zur Folge gehabt hätten und zwischen den und grünen Kerninhalten kein Blatt Papier mehr passt, seinem Parteichef nun voll in Rücken fällt und sich von Merz‘ Äußerungen über die „kleinen Paschas“ distanziert. Merz hatte mit der Formulierung arabischstämmige männliche Kinder und Jugendliche bezeichnet, die sich in deutschen Schulen und anderswo inzwischen rotzfrech alles herausnehmen, die Lehrerautorität dreist missachten und darin noch von ihren Eltern unterstützt werden. Absurderweise kann selbst Günther dabei die Tatsachen nicht leugnen (ihm dürften sie auch von seinen eigenen schleswig-holsteinischen Schulbehörden und Lehrervertretern hinlänglich oft geklagt
worden sein) – doch er verlangt, ganz im Sinne des Diktats linker Klitterung und selbstbetrügerischer Verleugnung der Wirklichkeit, dass sie nicht beim Namen genannt werden darf.

Der „Tagesspiegel“ zitiert Günther wie folgt: Merz habe zwar „ein reales Problem beschrieben”, man brauche in der Gesellschaft aber einen „respektvolleren Umgang” miteinander. Migration brauche „sensible Sprache“. Auf gut Deutsch: Migranten und vor allem muslimisch Jungen und Männer, die in ihren urbane Soziolekten machistischste Vulgärsprache gebrauche und auf eben diesen „Respekt” sowie jegliche Umgangsformen im Alltag rundheraus scheißen, sollen die Sensibilität und den Respekt der Almas erwarten dürfen, sie keinesfalls offen damit zu konfrontieren. Von linken Gutmenschen ist man diese kriecherische Verlegenheit ja längst gewohnt (wie sich auch in der schizophrenen Verbiegung der wahren Ereignisse der Silvesternacht zeigt; dass jedoch ein Unions-Spitzenpolitiker so etwas absondert, zeigt, wie unrettbar diese Partei inzwischen ins linksextreme und vor allem deutschland- und deutschenfeindliche Lager abgedriftet ist.

Linke Anbiedermänner der Union

Es ist nicht das erste Mal, dass Merz wegen der objektiven Benennung von Tatsachen aus seiner eigenen Partei von linken Anbiedermännern zur Ordnung gerufen wurde: Als er – völlig korrekt und angebracht – im vergangenen September das reale Phänomen des „Sozialtourismus” ukrainischer Flüchtlinge ansprach, die zwischen ihrer Heimat und Deutschland pendeln, um hier Stütze abzukassieren, bevor sie wieder ins „Kriegsland“ zurückkehren, liefen nicht nur die Lebenslügner der grünlinken Originalparteien, sondern auch ihre CDU/CSU-Kopisten dagegen Sturm und griffen das vom WDR-„Rotfunk“ verbreitete Ammenmärchen auf, Merz sei damit „Kreml-Propaganda“ gefolgt. Dabei hätte ein Blick auf die Reservierunglisten von Flix-Bussen, eine vertrauliche Unterhaltung mit Sachbearbeitern vom nächsten Jobcenter oder Vermietern von Flüchtlingswohnungen hier ebenso Erhellung bringen können, wie im Fall der „Paschas” ein offenes Gespräch mit Lehrkräften deutscher Problemschulen, um einzusehen, dass es sich bei der „Kreml-Propaganda“ oder beim „Rassismus“ um die reine Schilderung von Tatsachen handelte.

Das schlimmste Verbrechen hierzulande ist und bleibt es, Ideologen aus ihren Tagträumen und Elfenbeintürmen zu reißen und sie mit der Realität zu konfrontieren – und die CDU als Pseudo-„Opposition“ ist selbst in dieser politischen Trance gefangen. Treffender als in Günthers Merz-Bashing könnte sie ihre eigene Überflüssigkeit im Parteienspektrums gar nicht unter Beweis stellen. (DM)

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