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Chinesen lieben keine US-Papageien aus Brüssel

Welch ein Skandal: EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen fand bei ihrer China-Reise keine Beachtung bei den Machthabern in Peking und wurde bei der Abreise am Flughafen gar wie eine normale Touristin behandelt.
Von Wolfgang Hübner
Für Leute wie sie, die seit vielen Jahren allerorten eine privilegierte Sonderbehandlung gewohnt sind, gewiss eine tiefe Demütigung. Doch die hat sie sich als Brüsseler Papagei der aggressiven US-Außenpolitik auch redlich verdient. Dass die Dame aus CDU-Adel nun allerdings auf Rache gegen China sinnen wird, kann der EU und speziell Deutschland nur neuen Schaden zufügen. Mehr denn je ist von der Leyen eine Belastung und Hindernis für größere Unabhängigkeit der EU.
Es dürfte vdL besonders schmerzen, dass ausgerechnet ihr Reisegefährte, der unter großem innenpolitischem Druck stehende französische Präsident Macron, den China-Trip dazu nutzte, sich als Kritiker der seit dem Ukrainekrieg immer größer gewordenen Abhängigkeit von Washington zu präsentieren. Es kann darüber gestritten werden, wie glaubwürdig diese Vorstellung politischer Schauspielkunst einzuschätzen ist. Man sollte es mit dem Großteil der Franzosen halten und Macron besser nicht über den Weg trauen. Aber wenn einer wie er nun davor warnt, Europa solle kein Vasall der Amerikaner werden, dann tut er schon deshalb ein gutes Werk, weil ein Musterknabe transatlantischer Nibelungentreue wie der CDU-Politiker Norbert Röttgen gerade vor Wut außer sich ist.
Diese Wut teilt er mit vielen US-Vasallen in Berlin, die offenbar bereit sind, nach Russland auch mit China auf Konfrontationskurs zu gehen. Mit seinem Auftritt und Äußerungen in China hat Macron, was auch immer seine Motive sind, für Wirbel gesorgt und das Vasallentum gegenüber der in Washington vorherrschenden imperialen Konfliktpolitik gegenüber Peking beim Namen genannt. Von dieser Positionierung kommt der französische Präsident ohne noch mehr Schaden für sein schwer ramponiertes Ansehen in den restlichen Jahren seiner Amtszeit nicht runter. Und die deutsche Außenpolitik steht jetzt noch dümmer da als sie es ohnehin schon ist. Bald will Ukraine-Fan Annalena Baerbock nach China reisen. Darauf dürfen wir uns schon jetzt freuen: Denn den Gastgebern wird schon was einfallen, um das Trampolintalent zu ärgern.

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