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Baerbocks China-Besuch zeigt Deutschlands dramatischen Bedeutungsverlust

Am Donnerstag traf Außenministerin Annalena Baerbock zu ihrem ersten Besuch in China ein – und wie nicht anders zu erwarten, hätte das Interesse an diesem Trip im Reich der Mitte kaum geringer ausfallen können. Baerbock wird, dem redlich erworbenen totalen Bedeutungsverlust Deutschlands entsprechend, dort wie ein Zaungast empfangen. Das, was hierzulande der sprichwörtliche in China umgefallene Sack Reis ist, ist für die Chinesen Baerbocks „wertebasierte“ und „feministische“ Außenpolitik.

Von Daniel Matissek für Auf1.info

Wie peinlich und desolat die Außenpräsentation der Bundesrepublik dank diesem fremdschamwürdigen logopädischen Alptraum in Frauengestalt inzwischen ist, zeigt sich schon daran, dass fast ausschließlich der zeitgleich stattfindende Besuch des brasilianischen Präsidenten Lula da Silva in Peking im Mittelpunkt des chinesischen Medieninteresses steht.

Verbale Aussetzer und Stilblüten

Und das ist kein Wunder: Von diesem verspricht man sich verständlicherweise mehr als vom unbedarften Geplapper einer Ministerin, die einer Regierung angehört, die das eigene Land systematisch zugrunde richtet, den Rest der Welt aber zugleich über moralische Benchmarks und die hohe Schule der erfolgreichen Staatskunst belehren will. Auf Baerbock hat man in China grade noch gewartet.

Abgesehen davon, dass sich die zahllosen verbalen Aussetzer und Stilblüten, mit denen Baerbock immer wieder ihre völlige Inkompetenz sprachlich untermalte, auch nach China herumgesprochen haben dürften, wird die Ampel-Regierung mit ihrem Schlingerkurs gegenüber China ohnehin nicht mehr ernst genommen. Spätestens seit ihren Ausführungen über die feministische Toilettenplanung in nigerianischen Dorfsiedlungen ist Baerbock global als offizielle Witzfigur anerkannt.

Transatlantische Vasallin

Der Zweck ihres Trips sollte eigentlich sein, einen Kontrapunkt zum Besuch des französische Präsidenten Emmanuel Macron in China zu setzen, der diese Woche – zur Freude des dortigen Regimes und zum Entsetzen der EU – betont hatte, Europa dürfe sich in den Taiwan-Konflikt zwischen den USA und China keineswegs hineinziehen lassen.

Baerbock, die in der Ukraine wie eine US-Domestikin und transatlantische Vasallin auftritt, hier jedoch aufgrund des gigantischen Handelsvolumens zwischen Deutschland und China (alleine 2022 Importe von über 191,3 Milliarden Euro aus dem Reich der Mitte) keine Konfrontation mit China riskieren will, glitt deshalb in ihre erwartbaren angelesenen Phrasen über „europäische Werte” ab. Es könne, schwafelte sie, angesichts des gemeinsamen europäischen Binnenmarktes „gar keine unterschiedlichen Positionen zum größten Handelspartner“ der EU geben. Daher sei es auch ein wichtiges Zeichen gewesen, dass Macron gemeinsam mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen China besucht habe.

Wieso fuhr nicht wenigstens Scholz?

Dass man von der Leyen und die EU in China richtig einzuordnen weiß, zeigte jedoch die Tatsache, dass die Kommissionspräsidentin in Wahrheit auf jede nur mögliche Weise brüskiert wurde: Während Macron mit allen protokollarischen Ehren empfangen wurde, erwartete der chinesische Umweltminister von der Leyen am gewöhnlichen Passagierausgang des Flughafens. Und während Präsident Xi Jinping alle Stufen vor der Großen Halle des Volkes in Peking herabstieg, um Macron zu begrüßen, durfte von der Leyen sich alleine die Treppe hinaufbemühen. Baerbocks Status dürfte sogar noch niedriger angesiedelt sein: Sie traf nur auf zweitklassige Polit-Garnitur.

Wenn es hier doch angeblich, was der weltpolitischen Brisanz der Taiwan-Krise sehr wohl angemessen gewesen wäre, um eine so dringliche diplomatische Mission geht: Wieso reist dann nicht der Bundeskanzler nach Peking, sondern schickt stattdessen seine Außenministerin ins das bevölkerungsreichste und zweitmächtigste Land der Erde – ein verhuschtes, politisch talentfreies, unscheinbares und farbloses Mäuschen, die sich als Ex-Trampolinspringerin, Buchplagiatorin und „Völkerballexpertin“ einen „Namen“ gemacht hat?

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