Der Gesalbte - Foto: Collage

Staat: Feindstaat, Feind Staat und der Staatsfeind

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Staat Kinderfuehrerschein
Staatsgläubigkeit – Screenshot Facebook

Der Staat als Polit-Entertainer

Im Staatstheater ist für eine Unterhaltungsfülle gesorgt, die ihresgleichen sucht. Seit Jahrzehnten ist das so und es nimmt kein Ende. Wenn man sich überlegt, was es in den vergangenen fünfzig Jahren alles an Gesetzen, Gesetzesänderungen, Ausführungsbestimmungen, Zusätzen, neuen Vorschriften und Verboten gegeben hat – und daß das alles erfolgt ist, um eine “menschlichere Gesellschaft”, eine “bessere Zukunft”, eine “gerechtere Welt” zu schaffen – kurz: um “Verbesserungen herbeizuführen”, dann müsste man zu der Frage kommen, wie ein Überleben vor fünfzig Jahren überhaupt möglich gewesen ist, ohne daß sich alle vor den Zug geworfen haben angesichts der Unzulänglichkeiten, denen sie damals ausgesetzt gewesen sein müssen.

Seit einem halben Jahrhundert, um hier einfach einen Zeitausschnitt zu präsentieren, den viele miterlebt haben, arbeiten “unsere Parteien” in allen möglichen Koalitionskonstellationen unermüdlich daran, ständig das Leben für “die Menschen” zu verbessern. Und sie haben immer noch neue Ideen! Immer, wenn einer vorprescht und neue Ideen präsentiert – ein neues Heizungsgesetz etwa -, stürzen sich alle darauf wie die Aasgeier und freuen sich ein Loch in den Bauch darüber, daß es wieder etwas Neues zu diskutieren gibt. Am besten sind Personen und Sachverhalte “umstritten”, und die Debatte um die Themen wird “kontrovers” geführt. Auf eine solche Weise kann man sich nämlich auch die Zeit bis zur eigenen Beerdigung vertreiben.

Da nun die Demokraten alle eine “gleichberechtigte Meinung” zu allem und jedem haben wollen – auch weil sie sollen – (“Deine Meinung zählt!”, “BILD dir deine Meinung!”),  und weil jemand sich nicht mit der Bezeichnung “Demokrat” schmücken darf, wenn er behauptet, das sei für sich genommen schon schwachsinnig, haben auch die Schwachsinnigen eine “gleichberechtigte Meinung”. Außerdem haben sie nicht nur das aktive, sondern oft genug auch noch das passive Wahlrecht. Werden sie gewählt, dann halten sie sich stante pede für den Staat. Anders ist kaum zu erklären, daß sich unser merkwürdiger Bruder Karl der Lauterbach kürzlich besorgt über die wachsende Zahl von “Staatsfeinden” äußerte. Anscheinend ist er der Ansicht, man dürfe sich nicht geringschätzig über Schwachsinnige äußern, sobald die sich als “der Staat” begreifen.

Der allmächtige Staat

Welche Verheerungen Staatsgläubigkeit in den Hirnen der demokratischen Meinungsinhaber herbeiführen kann, verdeutlicht das obige Meme. “Ich bin FÜR einen Eltern-Führerschein! Kinder sollten NICHT weniger wert sein als Autos!!!”. Das ist ja schon blöde genug: Eltern-Führerschein. Da hat der Meinungsinhaber doch nicht richtig überlegt? Wer wären denn Eltern? Doch wohl solche, die vorher Nachwuchs gezeugt haben. Warum nicht eine amtliche Schnacksel-Genehmigung? Eine Fortpflanzungs-Konzession? Das wäre doch mal eine richtig geile Staatsmaßnahme, oder nicht? – Ja hallo? Wie blöde wirds denn noch? Der Mensch pflanzt sich fort. Wenns klappt, hat er Kinder. Ganz ohne Staat.  Das ist aber nur das eine. Der Depp, der das obige Meme verfasst hat, ist offensichtlich auch noch stolz auf seinen Einfall. Er hatte einen, den hält er für klasse, und weil er den für klasse hält, muß er ihn auch gleich in die Welt hinausposaunen und mit beiden Zeigefingern auf sich zeigen: “ICH bin dafür …” –  dann blickt er in die Runde der Memeleser und erwartet Bewunderung für sein besonders “verantwortungsbewußtes Getue”. Der Staat soll erlauben oder eben nicht erlauben, daß wer auch immer eigene Kinder hat und sie auch behalten darf. Weil es den Führerschein schließlich gibt, damit keine Autos beschädigt werden. Die schönen Autos.  Klar: Der Verfasser des Memes war ein ausgesprochener Schwachkopf. Ein Staatsgläubiger vor dem Herrn. Eine veritable Knalltüte. Ein total Unterbelichteter, dessen spärlich gewundenes Hirn von einer trüben Talgfunzel notdürftig illuminiert wird. Aber er hält sich für den Größten. Deshalb brauchte er auch drei Ausrufezeichen. Damit keinem entgeht, wofür er sich hält. Für einen Leuchtturm der Geisteskraft nämlich. Damit ist er aber nicht allein.

Da er nicht allein ist, machen die meisten jeden staatlichen Angriff gegen ihre Freiheit mit. Ob Digitaleuro, ob Heizungsterror, Ernährungsterror – was auch immer: Es kommt vom Staat. Also ist es gut und berechtigt.

Staatstragend

Besonders würdevolle Reden, also solche, die vor salbungsvollen Worten und hochtrabenden Begriffen nur so triefen, und die mit ernster Miene vor einem großen Publikum von Gesalbten und Geschmierten  vorgetragen werden, gern von Bundespräsidenten oder Ministerpräsidenten in prächtigen Räumlichkeiten mit vielen Kameras, bezeichnet man oft auch aus “staatstragend”. Dann heißt es etwa, der Bundespräsident habe eine staatstragende Rede gehalten. Wenn er nicht sogar eine “gegeben” hat. Sagt man ja: “Euch gebe ich!”.

Die Gesalbten und Geschmierten, die sich die Rede des Bundespräsidenten – möglicherweise sogar die des gegenwärtigen – anhören mussten, müssen am Ende applaudieren. Dazu müssen sie gar nicht der Ansicht sein, daß die Rede vor Weisheit nur so strotzte. Sie könnten insgeheim auch denken, daß der Bundespräsident die schwachsinnigste Rede gehalten hat, die sie sich jemals anhören mussten. Das ändert aber nichts. Sie müssen trotzdem applaudieren, weil sie schließlich beobachtet werden. Wer schmeißt sich schon in sein bestes Tuch, wirft sich also in Schale, und läßt sich die Schuhe auf Hochglanz polieren, um zum Bundespräsidenten zu gehen, wenn er hernach nicht applaudieren will? Man stelle sich das vor: Bellevue. Der Bundespräsident beendet seine Rede, die Gutbetuchten klatschen alle bis auf einen, der in seinem Frack aufsteht und laut und vernehmlich nach vorne brüllt, der Kaiser sei nackt und schwachsinnig. – Undenkbar. Warum? Weil sie alle den Eindruck erwecken müssen, als hülfen sie dem Bundespräsidenten dabei, den Staat zu tragen. Wer nach Bellevue eingeladen wird, der weiß vorher, daß er sich staatstragend zu benehmen hat, wenn er keine nachteiligen Folgen für sich selbst riskieren will.

Was gerade noch möglich wäre, ist ein knatternder Furz während einer der rhetorischen Kunstpausen des staatstragender Redners, so, daß ihn alle vernehmen können. Unter materiellen Gesichtspunkten hätte der auch den Vorteil, daß man alle wegen Rufschädigung verklagen könnte, die hernach behaupten, man selbst sei derjenige gewesen, der ihn hat ziehen lassen.

Sehr viel weniger Staat wäre sehr viel mehr

“Staat” ist heutzutage ein Synonym für “Übergriffigkeit” – und zwar mindestens. “Nötiger”, “Verschwender”, “Vergewaltiger” sowie “Mordbube” kämen nämlich ebenfalls in Betracht. Der Nötiger: “Besser du läßt dich impfen, Bürgerlein, unwürdiges. Weil sonst …” – und dann zeigt er dem Einzelnen die Folterinstrumente , an die er gedacht hat, dieser Staat, der “wir” angeblich “alle gemeinsam” sind. Offensichtlich halten sich die Leute, die sich für “der Staat” halten, recht eigentlich für Viehzüchter – und den eigentlichen Souverän für die dummen Rindviecher in seiner  Viehherde. Der Verschwender: “Das ist umsonst. Das zahlt der Staat” – und woher hat er das Geld, das er zahlt, der Staat? – Eben. Der Staat hat kein Geld. Es ist das Geld der Bürger. Und die “Volksvertreter” aka “die Regierung”, Leute, die sich wie Lauterbach selbst für den Staat halten, machen damit, was sie wollen. Wenn es nicht reicht, erfinden sie eben neue Steuern. Wenn es sein muß, verkaufen sie den Leuten sogar noch die Atemluft und das Wasser. Wenn die dagegen protestieren, mutmaßt “der Staat”, dann fehlt es ihnen an der löblichen “Steuermoral”. Er selbst, dieser pervertierte Staat, braucht selbst keine Steuermoral. Die gibt es nur auf Seiten der “Steuerpflichtigen”, nicht aber auf der Seite der  Steuerverschwender. Das Geld der Bürger wird regelrecht verschleudert. Der Staatsgläubige: “Es war richtig, den Hoeneß einzubuchten. Wir müssen unsere Steuern schließlich auch zahlen.” – Dummheit im Quadrat. Der Vergewaltiger: “Natürlich weist die Kriminalstatistik für die Stadt Berlin nach, daß seit einigen Jahren die Sexualdelikte im öffentlichen Raum zunehmen. Auch weist sie aus, wer sie überproportional häufig begeht. Aber hey: Das müsst ihr aushalten, ihr deutschen Frolleins. Wenn ihr meckert, seid ihr nämlich nazi, mindestens aber ‘rechts'”. Der Mordbube: “Natürlich wissen wir, daß es jeden Tag zu tödllichen Messerstechereien kommt und daß das früher anders gewesen ist. Aber hey: Wenn ihr keine weiteren Messerstecher mehr importiert haben wollt, dann seid ihr eben nazi oder zumindest ‘rechts’.” – Und dann bekämpfen wir euch eben. Schließlich haben wir den “Kampf gegen rechts” nicht grundlos erfunden.

Der Staat, vielmehr diejenigen, die sich für den Staat halten, weiß auch alles besser. Weil er alle Experten, Studien und Forscher kennt. Schließlich bezahlt er sie ja fürstlich. Von seinem Geld, wie er nicht müde wird, zu behaupten. Tatsächlich hätte man zu Zeiten, als der Gebrauch des gesamten deutschen Wortschatzes noch gestattet war, auch noch sagen können, was die Leute, die sich für “der Staat” halten, in Tat & Wahrheit sind. Heute nicht mehr. Es könnte ja – horribile dictu – jemand etwas Wahres zum Thema sagen. Der österreichische Bundespräsident van der Bellen hielt es neulich für eine gute Idee, Österreicher in die Ukraine zum Minenentschärfen zu entsenden. Offensichtlich hält er sich für einen König, der seine leibeigenen Bauern an fremde Mächte verkaufen darf, wenn die gerade Krieg führen und “Material” brauchen.

Lassen Sie sich nicht einreden, daß es einen Feindstaat gebe. Der Feindstaat ist Einbildung, weil er nämlich auch nur ein Staat ist, mit dem sich die Leute herumschlagen müssen, die dort leben. Deutschland steht für, die Ukraine hat, Russland muß – alles Kokolores. Es geht um die Deutschen, die Ukrainer und die Russen. Allenfalls geht es um Nationen. Von Nationalaufgaben redet aber niemand, sondern immer von “Staatsaufgaben”. Hätten die Ukrainer einen nützlichen Staat, also einen, der ihnen selbst nützt, dann hätten sie jetzt keinen Krieg. Und die Deutschen hätten keinen Staat, der ihnen permanent einredet, dieser Krieg sei auch der ihrige. Und die Russen hätten keinen Staat, der wegen der lausigen beiden anderen Staaten und deren übergeordnetem Oberstaat (USA) einen Krieg führen würde. Staat sucks.

Recht auf Leben

Leute, die sich exclusiv für “der Staat” halten, zugleich aber immer behaupten, der Staat, das seien “wir alle”, denken gar nicht daran, das Leben als solches zu achten. Es sei denn, es wäre ihr eigenes. Zwar behaupten sie, daß sie Leben schützen würden, wenn sie beispielsweise Alte während einer herbeipropagierten “Pandemie” mutterseelenallein in Altenheimen verrecken lassen und den Angehörigen verweigern, Abschied zu nehmen. Das ist ein Indiz dafür, daß sie ein geistiges und ein seelisches Leben verwechseln mit dem physischen Überleben. Eine rüstige Hundertjährige, die während der “Pandemie” mitsamt ihrem Rollator aus dem Altenheim “ausgebüxt” war, um mit ihrer 73-jährigen Tochter zusammen deren Geburtstag zu feiern, wurde von der Polizei aufgestöbert und zurück ins Heim verfrachtet. Mehr Verachtung für das Leben hätte “der Staat” gar nicht zeigen können. Dieser Staat zumindest scheint die Bürger für seine Geiseln zu halten.

Jedenfalls ist es unzweifelhaft so, daß die Grünen z.B. nie und nimmer mit ihren unverschämten Übergriffigkeiten durchkämen, wenn die Deutschen nicht verinnerlicht hätten, daß der Staat so etwas wie der lebenslange Ersatz für ihren Papa und ihre Mama ist. Das ist ein schönes Bild, weil es verdeutlicht, was für Eltern der Deutsche hätte, wenn der Staat Papa und Mama wäre: Solche Eltern nämlich, die wegen Kindesmißbrauch schon längst hinter Schloß und Riegel zu sitzen hätten.

Braucht man überhaupt einen Staat?

Es gibt Libertäre, die das kategorisch verneinen. So radikal ist meinereiner nicht. Aber ich bin der Ansicht, daß in diesem Staat der “Reset”-Knopf gedrückt werden müsste, um hernach einen schlanken Staat zu haben. Die Macht der Parteien müsste erheblich reduziert werden, die Bürokratie müsste erheblich abgebaut werden, Beamte müssten scharenweise entlassen werden, Steuern müssten minimiert werden, Gesetzbücher müssten entrümpelt werden, Staatsaufgaben müssten auf einige wenige Kernbereiche zurückgefahren werden – und generell hätte zu gelten: Gerade so viel Staat wie nötig, so wenig wie nur irgend möglich. Denn fast alles, was allerweil grotesk aus dem Ruder läuft, ist der Existenz eines Staates zu verdanken, der sich als zuständig für alles begreift. Realiter haben “wir alle gemeinsam” es mit einem Putsch des Staates gegen das frei geborene Leben zu tun. Letztlich wird nichts besser dadurch, daß man Eigenverantwortung und Eigeninitiative beim Staat ablädt. Nichts ist dadurch gewonnen, daß man dem Staat zugesteht, sich allüberall einzumischen. Das einzige, was dadurch entsteht, ist eine parasitäre Klasse, die sich auf Kosten aller Anderen einer unproduktiven Fettlebe hingibt und dabei ihre pseudomoralistischen Zeigefinger in die Luft streckt.

Es wird Zeit, diesen Staat schlafen zu legen. Möglichkeiten gäbe es viele, ohne daß sich der Einzelne dabei exponieren müsste. Allgemeine Subversion in tausendfach verschiedener Gestalt ist immer eine Möglichkeit. Machen Sie sich Gedanken, realisieren Sie die und reden Sie nicht größer darüber.Ich kann hier nicht schreiben, was mir selbst alles dazu einfällt. Nur so viel: Überkooperation mit dem Staat ist eine hervorragende Möglichkeit. Nerven Sie den Staat, anstatt sich von ihm nerven zu lassen.