Ernst der Lage, Chefredakteur? - (Symbolfoto: Yevhen Marienko/Shutterstock)

Simpel gestrickt: Der AfD-Experte Imre vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (IVRND)

Der Imre muß für das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (RND) Sachen schreiben. Dabei muß er aufpassen, daß er keine Sachen macht – “mach keine Sachen, Imre!” -, die das Mißfallen der Bundesregierung erregen. Die Sozialdemokratisten stellen nämlich nicht nur den äußerst unpopulären Bundeskanzler, sondern sie kontrollieren auch den wirtschaftlichen Rahmen, innerhalb welchem sich die Textmacher:innen beim “Redaktionsnetzwerk Deutschland” ihre Brötchen verdienen müssen. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Michael Klonovsky, früher Redakteur beim “Focus”, behauptete, die Mainstream-Journalisten verachteten sich insgeheim allesamt selbst für das, was sie da abliefern müssen. Was er nicht sagte, war, daß sie sich selbst als geistesdepravierte Buchstabenstricher begreifen. Hätte er aber bestimmt sagen können, wenn er gewollt hätte. Jedenfalls gibt es das folgende, schöne Zitat: “Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.” Man weiß aber nicht, von wem es stammt. Wilhelm Busch und Bertolt Brecht, aber auch der Kabarettist Werner Kroll werden als Urheber genannt.

Jedenfalls ist der Imre Grimm vom Redaktionsnetzwerk einer von denen, die schon zu ihren Zeiten auf Erden in der Buchstabenhölle schmoren müssen. Fatalist, der er zu sein scheint, hat er sich wohl gedacht, wenn es eh schon so ist, könnte er ja mal versuchen, sich auf der höllischen Karriereleiter nach oben zu schleimen. Dann hat er ein wenig gegrübelt – und als nächstes ist ihm das hier eingefallen. Irgendeine Erklärung muß es ja geben dafür – igitt.

Imre Grimm
Insgeheim: “Was schreibe ich denn heute wieder, damit mich die SPD liebhat?” – Screenshot Facebook

Freilich fragt sich der Verständige in seiner ganzen Klugheit, woher der Imre vom Redaktionsnetzwerk das Wort “Intelligenz” kennt. Auch hier sind der Spekulation wieder keinerlei Grenzen gesetzt. Eine davon: er könnte gegoogelt haben, was “Intelligenz” bedeutet, ist dabei über das Wort “Intelligenztest” gestolpert, dachte sich dann, ehe er einen solchen macht, probiert er es lieber zuerst einmal mit einem Idiotentest, und nachdem er bei dem durchgefallen war, hielt er sich nicht etwa für einen Idioten, sondern für qualifiziert genug, um über die Intelligenz anderer Leute zu schreiben. Aber wie gesagt: Spekuliert ist schnell. Wahr muß das alles nicht sein. Meinereiner gibt den Imres von den Redaktionsnetzwerken halt gern einen mit. Verachten tut er sie übrigens auch. Deshalb rechnet meinereiner auch mit einem baldigen “Gutes Anti-Verachten-Tun-Gesetz”. Die Sozialdemokratisten zaubern solche guten Gesetze aus dem Ärmel, als ob es nichts wäre. Obwohl so viel Infantilismus gar nicht so einfach ist, wenn man die Pubertät erst einmal hinter sich hat.

Eines ist jedenfalls mysteriös: Warum wird dem Leser der Imre vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (IVRND) als “Kolumnist” vorgestellt? Müsste das nicht “Kommunist” heißen? Schließlich sind es doch die Kommunisten, die total darauf abfahren, wenn alle dasselbe denken. Aber es kann schon sein, daß der Imre vom Redaktionswerk Kolumnist und Kommunist gleichermaßen ist. Dann ist er eben ein “kecker Kolumnist”.

Imre “The Brain” Grimm

Auf alle Fälle ist es so, daß der Imre vom Redaktionsnetzwerk sich für mordsgescheit und urteilskräftig hält. Anders könnte er gar nicht auf die Idee gekommen sein, Gottfried Curio, Matthias Moosdorf, Marc Jongen, Alice Weidel und so vielen anderen brillanten Köpfen aus der AfD mit der Unterstellung ans Bein zu pinkeln, “vermeintlich einfache Antworten zu kennen”. Es ist dieses “vermeintlich”, welches impliziert, der Imre vom Redaktionsnetzwerk sei derjenige, der davon überzeugt ist, nicht die “vermeintlichen”, sondern die wirklich einfachen Antworten zu kennen. Das wollte er aber bestimmt nicht gesagt haben. Damit hätte er schließlich “die Komplexität der Realität” verkannt und alle würden sich ernsthafter als zuvor fragen, ob er beim Idiotentest durchgefallen ist, um sich hernach für intelligent zu halten und in der Folge aus Versehen “permanent die Intelligenz” aller Anderen zu unterfordern.

Obwohl: Permanent die Intelligenz aller Anderen zu unterfordern, ist eine ganz gute Strategie, um sich beim “Redaktionsnetzwerk Deutschland” nach oben durchzuschleimen, auch wenn man sich dafür jeden Tag im Spiegel anspucken muß vor lauter Kummer über die eigene Geistesentklötung.

Da fällt mir ein: Wie sieht es eigentlich mit dem Umfragehoch für das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” aus? Könnte man sagen, daß der Imre als Kommunist oder Kolumnist “permanent” für neue Beliebtheitsrekorde bei den Lesern sorgt? – Ich glaube nicht. Vielmehr glaube ich, daß das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” einer stark zunehmenden Zahl von Medienkonsument:innen tierisch auf die Eier und die Eierstöck:innen geht. “Lügenpresse” schreit schon gar niemand mehr, so sehr ist das in den vergangenen Jahren zur Binsenweisheit geronnen.

Völlig bizarr wird es, wenn man sich überlegt, wen der Imre vom Redaktionsnetzwerk für qualifiziert halten muß, “permanent” und “vermeintlich” komplexe Antworten auf die komplexen Fragen der komplexen Realität zu geben, wenn das seiner behaupteten Weisheit nach sogar die komplexe AfD nicht hinbekommt. Die SPD? Die Grünen? Die Linke? Die vor dem linksgrünen Zeitgeist kotauende Union mit ihrem innerparteilichen, sanktionierungsbedrohten Realitäts-Benennungsverbot? Die Gelben? Annalena Baerbock vielleicht? Nancy Faeser? Robert Habeck? Olaf Scholz? Ricarda Lang? Katrin Göring-Eckardt?  Saskia Esken? Kevin Kühnert? Omid Nouripour? – die ganzen moralingetränkten Simpelgestrickten mit ihrem zerebralen Leistungshandicap, die sich – aufgepaßt, Imre: “ubiquitär” – als Amtsträger:innen in den Altlinksparteien tummeln, weil sie woanders keinen gutbezahlten Job bekommen hätten?

“Vermeintlich” ist es “einfach” so: Der Imre vom Redaktionsnetzwerk wollte sich beliebt machen bei den Rahmensetzern seiner wirtschaftlichen Existenz, hat sich dann eine hanebüchene Behauptung ausgedacht, so, wie das Linke immer machen, wenn sie ein Ziel vor Augen haben, an welches sie die Beschreibung der Gegenwart unter allerlei grotesken Verrenkungen recht gesinnungsdienlich anpassen müssen, suchte dann im Duden nach Wörtern, die “irgendwie intellektuell” klingen, fand “basiert”, “reduziert”, “Komplexität”, “Realität”, “emotional” und “permanent”, verrührte die mit der Unterkomplexität dessen, was er für eine gute Idee hielt, klebte als nächstes das Etikett “Meine saumäßig intelligente Überzeugung” auf die Textverpackung – und rannte damit zum Chefredakteur beim “Redaktionsnetzwerk Deutschland”, um ihm seinen “vermeintlich genialischen Text” geifernd vor Eifer zu präsentieren mit den Worten: “Ich hab’s, Genosse Buchstabenkommissar! Dieser Text wird die blauen Schweine vernichten!” – Woraufhin der Chefredakteur dann “vermeintlich komplex” antwortete als sei ihm in größter Not die Armee Wenck erschienen: “Braver Kolumnist!” – und ihm ein Fleißsternchen ins rot-grüne Betragensheft stempelte.

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