Rekonstruktion von Ötzi als "weiß gelesene" Mumie: Jetzt soll er plötzlich Person of Color gewesen sein... (Foto:Imago)

Ist klar: Ötzi kam aus Anatolien… und der erste Mensch hieß nicht Adam, sondern Ali

Die woke Ideologie sucht nicht nur die Gegenwart heim, sondern streckt ihre Tentakel bis in die fernste Vergangenheit aus. Selbst die 1991 entdeckte Gletschermumie „Ötzi“ bleibt davon nicht verschont. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und von Eurac Research wollen nun herausgefunden haben, dass man sich Ötzis wahres Aussehen zu seinen Lebzeiten um 3250 vor Christus nicht als “zu hellhäutig” vorstellen dürfe. „Wir waren sehr überrascht, im neuen Ötzi-Genom keine Spuren der osteuropäischen Steppenhirten zur finden, auch der Anteil der Jäger und Sammler Gene beim Ötzi ist sehr gering. Genetisch sieht er so aus, als seien seine Vorfahren direkt aus Anatolien gekommen“, verkündete Johannes Krause, einer der Mitautoren der neuen Studie.

„Es ist der dunkelste Hautton, der bei zeitgenössischen europäischen Individuen festgestellt wurde”, ergänzte der Anthropologe Albert Zink. Mehr als 91 Prozent von Ötzis Erbgut stamme von anatolischen Zuwanderern ab, die vor etwa 9.000 Jahren aus dem Nahen Osten gekommen seien und -natürlich- die bis dahin unbekannte Landwirtschaft nach Europa gebracht hätten. Frühere anderslautende DNA-Untersuchungen müssten entsprechend korrigiert werden. Im Klartext: Ötzi stammt von Migranten aus dem Nahen Osten ab, die Europa zivilisiert haben.

Ötzi als Vorfahr aller afroarabischen Fachkräfte?

Ein Schelm, wer eventuelle tagespolitische Absichten in diese angeblich neuen Erkenntnisse hineininterpretiert. Den Zusatz, dass Europa schon immer von Zuwanderung aus dieser Region profitiert habe und ansonsten immer noch im zivilisatorischen Niemandsland verharren würde, verkniffen sich die Forscher, es wird aber wohl nicht lange dauern, bis solche Behauptungen von interessierter Seite vorgebracht werden. Die Grünen werden wahrscheinlich eine direkte Linie zu den hochqualifizierten Fachkräften ziehen, die seit acht Jahren über die deutschen Grenzen strömen.

Im Südtiroler Archäologiemuseum, wo auch eine Rekonstruktion des lebenden Ötzis mit heller Haut und langen Haaren zu besichtigen ist, reagierte man wenig euphorisch auf die neue Studie. Pressesprecherin Katharina Hersel erklärte, man werde die Rekonstruktion nicht gleich anpassen. „Während die Erbanlagen eindeutig analysierbar sind, ist das Forschungsteam jedoch sehr zurückhaltend, was die Wahrscheinlichkeit anbelangt, ob, wann und in welchem Ausmaß sich diese Erbanlagen zu Lebzeiten eines Menschen zeigen“, stellte sie klar.

Bahnbrechende Erkenntnisse

Offenbar hält man das vermeintlich anatolische Aussehen der Mumie dort ebenfalls für ein politisch motiviertes PR-Manöver. Das Ganze fügt sich in ein Muster ein, die Wissenschaft zur Bestätigung der irren Behauptungen der woken Wahnwelt zu missbrauchen. Erst im Mai hatte ein Forscherteam der Universität Göttingen allen Ernstes behauptet, durch Analysen von 1.200 Skeletten in Deutschland, Österreich und Italien herausgefunden zu haben, dass es bereits in der Bronzezeit eine „nicht-binäre Minderheit“ gegeben habe. Zu diesen bahnbrechenden Erkenntnissen sei man gelangt, weil man auch das (gar nicht existierende) „soziale Geschlecht“ in die Analyse einbezogen habe.

Wenn Wissenschaft sich unter politischem Druck dermaßen zum Narren macht, wird es wohl auch nicht mehr lange dauern, bis sich „Beweise“ für die Behauptung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan finden, Muslime hätten Amerika bereits 1178 und damit 314 Jahre vor Christoph Columbus entdeckt. Oder gar, so wie in diesem satirischen Meme, auf dem Mond:

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(Screenshot:Netzfund)